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05 Dez

Sieg an der Challenge Phuket 2015 in Thailand!

Nach einer starken Leistung in einem Weltklassefeld konnte Ruedi Wild seinen Titel bei der Challenge Phuket aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Allerdings blieb es dem Sponser-Sportler verwehrt, mit einem Baby-Elefanten einzulaufen. Aber ein weiterer Titel in seiner Sammlung macht den Schaden schnell wett. Sein Rennbericht:

Zieleinlauf

«Einige Wochen sind seit der WM Ende August vergangen, und es scheint, dass mir die mentale Wettkampfpause sehr gut getan hat. Bereits beim Blick auf die Startliste wurde mir bewusst, dass nur bei einer absoluten Topleistung Chancen auf das Podium oder gar den Sieg bestünden. Ausser der WM war dies mit Bestimmtheit eines der stärksten Profistartfelder in diesem Jahr – anscheinend hat sich die schöne Wettkampfstätte mittlerweile breit herumgesprochen, wobei ich selber sicherlich auch nicht ganz unschuldig bin.

Ich wusste, dass meine Erfahrung auf dieser anspruchsvollen Strecke sicherlich ein Vorteil sein würde und ich diese unbedingt nutzen musste. Schwimmen zuerst Meer, danach in Süsswasser, eine technische Radstrecke mit sehr steilen (bis 22% Gefälle!) Aufstiegen und Abfahrten sowie streunenden Hunden, Hühnern, Eseln oder auch Ochsen, die immer mal wieder die Strasse überqueren – dies alles bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen weit jenseits der 30 Grad Marke!

Der Schwimmauftakt gelang mit ideal und mit 9 weiteren Konkurrenten konnte ich die 90 km auf dem Rad von der Spitze aus in Angriff nehmen. Unter dem horrenden Tempo (Gesamtschnitt weit jenseits von 40 km/h) und wegen der vielen technischen Passagen verkleinerte sich die Gruppe zusehends. Nicht wenige (top) Athleten landeten auch in den Büschen oder auf dem harten Asphalt. Es galt also, das Risiko entsprechend zu kalkulieren und ständig voll fokussiert zu sein. In idealer Ausgangslage kam ich auf den abschliessenden Halbmarathon, wo ich mich wohlwissend zunächst noch etwas zurückhielt, während einige Konkurrenten wohl etwas zu motiviert losliefen. Zu viele Male schon habe ich hier selber erlebt, wie einer nach dem anderen auf der zweiten Hälfte den Extrembedingungen Tribut zollen musste, weil er sich nicht genügend mit Schwämmen, Eis etc. runtergekühlt oder zu wenig getrunken hatte – während ich dieses Mal bis zu zwei Liter Flüssigkeit pro Stunde zu mir nahm! Ich konnte mein Tempo ständig erhöhen und auf der zweiten Hälfte die Führung übernehmen, welche ich erfolgreich bis ins Ziel verteidigen konnte. Ein weiterer schöner und wertvoller Sieg wurde Tatsache! Und da meine Kollegin und Trainingspartnerin Simone Brändli ebenfalls bei den Damen gewinnen konnte, war Phuket an diesem einen Tag fest in Schweizer Händen!

Bald geht es weiter nach Bahrain/Arabien zum letzten Wettkampf, wo ich nächstes Wochenende die Saison abschliessen werde, bevor ich mich anschliessend nach einem weiteren erfolgreichen Jahr  in die wohlverdiente Trainingspause verabschiede.»

Run

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