27 Jan

Winterzeit und erster Wettkampf in Arabien

Sponser-Sportler Ruedi Wild hat sich und seinem Körper nach dem Ironman Hawaii eine mehrwöchige Ruhepause gegönnt. Mit Wintersport und gemächlichem Training hat er nun langsam wieder Fahrt aufgenommen. Von seinem Start beim Ironman 70.3 Dubai erhofft er sich allerdings noch nicht zu viel, absolviert er diesen Wettkampf doch auf der «Durchreise» ins Trainingslager nach Thailand. Aber wer Ruedi Wild kennt, weiss: Er ist immer für eine Überraschung gut. Sein Bericht:

RuediWild

Nach meinem ersten Hawaii Start im Oktober gönnte ich mir wie jedes Jahr eine mehrwöchige Saisonpause, um den Körper bewusst erholen zu lassen. Die Tatsache, dass ich seit meinen sportlichen Anfängen nie verletzt (Radsturz mal ausgenommen) oder überlastet war, spricht sicherlich dafür, dass meine geplanten Erholungsmassnahmen effektiv sind und mein Körper eine gute Balance hat. Wenn ich mich hier in der Spitzensport Szene etwas umsehe, scheine ich doch eher die Ausnahme als die Regel zu sein.

Im November ging es dann wieder los mit (gemächlichem) Training. Mit den Fachleuten meines Radsponsors habe ich an einer neuen Radposition gearbeitet, dem sog. Bike Fitting, damit ich in Zukunft hoffentlich noch aerodynamischer und gleichzeitig möglichst entspannt durch den Wind brausen kann. Bei Stundenmitteln von über 40 km/h, sogar auf der Langdistanz, ist dies für grosse (und damit windexponierte) Athleten wie mich wohl etwas vom wichtigsten überhaupt, um noch schneller zu werden. In naher Zukunft werde ich dann in Zusammenarbeit mit meinem Laufradsponsor die Möglichkeit haben, diese Position im Windkanal zu validieren und möglichst noch weiter zu optimieren. Durch diese professionelle Unterstützung hoffe ich, auch auf dem Rad in der kommenden Saison noch die nächsten Optimierungen herauskitzeln zu können.

Auch dieses Jahr setze ich wiederum auf viel Langlauf in der Winterphase. Natürlich ersetzt es nicht die spezifischen Bewegungen von Schwimm, -rad oder –lauftrainings, aber es ermöglicht mir, bereits ohne die Spezifik auf eine gute Fitnessbasis zu kommen, die ich dann im Frühjahr mehr oder weniger leichten mit den gewohnten Trainings weiter aufbauen kann. Und dem Herzen ist es ja letztlich egal, wodurch es zum Pumpen gefordert wird – Springseil, Sackhüpfen, Triathlontraining oder eben Langlauf.

RuediWild

proteindrink_caffelatteDes Weiteren habe ich meine «Folterkammer» im Keller aufgerüstet, mit weiteren Freigewichten und Ausdauergeräten, um auch nach Einbruch der Dunkelheit oder bei wochenlangen Minustemperaturen ohne Ausrede an meiner Form feilen zu können. Wobei, ehrlich gesagt, der Spass hier doch etwas kürzer kommt als in der freien Natur. Bei Einheiten über 2 Stunden gönne ich mir dafür ebenfalls einen Kaffeehalt (ohne Nussgipfel, dafür mit einem Protein Smoothie) oben im Wohnzimmer – damit ich wieder sehen kann bzw. sich der angesammelte Nebel im Keller wieder durch die frische Luft verflüchtigt.

Auf meiner Reise zum ersten Trainingslager im 2017 nach Phuket/Thailand werde ich noch kurz in Dubai Halt machen, um das erste (und zugleich stark besetzte) 70.3-Rennen zu bestreiben. Im Nachhinein mag ich doch etwas zu euphorisch gewesen zu sein bei der Zusage, denn wirklich ausreichend vorbereitet für eine Top-Leistung fühle ich mich noch nicht. Ich habe etwa mehr Zeit auf den Langlaufskiern als auf dem Rennrad verbracht und hoffe deshalb, noch etwas von der letztjährigen Form zehren zu können. Insbesondere, da ich neulich noch krank wurde und fast eine Woche mit dem Training aussetzten musste. Und sollte ich wider Erwarten schon in Top-Form sein, könnte ich auch gleich die Trainingslehre für den Formaufbau auf ein Triathlon-Race umschreiben!

Einen Ausblick auf die kommende Saison mit den sportlichen Zielen werde ich dann in Kürze in einem anderen Bericht verfassen. Sonnige Grüsse aus dem warmen Dubai in die kalte Schweiz!

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