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20 Jun

«Ich freue mich auf das Gebirge!»

Ultraradfahrerin Nicole Reist hat im Extrem-Radrennen Race Across America (RAAM) vergangene Nacht die 2000-Meilen-Marke passiert. Über 3300 Kilometer hat die Sponser-Sportlerin in den letzten gut sechs Tagen seit dem Start zurückgelegt und hat damit über zwei Drittel der rund 5000 Kilometer langen Strecke von der amerikanischen West- an die Ostküste hinter sich. Und dies in Rekordzeit!

Sofern sie ihren bisherigen Schnitt von 13.5 Meilen pro Stunde aufrechterhält, bricht sie damit nicht nur die zwei angepeilten Schweizer-Damen-Rekorde, sondern auch den RAAM-Damen-Gesamtspeedrekord von 13.23 Meilen pro Stunde aus dem Jahr 1995. Auch in der Overall-Wertung liegt sie noch immer an dritter Stelle. Sie will am nächsten Freitag, 10 Tage nach dem Start, im Ziel in Annapolis eintreffen.

Seit dem Start zum Race Across America am vergangenen Dienstag im kalifornischen Oceanside haben Nicole Reist und ihr Begleitteam schon viel erlebt: Hitze von bis zu 50°C in der Wüste von Arizona, heftige Gewitter in Colorado nahe des Wolf Creek Pass in den Rocky Mountains, mit gut 3300 Metern der höchste Punkt der Strecke, starker und böiger Seitenwind in den unendlichen Weiten von Kansas oder schwülheisse 37°C in Missouri und Illinois. Dies zusätzlich zu den so oder so zu erwartenden Schwierigkeiten, die nach über 150 Stunden fast nonstop im Sattel natürlich auftreten, wie Müdigkeit, schmerzende Beine oder starrer Nacken. Von all dem lässt sich Nicole Reist aber nicht aufhalten, sie tritt auch nach über 3300 Kilometern einfach unbeirrt weiter.

«Ich freue mich extrem auf das Gebirge an der Ostküste. Das ist mein Terrain – und viel weniger langweilig, als die Fläche», so die noch immer erstaunlich fitte Athletin. «Ich fokussiere mich aber stets auf den Moment, nur Tritt für Tritt komme ich meinem Ziel näher!» Wenn alles wie geplant läuft, wird Nicole Reist im Laufe von Freitag, 22. Juni 2018, im Ziel in Annapolis an der amerikanischen Ostküste eintreffen.

Fotos: Zürrer zVg von Kathrin Senn

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