02 Aug

«Das Quälen hat sich gelohnt!»

Nach langer Vorbereitung war der große Tag endlich da. Am 9. Juli 2017 startete Sponser-Sportler Tobias Ostermann zum Ironman Frankfurt. Wie ist es ihm auf seiner ersten Langdistanz ergangen? Das erzählt er an dieser Stelle in launigen Worten, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Endlich war es so weit. Am 9 Juli 2017 startet der Ironman in Frankfurt, worauf ich mich seit November 2016 vorbereitet habe. Das Absurde: Man schmiert sich nachts um halb vier Uhr mit Sonnencreme sowie einer ordentliche Ladung Sitzcreme ein. Und etwa gegen fünf Uhr steht man mit einer Horde anderer Bekloppter am Langener Waldsee in der Wechselzone. Die Vorstellung, 3800 m zu schwimmen, 180 km auf dem Rad unterwegs zu sein und anschließend noch einen Marathon zu laufen, hauchte mir immer wieder gehörigen Respekt ein. Überhaupt wurde der Respekt vor der gesamten Distanz im Laufe der Zeit immer größer.

Um 6:40 Uhr war es dann soweit. Nachdem alle Pro-Athleten gestartet waren, waren wir Altersklassenathleten dran. Trotz Rolling-Start war es schon ein ganz schönes Gewühl im Wasser. Da das Schwimmen nicht unbedingt zu meiner Lieblingsdisziplin gehört, hielt ich mich relativ weit links, um dem ganzen Kampf so halbwegs aus dem Weg zu gehen. Nach 1.500 Metern war der ersten Landgang und auf meiner Uhr stand irgendwas mit knapp 30 Minuten drauf. Gar nicht so schlecht für meine Verhältnisse, wo doch mein Schwimmstil noch erhebliches Verbesserungspotenzial hat. Nach dem letzten Wendepunkt, konnte ich das Ziel schon sehen und mir wurde langsam klar, dass ich den ersten Teil bald gerockt haben würde. 3800 m Schwimmen hatte ich immer als die größte Herausforderung gesehen. Doch dann passierte es! Bei ca. 2500 m bekam ich Krämpfe in die Wade. Alter Schwede!!! Ab jetzt ging nur noch Brust, Kraul, Brust, Kraul… Mein Gedanke war: «nicht aufgeben, du schaffst das!» Allerdings habe ich für die letzten 2300 m fast die doppelte Zeit benötigt. Dann endlich war es so weit, raus aus dem Wasser und ab in die Wechselzone. Das Ausziehen des Neos gestaltete sich deutlich einfacher als das Anziehen. Meine Füße waren allerdings total sandig. Geschlagene 10 Minuten gingen für diesen Wechsel drauf und ich saß endlich auf meinem neuen Zeitrad.

180 km Radfahren
Auf geht’s! Ich hatte wahrlich genug trainiert (Zillertal Trainingslager), war optimal vorbereitet und dazu war es mit einer meiner Lieblingsdisziplinen. Auf dem Rad kam das Zwicken in der Wade immer mal wieder, nur ganz leicht aber es war da. Naja, ich habe genug Zeit und so fuhr ich erst einmal langsam los um mich einzuradeln und warmzufahren, Ich entschied mich erst einmal 10% weniger Watt zu treten. Auch hier hatte ich schließlich noch genug Zeit. Das wichtigste auf dem Rad und bei der Hitze war Essen und Trinken! Die Liquid Gel-Mischung (15 Gels mit einer Tasse grünen Tee vermischt), die ich am Abend zuvor gemacht habe, schmeckt wirklich fantastisch! Dazu rieten mir Vereinskollegen unbedingt genug zu essen. Das hatten mir alle, wirklich alle eingebläut. Mein Garmin erinnerte mich alle 10 Minuten mit einem kleinen Alarm. Dann hieß es für mich einen Schluck von meinen Sportgetränk zu trinken und alle 20 Minuten eine Portion meiner Liquid Gel-Mischung zu nehmen. Nach gut 20 Kilometer fühlte ich mich gut, die Wade hielt, alles lief nach Plan und das Tempo war im grünen Bereich.

Die gesamte Radstrecke lief wie am Schnürchen und ich konnte einen nach dem anderen überholen. Das war natürlich enorm motivierend. Und so fuhr ich zwischen 40 km/h bis zu 79 km/h (bergab) und spulte km für km ab. Doch dann bei ca. 130-140 km kam plötzlich ein brennender und stechender Schmerz im rechten Fuß. Was war da los, fragte ich mich? Großen Druck auf das Pedal konnte ich nicht mehr bringen. Ich merkte nur, dass sich eine Blase gebildet haben muss. Aber warum brannte der große Zeh? Das blieb ein Geheimnis und konnte erst nach dem Ziel gelüftet werden. Ergebnis: Zehnagel ab, Haut eingerissen und eine mega Blase. Kurz vor dem Ziel nahm ich die Pace etwas raus, um die Muskulatur etwas zu lockern und mich auf den bevorstehenden Marathon vorzubereiten.

Zum Abschluss noch ein kleiner Marathon
Einen Halbmarathon traue ich mir fast zu jeder Tageszeit zu, aber nach 3800 m Schwimmen und 180 km Rad noch einen ganzen Marathon (42,2km) laufen, das ist einfach total bekloppt. Nach ein paar Minuten in der Wechselzone ging es raus auf die Laufstrecke. Schon die ersten Schritte wurden zur Qual. Ich wusste nicht, wo ich mit den rechten Fuß auftreten sollte. Außen? Ne da war die Blase! Innen? Nein da war der kaputte Zeh! Hmm… Zähne zusammenbeißen!!! Ich redete mir immer wieder ein, ich laufe keinen Marathon, sondern nur vier Runden durch Frankfurt am Mainkai a 10,5km. Mega clever von mir! Ich war gespannt, ob ich mich selbst verarschen konnte. Die ersten Kilometer ließ ich also locker angehen. Auch musste ich ständig meine Uhr checken, weil ich einfach kein richtiges Tempogefühl hatte. Und es kam, wie es kommen musste. Ich spielte mit den Gedanken aufzugeben… Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte vor Schmerzen. Dazu kam dann noch das Unwohlsein im Magen. Zum Glück war das nächste Dixi nicht allzu weit weg. Nachdem ich für die erste Runde fast eine Stunde benötigt habe, war ich froh, dass ich mental so stark war, um mich von den «Aufhörgedanken» wieder abschiedet habe. Aber spätestens ab Halbmarathon (21,1km) wurde es dann schon echt anstrengend. Und so gab es Phasen, wo ich nur von Verpflegungsstation zu Verpflegungsstation gestolpert bin. Immer die gleiche Prozedur: Schluck Wasser, einen Gel oder Riegel und wieder einen Schluck Wasser oben drauf. Ab Runde 3 gab es ab und zu mal einen Schluck RedBull mit Eis.

Über meine Endzeit machte ich mir keine Gedanken mehr. Ankommen war das Ziel. Für den Zieleinlauf und das Finisherfoto wollte ich frisch und erholt aussehen. Also, Trikot schließen, Startnummer noch einmal in das rechte Licht rücken und dann abbiegen in den Zielschlauch. Der Zieleinlauf war schon ein megageiles Gefühl. Ich hatte monatelang dafür trainiert und nun würde gleich alles vorbei sein. Die letzten Meter waren zum Genießen. Die Leute haben einen auf den letzten Metern noch einmal so gepeitscht und applaudiert, dass mir im Kopf der Gedanke kam «Ja, das Quälen hat sich gelohnt»! Jetzt wusste ich, ich habe eine Herausforderung bestanden, die ich vor einem Jahr noch für völlig unmöglich gehalten hatte!

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