09 Okt

Bronzemedaille beim ITU-Weltcup in Florida

Nach einer durchwachsenen Saison, die von vielen Verletzungen und Rückschlägen geprägt war, feierte Triathletin Julia Hauser beim ITU World Cup in Sarasota/USA ihr Comeback mit einer Bronzemedaille. Die 23-jährige Sponser-Sportlerin aus Wien, die ihren Trainingsmittelpunkt von Frankreich wieder nach Österreich verlegt hat, will unter der Führung ihres neuen Trainers, Andreas Prem, im Herbst voll durchstarten.

Nach einem gelungenen Saisonstart mit Platz elf beim ITU Triathlon in Kapstadt, zwang sie eine Blinddarm-Operation zu einer mehrwöchigen Trainings- und Wettkampfpause. Eine Teilnahme bei der Heim-Europameisterschaft stand lange Zeit in der Schwebe, doch Julia setzte alles daran, in Kitzbühel an den Start gehen zu können. Nicht nach Wunsch, aber durch den Trainingsrückstand verständlich, beendete der Youngster die EM auf Platz 19. Kaum drei Wochen später bekam Hauser beim ITU Triathlon in Hamburg beim Schwimmen einen Schlag auf den Kopf und musste aufgrund von anhaltenden Kopfschmerzen und Schwindelattacken erneut pausieren. «Für mich war die Saison nach Hamburg so gut wie gelaufen. Ich hab mir selbst ohne Druck gesagt, alles was sich dieses Jahr noch ausgeht ist gut, aber die Gesundheit geht vor», reflektiert Hauser.

Trotz der Rückschläge und erzwungenen Pausen ist die Olympiastarterin von Rio 2016 positiv gestimmt: «Ich habe durch meine Verletzungen viel gelernt und die Zeit zum Nachdenken genutzt. Meine Zeit in Montpellier in der Trainingsgruppe von Stephanie Deanaz war sehr wertvoll und ein wichtiger Baustein meiner Karriere. Aber ich habe erkannt, wie toll das allgemeine und vor allem auch das medizinische Umfeld hier in Österreich ist.» Der Wechsel zurück in die Heimat brachte einige Veränderungen mit sich. Die junge Sportlerin verfolgt mit ihrem Trainer Andreas Prem, einem Zögling von Star-Coach Darren Smith, ein neues Konzept, das Spezialtrainer wie Karl Sandner, Betreuer von Lauf-Ass Jennifer Wenth, miteinschließt. «Andreas koordiniert die Trainings so, dass ich die Laufeinheiten gemeinsam mit Jenni und im Beisein von Karl absolvieren kann. Das funktioniert super und ich profitiere enorm», so Hauser.

Zu ihren Zielen in der noch laufenden Wettkampfsaison sagt die Wienerin: «Das Wesentliche ist meine Fitness. Die kommenden zwei Saisonen sind um einiges wichtiger als die heurige, da die Vorbereitung und Qualifikation für Tokio 2020 losgeht. Die letzten drei Weltcup-Rennen sind für mich eine Standortbestimmung, aber natürlich hoffe ich auf gute Platzierungen und noch ein paar Weltranglistenpunkte.» Am 28. Oktober geht es für Julia Hauser beim ITU Weltcup in Tongyeong, Südkorea, weiter.

Foto: Martin Steiger/ÖTRV

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