29 Sep

«Retter in der Not: High Energy Bar im Velopneu hält Defekt ab!»

Sponser-Sportler Benno Heussi hat beim Bike-Etappenrennen durch das Wallis teilgenommen. Obwohl es zwischendurch hart wurde, hat der Biker das Swiss Epic gemeinsam mit seinem Partner Oli über alles genossen, wie sein Bericht zeigt. Aus Sponser-Sicht überrascht vor allem die Tatsache, dass High Energy Bars auch zum Flicken von defekten Velopneus verwendet werden können!

Benno und Oli

«Mit dem Swiss Epic stand mein ganz grosser Saisonhöhepunkt an. Zum ersten Mal ein Mehretappenrennen und dazu gemäss Ausschreibung das härteste in ganz Europa! Zu einer grossen Vorfreude mischte sich eine ganze Portion grosser Respekt vor diesem Abenteuer. Mit Oliver Schär hatte ich zudem einen erfahrenen Partner an der Seite, welcher ich schon lange kenne. Für solche Etappenrennen ist dies wichtig, gerade in Stresssituationen muss man sich auf den Partner verlassen können.

Bei der Anreise ins Wallis lernten wir die ungemütliche Seite der schroffen und steilen Berglandschaft kennen- 5 Grad und Regen sind nicht unbedingt ideale Bedingungen für das Absolvieren eines der härtesten Mehretappenrennen. Doch wir hatten die ganze Woche Wetterglück und angenehme herbstliche Temperaturen.

Day 1: Prolog
Der erste Renntag wurde in Form eines Zeitfahrens auf einer 16 km langen Strecke um Verbier ausgetragen. Wir konnten schon früh in dieses Rennen starten und spätestens, als wir uns auf der Rampe beim Scott-Truck bereit machten, begann das Rennadrenalin zu fliessen. Wir fanden schnell einen guten Rhythmus bergauf und wurden nur kurz durch einen Sturz von Oli auf einem technischen Höhenweg gebremst. In den folgenden Abfahrten konnten wir unsere Fullys mit 120 mm Federweg richtig ausnützen und Zeit gut machen. Die Schlussabfahrt führte über eine Downhillstrecke, welche mächtig Spass machte! Wie in einem Rausch fuhren wir dort bergab und klassierten uns nach dem ersten Tag im guten 23. Rang. Da über 20 UCI Teams gemeldet waren eine sehr starke Leistung.

Benno

Day 2: 1. Etappe
Die erste Etappe führte von Verbier nach Leukerbad über 95 km mit 3100 Hm. Ich fühlte mich im ersten langen Anstieg richtig gut und konnte in der Verfolgergruppe ein gutes Tempo vorgeben. Oli blieb dran und wir stachen gemeinsam in die erste lange Abfahrt. Die Abfahrt war schon richtig technisch anspruchsvoll, aber unglaublich cool zu fahren. Nach der ersten Service Station führte die Strecke mehrere Kilometer durch die Weinberghänge sowie Trails entlang der Suonen. Dank guter Verpflegung durch Sponser Sport Food und einem geschickten Einteilen der Kräfte erreichten wir wiederum den 23. Rang in der Kategorie Men. Bereits nach diesem ersten langen Tag war mir klar, dass dies ein spezielles Rennen ist. Noch nie bin ich auf einer solchen Strecke ein Bikerennen gefahren. Die unzähligen Trails, die Aussicht, die schwierigen Passagen und die langen Anstiege sind wirklich «episch» und mit dem Credo 2016er Racefully mit über 120 mm Federweg aber auch extrem spassig. Dank der guten Organisation genossen wir nach dem Duschen jeweils eine tolle Massage im Perskindol Zelt, anschliessend konnten wir bereits im Zielgelände essen und wichtige Kohlenhydrate zuführen.

Day 3: 2. Etappe
Die 2. Etappe führte über eine grosse Runde von Leukerbad Richtung Goppenstein und anschliessend wieder zurück nach Leukerbad. Mit 63 km und 3000 Hm war die Etappe eher kurz, dafür gab es viele Höhenmeter auf steilen Aufstiegen zu klettern. Im Mittelteil erlebte ich meine erste Krise, erholte mich aber gegen Ende der Etappe wieder. Auf dieser Etappe machte mir meine Sehnen im hinteren Oberschenkel zu schaffen, doch die Perskindol Physios machten einen super Job im Anschluss der Rennen. Wir beendeten die Etappe wiederum im sehr soliden 23. Rang.

Day 4: 3. Etappe
Die dritte Etappe führte von Leukerbad nach Grächen über 93 km mit 3100 Hm. Dabei galt es im Bereich Visperterminen einen Anstieg von 1600 Hm zu überwinden, hinzu kam ein 1000 Hm Schlussaufstieg nach Grächen. Mental hatte ich am Morgen dieser Etappe am meisten zu kämpfen, doch der super Trail durch den Leukerwald mit einer abschliessenden Serpentinenabfahrt hinter der Worldcupsiegerin Annika Langvad zauberte wieder ein Lächeln auf das Gesicht. Im Anschluss folgte eine sehr lange Flachpassage entlang der Rhone in Richtung Visp. Mit Mathias und Pascal sowie dem Specialized Women Team konnten wir uns in der Fläche mit der Führungsarbeit im Gegenwind aufteilen. Es kamen noch weitere UCI Teams, welche Defekte erlitten, hinzu und das Tempo war danach horrend. Während wir die Flaschen auffüllten in der ersten Service Station, bekamen die UCI Teams Flaschen gereicht. Mit einem Kraftakt konnten wir die Lücke wieder schliessen. Danach begann der lange Anstieg und meine Sehnen machten sich bereits bemerkbar, wir mussten Tempo raus nehmen. Dazu kam, dass mein Hinterbau des Bikes Spiel bekam. Wir mussten stoppen und es zogen einige Teams vorbei. Nach ca. 5 weiteren Minuten zog es mit einem Knall auch Olis Luft aus seinem Hinterrad. Der Reifen war aufgeschlitzt und das Tubelessventil von der Dichtmilch verklebt. Mit einem Kraftakt schafften wir es, das Ventil raus zu drücken und einen Schlauch einzuziehen. Als Schutz legten wir einen Sponser High Energy Bar komplett in die Seitenwand des Pneus und nahmen die lange Abfahrt in Angriff. Ich traute meinen Augen kaum, wie super diese Abfahrt wiederum war, nach einer gefühlten Ewigkeit brannten auch die Arme, aber unsere Motivation kam zurück und im Schlussaufstieg konnten wir wieder viele Teams überholen. Die Aussage eines Deutschen «Transalp das ist Kindergeburtstag» zeigte, wie hart dieses Rennen wirklich ist. Mit dem 27. Rang im Etappenklassement konnten wir den Schaden einigermassen in Grenzen halten, rutschten aber auf Platz 24 in der Gesamtwertung ab.

Zieleinfahrt

Day 5: 4. Etappe
Die vierte Etappe führte uns von Grächen ins Saastal und wieder zurück nach Grächen. Mit 88 km und 3300 Hm die Königsetappe. Das Aufstehen fiel immer schwerer, doch wir nahmen dies mit Humor, schliesslich geht es allen anderen Fahrern gleich. Nach einem kurzen steilen Aufstieg folgte eine technische Abfahrt welche sehr rutschig war. Bei einer Unachtsamkeit stürzte ich auf beide Knie, schnell war ich aber wieder im Sattel. Erst ganz unten merkte ich, dass sich mein Wechselauge verbogen hatte und ich nicht mehr richtig schalten konnte. Oli versuchte, den Wechsler in Position zu biegen. Ab da hatte ich zwar nicht mehr alle Gänge auf der Kassette zur Verfügung, doch da ich eine Zweifachkurbel fuhr, konnte ich dies mehrheitlich ausgleichen. Von da an überlegte ich mir jeden Schaltvorgang damit nicht noch mehr Schaden angerichtet wird. Wir zeigten beide an diesem Tag eine sehr gute Leistung und schafften mit dem 21. Rang unser Bestresultat. In der Gesamtwertung machten wir zwei Plätze gut. Auch heute hatten wir ein paar brenzlige Minuten mit dem verbogenen Schaltauge, auch heute blieb vor allem Oli cool, was ich sehr schätzte. Der 21. Rang im Gesamtklassement war nur noch 4 Minuten entfernt was unser Ziel für den Schlusstag war.

Day 6: 5. Etappe
Die 5. Etappe führte von Grächen ins Endziel nach Zermatt. Mit 60 km und 2400 Hm war sie die kürzeste, aber sie durfte keineswegs unterschätzt werden. Wir beide konzentrierten uns noch einmal und zapften die letzten Reserven an. Im Startaufstieg fuhren wir bereits offensiv und konnten uns dem Leaderteam der Frauen Topeak mit Adelheid Morath und Sally Bigham anschliessen. Diese fuhren während der ganzen Woche extrem stark und das zeigte sich auch an diesem Tag. Vor allem Mental war diese Etappe sehr hart, man befand sich kurz vor dem Ziel nach unzähligen Rennstuden und wollte diese Ausgangslage nicht mehr vergeben. Der nächste lange Anstieg führte hinauf zur Sunnegga. Dort erblickte man zum ersten Mal das Matterhorn – ein weiterer epischer Moment. Die grandiose Kulisse und das Wissen, dass das Rennen nicht mehr sehr lange dauerte, setzten bei mir Kräfte frei. Die technische Abfahrt konnte ich geniessen und im Schlussaufstieg zur Hängebrücke fühlte ich mich im Gegensatz zu Oli wieder super. Wir meisterten auch die Schlussabfahrt problemlos und bogen nach über 27 Rennstunden überglücklich ins Ziel nach Zermatt ein. Mit diesem starken Renntag verbesserten wir uns noch auf Rang 21 in der Gesamtwertung. Blendet man die UCI Elite Team aus wäre es für uns ein 7. Rang. Damit waren wir beide hochzufrieden und extrem glücklich.

Es war sprichwörtlich eine epische harte Woche mit stundenlangen Aufstiegen, welche mit den genialsten Trails, die ich in meinem Leben gefahren bin, entschädigt wurden. Die atemberaubende Kulisse mit den Walliser Alpen trug dazu bei. Vielen herzlichen Dank an alle, die uns auf diesem Weg unterstützt haben. Ganz besonders danken möchte ich Marco Woecke von Credo Bikes für das sensationelle 2016er Fully. Ein weiterer grosser Dank geht an Christian Amstutz von Sponser Sport Food. Sein Ernährungskonzept, welches er mit mir in der Vorwoche besprochen hatte, ging voll auf. Ohne Benzin im Tank läuft an einem solchen Rennen nichts und die Nahrungsaufnahme / Energiezufuhr ist eminent wichtig.
Es war das mit Abstand grösste Erlebnis in meinem Leben; das Leiden, die super Abfahrten, die perfekte Organisation und die Kulisse machten es zu einer unvergesslichen Woche. Abgerundet wurde sie mit der Finisherparty in Zermatt – wo sich wieder zeigte, wie cool der Bikezirkus wirklich ist! Schön darf ich dazugehören, ich schätze dies sehr. Danke Oli, für diese super Woche!»

Teambild

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