14 Jun

Ein «normaler» Sonntag für Ruedi Wild

Nach seinen beiden zweiten Plätzen am Ironman 70.3 Österreich und in der Schweiz durfte Ruedi Wild beim Ironman 70.3 Italy endlich den grossen Champagner in Empfang nehmen. Wettkämpfe in Italien sind immer eine Geschichte für sich, wie sein Rückblick zeigt…

Ruedi

«Einer der grossen Pluspunkte ist die späte Startzeit am Mittag. Für einmal hiess es also nicht um 4.00 Uhr in der Früh aufstehen, sondern gemütliches Frühstück und nochmals einen extra ‹Espresso doppio› 45 min vor dem Start am Meer. Hört sich doch schon eher nach einem normalen Sonntag an…

Wenige Minuten vor dem Start zog dann die Gewitterfront auf, mit Blitz und Donner sowie starken Windböen, und liess alles davonfliegen, was nicht niet- und nagelfest war. Etwas überraschend liessen sie uns noch schwimmen in der ‹Waschmaschine›, aber nach einigen weiteren Blitzen wurde für die 3000 Altersklasseathleten das Schwimmen vorzeitig gestrichen. Den gut einminütigen Rückstand konnte ich bereits nach wenigen Radkilometern aufholen und mich danach mit zwei weiteren Konkurrenten an der Spitze halten. Ich war überrascht, wie gut erholt ich bereits wieder war vom harten Rennen in Rapperswil letztes Wochenende – etwas, vorüber ich im Vorfeld noch etwas unsicher war. 95 km coupierte und technisch anspruchsvolle Kilometer mit einer harten Pace vergingen bei über 41 km/h Geschwindigkeit wie im Flug und zu viert gingen wir auf die letzten 21 km Laufkilometer. Für einmal ging es taktisch zu und her, wobei die erste Hälfte eher einem Fahrtspiel als einem ein konstanten Wettkampftempo glich. Durch eine weitere Tempoverschärfung konnte ich mich dann aber von meinen Konkurrenten absetzen und einem weiteren schönen Erfolg entgegenlaufen.

Die Saisonbilanz der ersten Hälfte fällt sehr positiv aus – 6 Wettkämpfe, davon 3 Siege und zwei 2. Ränge – von mir aus kann es gerne so weitergehen! Nach der kommenden Übergangszeit mit Wettkämpfen in der Schweiz (meine Premiere an der Cross Triathlon Europameisterschaft: MTB statt Rennrad) und am 70.3 Norwegen Anfangs Juli beginnt dann die spezifische Vorbereitung auf die Saisonhöhepunkte Anfang September in Australien (WM Ironman 70.3) und Oktober auf Hawaii (WM Ironman).»

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