17 Nov

«Für einige unserer Athleten sind die Paralympics in Rio ein grosses Ziel!»

Neu im Kreise der Sponser-Sportler begrüssen wir das TetraTeam aus Deutschland, welches mit dem Ziel gegründet wurde, Tetraplegikern – also hochgelähmten Menschen – die Faszination des Handbikens näherzubringen. Team-Mediensprecher Stefan Kretzschmar erzählt uns vom Spirit im Team und berichtet von herausragenden sportlichen Leistungen einzelner Teamfahrer.

Teambild

Stefan, kannst Du uns ein paar Hintergründe zum TetraTeam geben?

Das TetraTeam wurde 2009 von Jürgen Winkler und Bernd Jost gegründet. Es stellt den weltweit einzigen Zusammenschluss von so genannten Tetraplegikern dar, mit dem Ziel, auch hochgelähmten Menschen die Faszination des Handbikens näher zu bringen. Als Tetraplegiker oder kurz Tetras werden Personen bezeichnet, bei denen vier (griechisch tetra = vier) Gliedmaßen, also Arme und Beine von einer Querschnittlähmung betroffen sind. Unsere Mitglieder kommen aus allen Teilen Deutschlands. Mitglieder aus anderen Ländern wären aber natürlich auch willkommen. Aus der rein sportlichen Motivation ist mittlerweile aber noch viel mehr entstanden!
Die einzelnen Teammitglieder haben gelernt, trotz ihrer persönlichen Einschränkungen im Leben zu bestehen und geben mittlerweile ihre Erfahrungen zu Fragen über den Sport aber auch über den ganz normalen Alltag im Rollstuhl mit Begeisterung an Betroffene, Angehörige und Therapeuten weiter. Es gibt u. a. Vorträge vom TetraTeam und auch auf unserer Homepage findet man viele Tipps und Tricks, oder auch eine eigene Videothek zu den unterschiedlichsten Themen.

Welches sind die grössten Erfolge, die Eure Athleten bwz. das Team als Ganzes verbuchen konnte?

Unsere Teammitglieder starten bei vielen Handbike-Rennen überall auf der Welt. Außerdem wird regelmäßig durch eigene Aktionen auf das Leben mit Tetraplegie aufmerksam gemacht. 2009 sind Jürgen und Bernd beispielsweise 300 km ohne Unterbrechung mit ihren Handbikes um den Vätternsee in Schweden gefahren. Außerdem fuhren einige Teammitglieder im Jahr 2011 über 1000 km quer durch Deutschland. Und 2013 hat eine Gruppe die «Sella Ronda» mit ca. 60 km bei 2000 Hm am Stück absolviert.

StefanWenn sich das Handbike-Team auf Eurer Webseite www.das-tetrateam.de anschaut, hat man den Eindruck, Ihr seid hochambitionierte, professionelle Wettkampfathleten. Seid Ihr Leistungssportler oder gehen einige von Euch auch noch einer anderen Tätigkeit nach?

Um solche Leistungen trotz der hohen körperlichen Einschränkungen realisieren zu können, bedarf es natürlich auch leistungsorientiertem und zeitaufwendigem Trainings. Dennoch sind viele Teammitglieder berufstätig. Ich arbeite z.B. vier Stunden täglich im Büro einer großen Maschinenbau-Firma.

Worin liegt die ganz besondere Herausforderung für einen Tetraplegiker als Handbike-Athleten im Wettkampf?

Handbikerennen sind von ihrer Charakteristik her vergleichbar mit normalen Radrennen. Es wird bis kurz vor dem Ziel in unterschiedlichen Gruppen unter Nutzung des Windschattens gefahren. Aufgrund des hohen Handicaps sind Tetraplegiker mit ihren Marathonzeiten nicht mit den super schnellen Handbikern vergleichbar, die z. B. 100% ihrer Oberkörper- und die Rumpfmuskulatur einsetzen können. Eine Gruppe kommt fast nie zustande. Deshalb haben es gerade die Tetras doppelt schwer. Meist fährt jeder ganz allein. Oft benötigen wir Tetras die doppelte Zeit wie die ganz schnellen Paraplegiker. Zuschauern, die mit dem Thema nicht so vertraut sind, fällt es dann natürlich schwer, unsere Leistungen richtig zu würdigen.

Welche wichtigen Wettkämpfe stehen für Euch in der kommenden Saison an? Sind die Paralympics in Rio 2016 ein Thema?

Für 2016 hat jedes Teammitglied so seine eigenen Ziele. Viele möchten bei den zwei großen deutschen Handbikeserien, der NHC und der HT, starten. Außerdem versuchen einige, sich über Europa- bzw. Weltcup-Rennen noch für die Paralympics in Rio zu qualifizieren. Als Vorbereitung wird es außerdem mindestens zwei gemeinsame Team-Trainingslager geben. Geplant ist auch eine neue spektakuläre gemeinschaftliche Tetrateam-Aktion.

Müssen Eure Handbikes eigentlich vor einem Wettkampf irgendwie «abgenommen» oder bewilligt werden? Auf den Bildern sieht jedes Handbike ein wenig anders aus. Ist das zulässig?

Auch im Handbikesport kommt man nicht ohne Regeln aus. Die unterschiedlichen Bikes, welche schon mal über 10.000,- EURO kosten können, werden auf die persönlichen Voraussetzungen jedes Sportlers angepasst. Die Position im Handbike ist bei den meisten Tetraplegikern meist etwas höher. Aufgrund der fehlenden Fingerfunktionen benutzen wir Tetras Handorthesen, die formschlüssig mit den Kurbeln verbunden sind. Geschaltet wird dann oft mit den Ellenbogen bzw. neuerdings auch mit seitlichen Kopfbewegungen.

TetraTeam

Wie verpflegt Ihr Euch während der Wettkämpfe und im Training? Ihr braucht die Hände ja zum Bedienen der Handbikes…

Wegen der meist fehlenden Greiffunktion ist es für uns Tetraplegiker schwierig, sich konventionell mit Energie-Riegeln oder Gels zu ernähren. Deswegen hat gerade die Nahrungsaufnahme über Getränke eine sehr große Bedeutung für uns. Speziell angepasste Trinksysteme ermöglichen eine kontinuierliche Nahrungsaufnahme ausschließlich über Getränke ohne Unterbrechung der Kurbelbewegung.

Long EnergyHabt Ihr Lieblingsprodukte von Sponser?

Besonders das Long Energy mit 10% Protein ist als Getränk während der Handbikerennen bei uns besonders beliebt. Auch mögen viele das Pre & After-Getränk im Tetrapak, vor Allem wegen dem einfachen Handling. Ich bin außerdem begeistert vom Sponser Porridge als Frühstück vor den Rennen. Das schmeckt gut und ist sehr bekömmlich.

Euer Team hat auch eine sehr lebendige Facebook-Seite. Wer kümmert sich darum?

Wegen der großen Entfernungen kommunizieren wir oft per E-mail, Whatsapp oder Facebook. Im Tetrateam haben wir die einzelnen Aufgaben unter den Mitgliedern aufgeteilt. Doch gerade auf Facebook gibt es Beiträge von vielen Mitgliedern. Hier findet oft ein reger Erfahrungsaustausch statt. Der Austausch von Informationen zu den unterschiedlichsten Themen ist für alle Teammitglieder sehr wichtig und bringt uns alle gemeinsam immer weiter voran.

Fotos: ZVG TetraTeam

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