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29 Nov

«Elefant ist nicht gleich Elefant»

Sponser-Sportlerin Simone Brändli hatte am Laguna Phuket Triathlon einen klaren Vorsatz vor Augen: Zieleinlauf mit dem legendären Elefanten! Aus Gründen des Tierschutzes musste sie am Ende mit einem Plüsch-Elefanten einlaufen – was ihrem Gesamtsieg bei den Frauen aber keineswegs Abbruch tat. Ihr Race-Bericht:

Simone-Braendli

«Hätte ich gewusst, dass des Tierschutzes wegen kein echter Elefant mehr auf der Zielgeraden stehen wird, wäre es (noch) schwieriger gewesen, so hart um den Sieg zu kämpfen. Aber beginnen wir mal von Vorne. Der Laguna Phuket Triathlon über 1,9 km Schwimmen, 55 km Radfahren und 12 km Laufen ist legendär. Er findet bereits seit 22 Jahren statt und die Siegernamen der vergangenen Jahre lassen sich sehen. Viele grosse Athleten standen hier bereits auf dem Podest, unabhängig von fehlendem Preisgeld und ungewohnter Distanz.

SimoneBraendliIch konnte beim Schwimmen bereits nach wenigen Metern die Führung übernehmen, sehr ungewohnt für mich als «Langsamstarterin». Ich merkte schnell weshalb: Eine als Favoritin gehandelte Weltcup-Triathletin taktierte von Beginn weg und verliess meine Füsse keine Sekunde, profitierte vom sog. Wasserschatten. Dementsprechend langsam und kräftesparend schwamm ich voraus, denn es geht nicht um die schnellste Schwimmzeit, sondern um den Rang am Ende des Triathlons. Wir bummelten also durch das Meer, über den Landgang in die Süsswasserlagune und dann ging es erst los. Auf der Radstrecke konnte ich von meinem antrainierten Tempo (HIT-Trainings sei Dank) und dem technisch konzentrierten Fahrstil mit dem Strassenrad (alle anderen Profi-Ahtleten bevorzugten ein Zeitfahrrad) profitieren und immerhin fast zwei Minuten auf meine Konkurrentin herausfahren. Auf der kurzen Laufstrecke war ich jedoch gefordert, hefteten sich doch ein paar schnelle Kurzdistanzlerinnen an meine Fersen, und ich wusste nicht, ob ich das hohe Tempo mithalten kann. Die Führung musste ich am Ende keine Sekunde abgeben, und ich konnte mich am Schluss gar mit über vier Minuten Vorsprung als Siegerin feiern lassen.

Der Zieleinlauf war wirklich schön, mit meinem Motivationssong «you can get it if you really want, but you must try, try and try» aus den Lautsprechern untermauert und viel Medienpräsenz. Nur leider nützte auch mein Rumbummeln vor dem Überqueren der Ziellinie nichts, der Babyelefant zeigte sich nirgends. Etwas enttäuscht sah ich stattdessen einen Plüsch-Elefanten, der mit mir einlief. Das Strahlen liess ich mir nicht nehmen und so freute ich mich mit dem menschlichen Stoffelefanten über den nun 5. Sieg in diesem Jahr.

Das Tüpfelchen auf dem «i» setzte mein Teamkollege Michi Raelert, der bei den Männern gewann, und Trainings- und Sponser-Kollege Ruedi Wild, welcher sich den zweiten Platz sicherte. Und last but not least mein Mann Reto, welcher mit nur einem Overall-Rang hinter mir als schnellster seiner Kategorie über die Ziellinie lief. Ein 100% gelungener Tag also!»

Podest

Fotos:Laguna Phuket

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