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Der Schweizer Ultraläufer Maik Becker wird im Oktober 2018 den Ultralauf 4 Deserts Atacama Crossing in Chile bewältigen. Es ist Lauf Nr. 2 von 7 bei seinem Run for Children. The Hidden Treasure in Albanien ist bereits geschafft. » Mehr dazu
09 Jan

«Man macht ja alles freiwillig!»

Sein Saisonhighlight im letzten Jahr war die Triple Ultra Triathlon WM in Bad Blumau. Doch bis dahin ging Extremsportler Andreas Six einen langen Weg: viele Trainingskilometer und zahlreiche Vorbereitungswettkämpfe standen auf seiner To Do-Liste. Jetzt blickt der Österreicher auf seine Saison zurück – und freut sich bereits auf den nächsten Einsatz an der Triple Ultra Triathlon WM im Sommer 2018.

«Begonnen habe ich meine Saison 2017 am Ende Januar mit dem Ultralauf Burgenland Extrem, ein 120-km-Lauf, der einmal um den Neusiedlersee führt. Bei -7 Grad und eisigem Wind finishte ich in 12h34min. Weiter gings im März mit einem 5-h-Schwimmen, das ich mit 15,7 km gewinnen konnte. Später bestritt ich mit meinem Vater den Wien Marathon und lief ich für einen guten Zweck beim Wings for Life World Run in München mit. Bei ca. 8 Grad und Regen und einer sehr hügeligen Strecke bin ich 46,45 km weit gekommen. Dies war der 35. Rang in München von 10.000 Startern und weltweit wurde ich 335. von ca. 155 000 Startern. Eine Woche später stand ich beim ersten Schwindegger 6-h-Lauf am Start, noch mit etwas schweren Beinen konnte ich aber mit 70,64 km den zweiten Gesamtrang erreichen.

Ende Mai stand dann endlich der erste Triathlon am Programm. Halbdistanz in Linz, auch hier konnte ich meine Erwartungen übertreffen. Mit meiner Endzeit von 4h43min war ich sehr zufrieden. Somit bin ich auch schon bei meinem absoluten Highlight angekommen: am 7. Juli 2017 stand ich bei der Triple Ultra Triathlon WM in Bad Blumau am Start. Hier galt es die Distanzen von 11,4 km Schwimmen, 540 km Radfahren und 126,6 km Laufen zu bewältigen. Nach meinem zweiten Platz vom Vorjahr waren meine Erwartungen dann doch etwas höher als nur zu finishen. Lange konnte ich mich unter den ersten drei behaupten, aber leider musste ich dann nach ca. 35 Std. und bei Laufkm 91 das Rennen aus gesundheitlichen Gründen beenden. Dies war natürlich eine sehr schmerzliche Erfahrung, es hat mich aber vom Kopf her um einiges stärker gemacht.

Nach einer kleinen Pause bestritt ich noch den Ironman in Podersdorf. Ohne Erwartungen und nur zum Spaß finishte ich in 10h15min und zum Abschluss stand ich noch beim Wachaumarathon am Start. Ohne speziellem Training konnte ich trotzdem zum ersten Mal unter 3 Stunden bleiben, wenn auch nur knapp (2:59:58).

Trotz des DNF beim Triple war es meine erfolgreichste Saison bis jetzt. Nach einer vierwöchigen Pause stehe ich bereits wieder in der Vorbereitung für 2018. Da es heuer mit der Triple WM nicht geklappt hat, werde ich diese natürlich nächstes Jahr wieder bestreiten. Sie findet am 26. Juli in Lensahn (D) statt. Drei Wochen zuvor werde ich wieder in Bad Blumau starten, dieses Mal aber «nur» beim Double Ultra, damit ich in Lensahn halbwegs erholt bin. Auch den längsten Lauf Österreichs dem Race across Burgenland über 218 km werde ich in Angriff nehmen.

Wird sicher wieder eine ganz interessante Saison mit vielen Höhen und Tiefen werden, aber man macht ja alles freiwillig!»

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