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17 Apr

«Kleiner Weltcup auf hohem Niveau!»

Die Schweizer Bikerin Sina Frei, amtierende U23-Weltmeisterin, konnte das erste Rennen für das Ghost Factory Racing Team gewinnen. Beim HC Rennen in Nals kämpfte sie das ganze Rennen über in der Spitzengruppe und konnte sich mit einem Angriff in der letzten Runde den Sieg sichern.

Seit vielen Jahren bestreitet das Team das Rennen in Nals früh in der Saison und konnte sich schon häufiger auf dem Podest präsentieren. Durch die Aufwertung zum HC Rennen, der höchsten Rennkategorie unter dem Weltcup, war das Starterfeld bei der diesjährigen Ausgabe von enorm hohem Niveau und wurde im Vorfeld schon als «kleiner Weltcup» betitelt. Außerdem hielt das Wetter beim Sunshine Race auch in diesem Jahr sein Versprechen.

Sina Frei nahm bei dem Rennen von Beginn an das Zepter in die Hand und konnte bereits nach der Startrunde als erste in den Downhill einbiegen. Eine Woche zuvor beim Swissbikecup tat sich die U23-Weltmeisterin noch etwas schwer und war nach ihrem vierten Rang im Rennen nicht 100%ig zufrieden mit ihrer Leistung. Das wollte sie in dieser Woche auf jeden Fall korrigieren: «Heute ging es von Anfang an deutlich besser und ich konnte mich gleich in der Spitzengruppe festsetzen. Die ersten fünf Fahrerinnen waren aber bis zwei Runden vor Schluss maximal 15-20 Sekunden auseinander, deshalb war es auch bis zum Ende wirklich spannend. In der vorletzten Runde ist Maja (Włoszczowska) dann vor mir gestürzt, auf einmal war ich dann alleine vorne. Irgendwann kam zwar Linda (Indergand) nochmal heran, aber ich konnte eine kleine Lücke aufmachen und die dann auch bis ins Ziel halten.» Die Schweizerin verbrachte die vergangene Woche bereits in Südtirol mit der Nationalmannschaft in einem Trainingslager und freute sich natürlich über ihren Sieg: «Das war schon ein sehr hochkarätiges Starterfeld, da jetzt mit dem Sieg nach Hause gehen zu dürfen ist natürlich der Hammer. Es freut mich auch für mein Team, das war der erste Sieg auf Ghost für mich. Es geben sich alle so viel Mühe und sowohl das Material als auch die Betreuung ist perfekt, vielen Dank dafür!»

Barbara Benko startete zwar zunächst auch mit Problemen in das Rennen, fand aber nach der Startrunde immer besser ins Rennen: «Es gab eine neue Startrunde auf einem ziemlich steilen Teeranstieg, das liegt mir jetzt nicht unbedingt gut und ich war auch erstmal nicht mehr in den TOP10. Dann ging es aber von Runde zu Runde immer besser und ich bin weiter nach vorne gekommen. Mehr wie der siebte Rang war aber wirklich nicht drin und wenn man den Zeitrückstand betrachtet bin ich auch wirklich zufrieden damit.» Die Athleten nutzen die Rennen zwischen den Weltcups für weitere Tests am Material: «Wir testen gerade Schaumstoffringen im Reifen, um den Luftdruck senken zu können. Das hat für mich hier heute super funktioniert und ist auch für die kommenden Rennen sicher eine Option. Alles in allem war es ein cooles Wochenende und ich freue mich natürlich für Sina, die das Ding hier heute nach Hause gebracht hat!»

Anne Terpstra: «Fuß hat gehalten!»
Anne Terpstra erwartete nach ihrem schweren Knöchelbruch im Januar zunächst im bestmöglichen Fall, in Albstadt beim Weltcup Ende Mai wieder ins Renngeschehen eingreifen zu können. Jedoch verlief die Heilung nach der Operation in Südafrika deutlich besser als zunächst prognostiziert. Seit einigen Wochen kann die Holländerin wieder trainieren, wenn auch hauptsächlich auf der Straße: «Ich habe noch Probleme auszuklicken und möchte natürlich momentan auf keinen Fall auf die linke Seite fallen. Das beeinträchtigt mich schon noch deutlich, aber Radfahren geht definitiv schon besser als laufen, das war aber auch so prognostiziert.» Kurzfristig entschied sie sich zum Start in Saalhausen beim 3-nations-Cup, insbesondere aufgrund der recht einfachen Strecke. Starker Regen über Nacht machte aber den Kurs teilweise unfahrbar und erforderte sogar eine Streckenänderung kurz vor dem Start: «Ganz so hatte ich das nicht geplant, auf einmal mussten wir viel laufen – genau meine Stärke gerade – und zwischendrin drehte sich nichts mehr am Rad. Der Rückstand heute war enorm und der dritte Platz eigentlich nicht repräsentativ. Um den Trainingsrückstand aufzuholen ist die Trainingsbelastung gerade sehr hoch und ich weiß dann leider erst in Albstadt, wo ich wirklich stehe. Aber überhaupt ein Rennen fahren zu können fühlt sich genial an und der Fuß hat gehalten!»

Während Barbara Benko kommende Woche bei der Marathon-EM starten wird, steht für Sina Frei der Swissbikecup in Schaan auf dem Programm. Die Woche darauf bestreiten Malene Degn und Anne Terpstra das HC Rennen in Heubach.

Alle Fotos: EGO-Promotion Kuestenbrueck zVg von Thomas Wickles

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