11 Jun

Ein hart erkämpfter 2. Rang overall

Ruedi Wild hat im Vorfeld kein Blatt vor den Mund genommen. Das Ziel des Sponser-Sportlers war klar: «ch wollte meinen Sieg aus dem Vorjahr vor dem Heimpublikum verteidigen!» Eine leichte Enttäuschung kann er deshalb nicht abstreiten. Aber Ruedi ist ein fairer und analytischer Sportmann: «Bereits jetzt, mit etwas Abstand, überwiegt ganz klar die Freude über die starke Leistung. Er war einfach jemand stärker als ich.»

RuediWild

«Normalerweise als «einer unter vielen» am Start, stand ich diesmal in den Tagen vor und am Wettkampftag selber viel stärker unter Beachtung – da sind auch Interviews fünf Minuten vor dem Startschuss nichts aussergewöhnliches. Ich wusste, dass bei dieser Besetzung des Startfeldes die Schwimmleistung vorentscheidend sein würde über den Ausgang des Rennens.

Notabene beim beorderten Schwimmen zur Startlinie ging, wie ich anschliessend gehört habe, aus Versehen der dumpfe, für mich nicht mal hörbare Startschuss ab. Erst als ich dabei von den ersten Athleten überschwommen wurde, wurde mir bewusst, dass das Rennen wohl bereits gestartet war. Meine Taktik war über den Haufen geworfen, bevor es überhaupt richtig losging und ich war bereits unter Zugzwang!

Mit den ersten Verfolgern und einer Minute Rückstand machte ich mich auf die Jagd der drei Führenden (inkl. dem späteren Sieger) auf den hügeligen 90 km rund um Rapperswil. Vorne ging sprichwörtlich die Post ohne mich ab – gerade eben die Rennkonstellation, welche ich unbedingt vermeiden wollte! Mit drei Minuten Rückstand nach einer guten Radleistung konnte ich den Schaden jedoch in Grenzen halten. Mit dem schnellsten Laufsplit konnte ich mich auf dem abschliessenden Halbmarathon noch auf den zweiten Rang nach vorne kämpfen, musste aber dem starken Deutschen Nils Frommhold (aktueller Roth Champion) den Vortritt lassen. Als Trostpflaster gab es dafür einen weiteren Schweizermeistertitel.

Die Ambiance am Heimrennen, mit der tollen Unterstützung vieler Bekannten an Streckenrand, war fantastisch! Schade nur, dass dieses nur einmal im Jahr stattfindet. Es ist wohl an der Zeit, dass ich mir ab nächstem Jahr mit dem Ironman in Zürich noch ein zweites grosses Heimrennen kreiere… Für dieses Jahr jedoch konzentriere ich mich für die Langdistanz auf die WM am Ironman Hawaii im Oktober, wo ich dank meiner komfortablen Ausgangslage keine Quali-Punkte mehr vom Ironman Zürich benötige.»

 

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