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27 Mai

Studie untersucht Effektivität von Molkenprotein zur Gewichtsreduktion

Eine Arbeitsgruppe der Johns Hopkins University in Baltimore hat die Effektivität von Molkenprotein zur Gewichtsreduktion untersucht. Neben den positiven Ergebnissen zur Körperzusammensetzung konnte auch das kardiovaskuläre Risikoprofil der Probanden verbessert werden. Swissmilk, der Verband Schweizer Milchproduzenten, hat die Studie gesichtet und kommentiert.

Um die Frage nach der Effektivität von Molkenprotein wissenschaftlich zu klären, hat kürzlich eine internationale Arbeitsgruppe aus den USA und aus Thailand um Prof. Anawin Sanguankeo von der Johns Hopkins University in Baltimore alle bisher durchgeführten Studien mit dem Ziel der Gewichtsreduktion bei Übergewicht und Fettleibigkeit gesichtet und die methodisch Besten in einer Meta-Analyse zusammengefasst und beurteilt (Wirunsawanya K, Upala S, Jaruvongvanich V, Sanguankeo A.: Whey Protein Supplementation Improves Body Composition and Cardiovascular Risk Factors in Overweight and Obese Patients, A Systematic Review and Meta-Analysis, in: J Am Coll Nutr. 2018;37(1):60-70). Neun randomisiert kontrollierte Studien an insgesamt 455 Probanden wurden in die Meta-Analyse integriert. Dabei waren Molkenproteinmengen zwischen 20 und 75 Gramm pro Tag zum Einsatz gekommen. Die Interventionszeiten variierten zwischen zwei Wochen und 15 Monaten.

Ergebnis
Beim Konsum von Molkenprotein fand sich im Vergleich zum Placebo bzw. zur Kontrollkost eine signifikant grössere Gewichtsreduktion, eine signifikant grössere Abnahme der Fettmasse, aber auch eine signifikante Zunahme an fettfreier Körpermasse. Gleichzeitig verbesserte der Molkenkonsum einige relevante kardiovaskuläre Risikofaktoren: Der systolische und diastolische Blutdruck wurde gesenkt, ebenso wie der Nüchtern-Blutzucker und der Gesamt-Cholesterinspiegel – bei gleichzeitig signifikanter Steigerung des HDL-Cholesterins. Die Wissenschaftler schlossen aus ihren Ergebnissen, dass der Einsatz von Molke bei Patienten mit Übergewicht und Fettleibigkeit nicht nur sinnvolles Abnehmen unterstützt, sondern gleichzeitig auch das kardiovaskuläre Risikoprofil verbessert.

Kommentar
Kuhmilch enthält pro 100 Milliliter etwa 3 Gramm hochwertiges Protein. Auf Basis des neuen Parameters zur Bestimmung des biologischen Wertes von Protein, des «Digestible Indispensable Amino Acid Score» (DIAAS), der auch die Verdaulichkeit jeder essenziellen Aminosäure beim Menschen einbezieht, stehen die Proteine von Milch und Milchprodukten weit an der Spitze. Molkenprotein und Casein, Vollmilchpulver, Molken-Konzentrate oder auch Isolate erreichen höchste Werte. Milchproteine sind damit in ihrer Wertigkeit höher eingestuft als die des Rindfleischs. Danach erst folgen Sojaprotein-Isolate. Das Protein von Erbsen, Reis und Bohnen ist beim DIAAS noch niedriger eingestuft.

Für die herausragende Rolle des Milchproteins gibt es vielfältige Gründe. Es liefert eine grosse Menge essenzieller Aminosäuren pro Gramm verzehrtem Protein, und das in einem besonders günstigen Aminosäuren-Profil, bezogen auf den Aminosäuren-Bedarf. Hinzu kommt, dass die Milchproteine in unterschiedlicher Geschwindigkeit absorbiert werden, was deren biologische Effektivität verstärkt. Casein und Molkenprotein erreichen damit unterschiedliche, sich aber sehr gut ergänzende Effekte: Das Molkenprotein wird sehr schnell absorbiert und resultiert in einem schnellen Anstieg der Aminosäuren-Konzentration im Blut. Dagegen ist die Absorption des Caseins auf Grund der Koagulation im Magen verzögert. In der Folge kommt es zu einem langsameren, aber kontinuierlichen Anstieg der Aminosäuren-Konzentration im Blut. Der schnelle postprandiale Anstieg der Aminosäuren-Konzentration – vor allem von Leucin – nach dem Verzehr von Molkenprotein aktiviert den Syntheseprozess sehr schnell, während der langsame Anstieg nach Casein-Konsum eine dauerhafte Stimulation des Syntheseprozesses anregt.

Molkenprotein wird als Isolat, Konzentrat oder Hydrolysat angeboten. Am bekanntesten ist der anabole Effekt, der durch den hohen Anteil an verzweigtkettigen Aminosäuren bedingt ist und die Beliebtheit im Kraftsport erklärt. Im Vergleich zu anderen Proteinen zeichnet sich Molkenprotein durch die Wasserlöslichkeit und die gute Verdaulichkeit und Absorption aus. Der vermehrte Konsum von Molkenprotein mindert gleichzeitig den Appetit und verlängert die Sattheit durch Stimulierung der Ausschüttung von Sättigungshormonen. Ausserdem erhöht Molkenprotein den Energieverbrauch durch gesteigerte Thermogenese, mindert die Zuckerausschüttung aus der Leber und hilft, den Leberfettgehalt zu mindern. So darf Molke als ideale Ernährungsergänzung eingestuft werden.

Molkenprotein von SPONSER
SPONSER bietet eine Fülle von Produkten mit Molkenprotein an. An erster Stelle sind deshalb sicherlich unser Whey Isolate 94, Swiss Whey Concentrate oder Premium Whey Hydro zu erwähnen.

Quelle: Swissmilk, Foto: Sponser Sport Food

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