PIC OF THE MONTH

Er ist bereits Junioren-Europa- und Weltmeister. Im Sommer startet der junge Ruderer Linus Copes im Doppelvierer an der U23-WM. » Mehr dazu
02 Feb

«Ganz oben zu stehen und die Hymne zu hören, das war sehr emotional!»

Die deutsche Spitzenschwimmerin Sarah Köhler durfte vor wenigen Monaten den bisher grössten Erfolg ihrer Karriere feiern: Europameister-Titel in deutscher Rekordzeit (8:10,65) über 800 m Freistil. Wie schätzt sie selber ihren Triumph ein? Welche Rolle spielen die Wettkampfanzüge und die Sporternährung? Im Interview verrät die Sponser-Sportlerin spannende Details.

Sarah, welcher Deiner vielen Triumphe im Jahr 2017 (EM-Gold über 800 m; EM-Silber über 400 m; Unversiade-Gold über 400 m; Universiade-Silber über 1500 m und 400 m; Deutscher Meistertitel über 400 m; diverse deutsche Rekorde) war für Dich persönlich der wertvollste – und warum?

Am schönsten war natürlich die Goldmedaille bei der Kurzbahn-EM in Kopenhagen. Das erste Mal ganz oben stehen und die Hymne hören, das war etwas sehr besonderes und emotionales. Man ist ein Stück weg stolz auf sich, dass man es bis dahin geschafft hat.

Hattest Du an der Kurzbahn-EM 2017 irgendwelche Schreckmomente erlebt, bei denen nicht alles perfekt lief?

Da die beiden Schwimmbecken in der Halle nur temporär waren, gab es eine Treppe vom Warm-up Pool zu den Physio-Boxen. Die Stufen waren sehr schmal und die Treppe sehr steil. Einen Tag vor Wettkampfbeginn bin ich auf der Treppe leider ausgerutscht. Weh getan habe ich mir zwar nicht, aber ein kleiner Schock war es in dem Moment trotzdem.

Wie gehst Du damit um, wenn es im Training mal nicht so läuft, Du absolut keinen Bock auf qualvolle Serien hast oder merkst, dass Du nicht 100% fit bist?

Immer etwas unterschiedlich. Meist vertraue ich darauf, dass es bald wieder besser wird und erinnere mich daran, dass sowas einfach vorkommt. Manchmal spreche ich dann auch mit meinem Trainer darüber. Im Endeffekt halte ich mir vor Augen, dass es wichtig ist, auch in Momenten, in denen alles sehr schwer fällt, sein Bestes zu geben, um den Körper herauszufordern und damit eine positive Entwicklung zu erzielen.

Du postest immer wieder Bilder Deiner Speedo-Schwimmanzüge: Benutzt Du für jeden Wettkampf einen brandneuen Anzug oder schwimmst Du mehrmals im selben?

Ich benutze nicht immer einen komplett neuen. Bei kleineren Wettkämpfen nehme ich ältere Anzüge. Je nach Wichtigkeit sind die Anzüge dann schon sehr oft oder weniger oft getragen. Nur wenn es wirklich wichtig ist, ziehe ich einen neuen an.

Wie viel Zeit benötigst Du, um einen neuen Anzug zum ersten Mal anzuziehen?

Beim ersten Mal brauche ich 10-15 Minuten. Das hängt aber auch mit meiner körperlichen Erschöpfung zusammen. Da ich die Anzüge vor dem ersten Wettkampf einmal im Training anziehe, um damit kurz ins Wasser zu springen, kann es auch mal vorkommen, dass ich länger brauche, weil ich zwischendurch kleine Pausen einlegen muss.

Welche Pläne und Träume hast Du im Hinblick auf Dein Schwimmjahr 2018?

Ich möchte an meine Leistungen aus 2017 anknüpfen und meine Zeiten verbessern. Natürlich träume ich auch davon, eine Medaille im Sommer bei der EM in Glasgow mit nach Hause zu bringen.

Hast Du ein Lieblingsprodukt von Sponser, das Du anderen Schwimmern empfehlen kannst?

Zur Regeneration nach dem Training nehme ich gerne 50/36 Pro Recovery, um meine Speicher schnell wieder aufzufüllen.

Wenn wir für Dich ein Sporternährungsprodukt entwickeln könnten: Was würdest Du Dir da noch wünschen?

Um ehrlich zu sein, kann ich das gerade gar nicht beantworten, da ich so wie es ist sehr zufrieden bin.

Fotos: Alexander Grüber (Porträt); Jo Keindl (Schwimmbilder)

Einen Kommentar schreiben