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Der Schweizer Ultraläufer Maik Becker wird im November 2018 das Everest Trail Race bewältigen, nachdem er auf seinem Run for Children das Atacama Crossing geschafft hat. » Mehr dazu
01 Nov

Maik Becker beim Atacama Crossing

Der Schweizer Ultraläufer Maik Becker bestreitet mit seinem Laufprojekt Run for Children in sieben Monaten sieben Multi-Stage-Läufe auf allen sieben Kontinenten der Welt. Auch die zweite von sieben Etappen ist nun gemeistert. Sein Bericht:

«Atacama Crossing das heisst, durch die trockenste Gegend unseres Planeten laufen. Es sollte der wohl speziellste Wettkampf von allen sieben werden. Das haben mir ehemalige Teilnehmer des Atacama Crossing in Chile bereits verraten. Und sie haben damit nicht zu viel versprochen. Die Bedingungen waren sehr anspruchsvoll. Die Kälte in der Nacht bis gegen den Gefrierpunkt. Extreme Hitze tagsüber (höchste gemessene Temperatur 47°C). Laufen in Höhenlagen zwischen 2400 und 3200 m. Untergrund von losem Sand über knallharte Salzebenen, scharfe Steinplatten, durch Flüsse und Canyons. Und dabei immer das gesamte Equipment für eine Woche im Rucksack am Mann. Essen, alles Notwendige zum Schlafen, Kleidung, 36 Pflichtgegenstände, persönliche Dinge. In der Vorbereitung konnte ich da bereits den ersten Erfolg verzeichnen. Mit 7,2 kg lag das Packgewicht nochmal 2,5 kg unter dem des Testwettkampfs in der Gobi Ende Juli.

Und das sollte sich dann hoffentlich beim Laufen auszahlen. Tatsächlich lief es vom ersten Tag an sehr gut für mich. Anfangs noch fast überrascht vom 4. Tagesrang, konnte ich das Ergebnis mit konstanten Tagesleistungen bis über die Ziellinie in San Pedro durchziehen. Bei 116 Gestarteten aus über 40 Ländern hat die Konkurrenz ordentlich Druck gemacht. Die ersten Drei waren unantastbar. Aber dahinter hatte ich alle im Griff. Der Altersklassensieg war eine Bestätigung für die gute Form. Über die ganze Woche habe ich meine Erfahrung und mentale Stärke ausgespielt. Dabei wechselte die Kulisse täglich. Technisch anspruchsvoller Untergrund und zermürbende Bedingungen haben mir nichts ausgemacht. Kontinent 2/7 ist damit bezwungen!

Im Blog auf der Run for Children Webseite findet man meine kurzen täglichen Statements https://runforchildren.ch/blog/. Der ausführliche Bericht folgt dann im «Running – Das sportliche Laufmagazin». Ständige Updates zum Projekt auf https://www.facebook.com/therunforchildren/.

Beim Hilfsprojekt in Nepal geht es auch vorwärts. Eine weitere bürokratische Hürde ist genommen. Damit können die Arbeiten in Baiteshwor zum Bau der E-Bibliothek bald losgehen.

Anfang November 2018 geht es dann zum Lauf Nr. 3 wieder in die Höhe. Das Everest Trail Race ist eines der härtesten Etappenrennen. Während sechs Tagen wird auf einer Distanz von 160 km ein Total von 29’000 Höhenmetern überwunden. Mal schauen, wie ich mit der Höhe zurechtkomme…»

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