07 Nov

Wüstenlauf mit Rückschlägen

Sponser-Sportler Stefan Jung (35) hat sich mit einer Teilnahme am Atacama Crossing 2015 einen grossen Traum erfüllt: 250 km durch die trockenste Wüste der Welt laufen. Doch leider hat eine Verletzung den Extremläufer aus Bayern ausgebremst, bevor das Abenteuer so richtig an Fahrt aufgenommen hatte. Stefan Jung ist jedoch Sportsmann genug, um diesen Rückschlag als Chance zu sehen. Sein Bericht:

Stefan-Jung

«Beim Atacama Crossing handelt es sich um einen sechstägigen Lauf über 250 km durch die trockenste Wüste der Welt, die Atacama in Chile. Die Sportler sind dabei verpflichtet, alles Notwendige für die sechs Tage im Rucksack mitzuführen. Am 3. Oktober 2015 bekamen wir das erste wichtige Briefing. Danach ging es mit Bussen raus in das erste Camp. Am 4. Oktober morgens um 8 Uhr fiel der Startschuss zur ersten von sechs Etappen. 36,1 km standen auf dem Tacho und mit 4:43 Std überquerte ich als 13. die Ziellinie an diesem Tag. Mit der guten Ausgangsposition steckte ich mir neue Ziele: eine Top 10 Platzierung sollte es am Ende werden. Mit nur 7 min Rückstand ein sehr realistischer Wunsch in meinen Augen.

AtacamaCrossing

So ging es zur 2. Etappen. Mit 44 km war sie ein wenig länger als die erste Etappe. Ich fand schnell meinen Rhythmus und so war ich auch unter den Top 10 bis zum ersten Checkpoint. Alles fühlte sich gut an. Dann musste ich eine Toilettenpause wahrnehmen und verlor den Anschluss zu den ersten zehn Läufern. Ich wußte aber, dass meine Stärke – das Bergauflaufen – noch anstand. Am Berg versuchte ich, die entstandene Lücke so gut wie es ging zu schließen. Es gelang mir, bis auf ca. 200 m ranzukommen. Den Blick auf die vorangehende Gruppe geheftet, übersah ich ein paar lose Steine. Ich knickte ein paar Mal kurz hintereinander auf solchen Steinen um.

StefanJungSpäter in der Sanddüne realisierte ich, dass der Fuss anschwoll und der Platz im Schuh enger wurde. Am Checkpoint fragte ich nach Eisspray, welches nicht vorhanden war. Also versuchte ich, weitere 10-11 km zum nächsten Checkpoint zu kommen. Die Gruppe vor mir war schon lange enteilt, während ich versuchte, in einen Laufschritt zu wechseln. Dabei musste ich einsehen, dass meine Verletzung etwas ernster zu nehmen ist. Es war nur Wandern möglich!

Überlegungen ans Aufgeben machten sich erstmals im Kopf breit. Am Checkpoint 3 angekommen, wurde ich mittlerweile auf Platz 22 durchgereicht. Eine Ärztin am Checkpoint tapte mir meinen Fuß, damit ich im Rennen bleiben konnte. Ich versuchte es weiter, doch ohne Erfolg. Die bittere Entscheidung war somit klar: Ich gab meine Nummer am Checkpoint 3 ab; und damit war das Rennen für mich gelaufen. Die Enttäuschung war natürlich riesengroß! All die harte Arbeit mit der Vorbereitung quasi umsonst!

Ich blieb bis zum Schluss in der Wüste und machte mir meine Gedanken. Gedanken an zu Hause und natürlich über mein Ausscheiden. Auch versuchte ich Sportsmann zu sein und half an den Checkpoints bzw. feuerte die anderen Läufer an. Auch wenn ich verletzt aufgeben musste: Das Atacama Crossing ist ein wunderschönes Abenteuer durch eine wunderschöne Landschaft. Der Organisator 4Deserts/RacingthePlanet arbeitet sehr professionell und mit viel Erfahrung. Für mich heißt es jetzt: Gesund werden und mein neues Ziel nicht aus den Augen zu verlieren!»

StefanJung-AtacamaCrossing

Copyright aller Bilder: Atacama Crossing / 4 Deserts

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