07 Mai

Reicht es am Ende doch für die Spiele in Rio?

Ralf Arnold berichtet uns von seiner Teilnahme am Hannover Marathon. Der sehbehinderte Sponser-Sportler lief an der Seite seiner Guides Florian und Matthias in hervorragenden 02:58:59 ins Ziel. Die vom IPC gefoderte Quali-Zeit für Rio hat er damit geschafft. Ob der DBS nun noch nachzieht und Ralf Arnold für Rio aufstellt? Sein Bericht:

Ralf-Arnold

«Am Sonntag, 10. April fand bei bestem Wetter der Hannover Marathon 2016 statt. Dazu reisten wir bereits am Vortag an, um ausgeruht am Sonntagmorgen um 9:00 Uhr am Start stehen zu können. Da die Temperatur bei Verlassen des Hotels bereits bei ca. 9°C lag, entschieden wir uns dazu, den Marathon nur mit Singlet und kurzer Lauftight zu bestreiten. Wie sich während des Laufs herausstellte, die goldrichtige Entscheidung. Durch den strahlenden Sonnenschein erwärmte sich die Luft während des Wettkampfs recht schnell auf angenehme 13-14°C.

In der Startaufstellung bemerkten wir, daß mit dem angekündigten blinden Teilnehmer gar nicht ich, sondern der Kenianer Henry Wanjoike gemeint war. Dieser durfte aus dem Profi-Startblock heraus starten. Ein kleiner Vorteil, denn dort ist das Gedränge nicht so groß wie bei den Amateuren und die Profis sind sehr schnell weg vom Start. Nach dem Startschuß konnten wir jedoch auch recht zügig im gewünschten Tempo loslaufen und verloren nur wenige Sekunden durch das überschaubare Startgetümmel. Auch wenn am Start knapp 2900 Marathonläufer standen, ging es recht gesittet zu auf den ersten Kilometern, bis sich das Feld etwas verteilt hatte und jeder seine gewünschte Pace laufen konnte.

Wir gingen den Wettkampf erst etwas defensiv an, um nicht Gefahr zu laufen, zu überpacen. Nach einigen Kilometern fühlte ich mich dann aber so fit, daß ich das Tempo deutlich steigern konnte, um möglichst bald die gewünschte Durchschnittspace zu erreichen. Dies ging bis kurz nach der Hälfte der Distanz auch recht locker. Mein Guide für die 1. Hälfte des Marathons – Florian Graser – mußte mich eher bremsen als antreiben. Wie wir unterwegs von unserem Trainer Peter Greif erfuhren, war Henry beim Halbmarathonpunkt etwa 2-3 Minuten schneller unterwegs als wir. Dies nahmen wir zwar zur Kenntnis, ließen uns davon aber nicht beeinflussen und liefen unser Tempo weiter. Kurz nach dem Halbmarathonpunkt übernahm dann Matthias Rosenkranz als 2. Guide von Florian, der den Rest der Distanz alleine fertig laufen wollte, um für sich eine schnelle Zeit zu erreichen.
Wenige Kilometer später trafen wir Henry mit seinem Guide auf der Strecke, denn er konnte nur noch gehen. Wir vermuteten, daß er wohl zu schnell angegangen war und dies nun büßen mußte. Im Ziel erhielten wir vom Sprecher die Info, daß Henry aus gesundheitlichen Gründen aufgeben mußte und seine Paralympics Quali zu einem anderen Termin bringen muß.
Leider mußte auch ich später noch das Tempo verringern. Irgendwie lief es ab Kilometer 30 nur noch sehr zäh bei mir. Die Muskeln fühlten sich zwar noch frisch an, aber irgendwie konnte ich nicht mehr so schnell laufen wie zuvor. Es war, als wäre mir die Energie ausgegangen, obwohl ich schon ein großes und ein kleines Gel zu mir genommen hatte. Vielleicht war das aber doch noch etwas zu wenig. So mußte ich nun sukzessive das Tempo immer weiter verringern, obwohl ich mich gefühlt immer mehr anstrengen mußte, um nicht noch langsamer zu laufen. Das Ziel, in einer 2:52er Zeit zu finishen konnte ich somit leider nicht mehr erreichen.

Ralf

Am Ende standen im Ziel 2:58:59 auf der Uhr. Im Ziel angekommen fühlte ich mich einfach nur so platt, daß ich mich nach dem Zielkanal im Finisherbereich auf den Boden setzte und entspannen mußte, bis ich etwas zu trinken bekam und mit einem alkoholfreien Weizenbier etwas Energie erhielt.

Die vom IPC geforderte Qualizeit von 3:00 Std. für Rio hatte ich somit seit London 2015 bereits das 2. Mal unterboten. Allerdings reicht dies aktuell noch nicht, um sich für Deutschland zu qualifizieren. Bislang fordert der DBS eine Qualizeit von 2:35:05, um sich in den Klassen T11 und T12 (Sehbehinderungen) für Rio zu qualifizieren. Eine Zeit, die etwa 9 min. schneller ist als die Weltbestzeit der Klasse T11 (meiner Klasse) 2015. Deshalb bin ich aktuell noch in Verhandlungen mit dem DBS, um die Qualizeit auf einen realistisch erreichbaren Wert anzupassen.»

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