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10 Mrz

Falscher Hinweis eines Streckenposten kostet Rober den Sieg

Bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Wintertriathlon kostet eine falsche Aussage eines Streckenpostens Robert Gebauer den sicheren Sieg. Der Sponser-Sportler vom Radclub Fitstore24 ARBÖ ASKÖ Klagenfurt drehte aber auf der Loipe nochmals derart auf, dass er sich von Rang 7 auf Platz 2 verbessern konnte.

Es war ein wahrlich kurioser Rennverlauf: Robert Gehbauer wechselt nach der Laufdisziplin in einer 4-Mann-Spitzengruppe praktisch zeitgleich auf seine Paradedisziplin MTB. Hier gelingt es ihm, innerhalb von nur 25 Minuten mehr als 1,5 Minuten Vorsprung auf seine schärfsten Konkurrenten herauszufahren. Gehbauer möchte sich sodann nach Absolvierung der letzten MTB-Runde wieder Richtung Wechselzone im Stadion begeben, um das finale Skaten in Angriff zu nehmen, da wird er von einem Streckenposten informiert, dass er erst 3 Runden und nicht die geforderten 4 absolviert habe.

Robert ist sich selbst nicht mehr sicher, da er auf der technisch sehr fordernden Strecke voll konzentriert attackiert hatte und zusätzlich von zahlreichen schwierig zu überholenden Athleten, welche sich erst in ihrer ersten oder zweiten MTB-Runde befanden, aus dem Konzept” gebracht worden war. Er vertraut fatalerweise der Fehlinformation des Streckenposten. Praktisch hoffnungslos abgeschlagen auf Position 7 liegend kommt Robert dann nach der Ehrenrunde zum Wechseln auf die Langlaufski, steckt aber nicht auf, sondern zeigt vielmehr beim Skaten sein wahres Kämpferherz sowie sein beeindruckendes polysportive Potenzial und macht das schier Unmögliche noch möglich. Mehr als eine Minute schneller als der zweitbeste Langläufer absolviert er die Skating Distanz und kann fliegend noch 5 Konkurrenten überholen und sich damit noch den Vizestaatsmeistertitel sichern.

Dem logischen Einspruch bei den Wettkampfrichtern betreffend der fatalen Fehlinformation durch den Streckenposten wird mit der Begründung «jeder Athlet ist für die richtige Absolvierung der Wettkampfdistanz selbst verantwortlich» nicht stattgegeben. Jeder mit Verstand und Urteilsvermögen ausgestattete Mensch soll diese Entscheidung für sich selbst bewerten. Sehr trostvoll waren und sind für Robert unzählige SMS, Telefonanrufe usw. welche übereinstimmend den Inhalt haben, dass Robert der moralische Sieger ist und an diesem Tag nicht anders zu biegen war, da er bei einem normalen Rennverlauf mit über 3 Minuten Vorsprung gewonnen hätte.

Damit ist für Robert eine sehr erfolgreiche Winterwettkampfsaison abgeschlossen. Sein Fokus in den nächsten Wochen liegt auf einer gezielten Vorbereitung auf die MTB-Sommersaison.

Foto: Andreas Gebauer

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