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Der Schweizer Ultraläufer Maik Becker wird ab September 2018 in sieben Monaten ganze sieben Multi-Stage-Läufe auf allen sieben Kontinenten der Welt bestreiten. » Alles über seinen «Run for Children»
14 Mrz

«Viele OL-Wettkämpfe kommen ohne Verpflegungsposten aus!»

Elena Roos gehört derzeit zu den erfolgreichsten Orientierungsläuferinnen in der Schweiz. Die 26-jährige Tessinerin aus Cugnasco gilt im Hinblick auf die Europameisterinschaften, welche 2018 in ihrem Heimatkanton austragen werden, als grosse Favoritin. Wir wollten die Sponser-Sportlerin etwas näher kennenlernen und befragten sie zu Training, Regeneration und Ernährung im OL-Sport.

Elena, im OL ist es ja üblich, gleich in mehreren Clubs zu sein. Für welche besitzt Du das Startrecht?

In der Schweiz ist dies der OL-Club «Orientisti 92 Piano di Magadino» und in Norwegen «Halden SK».

Welches sind Deine grössten Erfolge?

Sicherlich die Medaille in der Sprint-Staffel an der WM 2017 in Estland. Und ausserdem den Weltcup-Sieg über die Langdistanz 2017 in Grindelwald.

Welches ist Deine Lieblingsdispizlin im OL?

Bis 2017 dachte ich eigentlich immer, dass ich den Sprint am liebsten habe, weil ich da auch am besten war. Jetzt, da ich auch eine hervorragende Leistung in einem wichtigen Langdistanz-Rennen zeigen konnte, gefällt mir auch diese Disziplin sehr gut. Ich glaube, wenn ich mich für eine Strecke entscheiden müsste, so würde ich mein Herz der Sprint-Staffel vergeben. Sie ist äusserst schnell, sehr attraktiv und die Tatsache, dass man im Team rennt, beflügelt einen zusätzlich.

Welche Rolle spielt die Verpflegung im OL?

In Langdistanz-Rennen gibt es auf der Karte eingetragene Verpflegungsposten. Dort trinke ich meist Wasser, nachdem ich einen Liquid Energy Gel von Sponser eingenommen habe, den ich in der Kleidung mittrage. Auf kürzeren Distanzen fehlt die Verpflegung, da die Zeitdauer der Wettkämpfe viel zu kurz ist. Entsprechend wichtig ist es, sich vor dem Wettkampf ausreichend zu verpflegen.

Wie sieht denn Deine Verpflegung vor einem Wettkampf aus?

Vielfach finden die OLs am Vormittag statt. Ich achte darauf, rund 3-4 Stunden vor dem Start zu frühstücken. Findet ein Wettkampf am Nachmittag statt, so esse ich gerne Reis oder Pasta mit einer leichten Tomatensauce. Wichtig ist, dass die Speisen energiereich und leicht verdaulich sind. Und nicht zu vergessen: ein Koffein-Booster vor dem Start, um hochkonzentriert und wach zu sein!

Wie bereitest Du Dich auf die EM in Deiner Heimat Tessin vor?

Die Wälder im Tessin sind ganz speziell. Oft sind sie steil, jedoch sehr gut zu belaufen, weil sie wenig Unterholz oder Bodenbewaldung aufweisen. Meist befinden sich die OL-Wälder an Hängen, die ein agiles und wendiges Laufen erfordern. Um mich perfekt auf die EM vorzubereiten, bin ich nach 6 Jahren in Zürich wieder in meinen Geburtsort zurückgezogen. Bei mir geht es nun primär darum, viele verschiedene Trainingseinheiten in diesen Wäldern zu absolvieren, um sowohl bergauf wie auch bergab flink und wendig zu sein.

Fotos: Swiss Orienteering / Rémy Steinegger zVg von Elena Roos

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