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01 Jun

«Vor dem Start gibts Schokolade»

In der Serie «Die letzten Stunden vor dem Start» erklären Sportler, die Sponser-Produkte mögen, wie sie die letzten Stunden vor einem Wettkampf-Start verbringen. Heute: der junge Schweizer Triathlet Adrien Briffod (20) aus Saint-Légier, der an den letzten Triathlon-Europameisterschaften auf Anhieb 13. wurde.

Adrien-Briffod

Adrien, kannst Du uns in groben Zügen erklären, wie bei Dir die letzten vier Stunden vor dem Wettkampf-Start an der WM aussehen?

Am Morgen eines Wettkampfs absolviere ich ein kleines Footing von rund 20 Minuten, bevor es ans Frühstücken geht. Das nehme ich jeweils drei bis vier Stunden vor dem Start ein. Wenn ich dann vor Ort im Wettkampfgelände bin, prüfe ich nach dem Check-In nochmals sorgfältig mein ganzes Material, bevor ich ein wenig mit meinen Konkurrenten plaudere und scherze. Danach geht es ans Aufwärmen: Ich laufe rund 30 Minuten und baue da auch immer Steigerungsläufe ein. Nach einer kurzen Taktik-Besprechung mit meinem Trainer, schwimme ich mich 10 Minuten ein, um ein Gefühl für das Gewässer und die Strömungen zu erhalten. Und dann geht es auch schon bald los – Zeit, sich am Start aufzustellen.

Wie ernährst Du Dich in den letzten paar Tagen vor dem Wettkampf? Gibt es Dinge oder Produkte, die für Dich in dieser Zeit auf keinen Fall auf dem Menüplan fehlen dürfen?

Häufig esse ich in den Tagen vor dem Wettkampf Reis oder Pasta mit Eiern und Schinken. Rund eine halbe Stunde vor dem Start gibt es dann nochmals einen Riegel oder einen Gel und drei bis vier Carrés Schokolade. Aber ich muss gestehen, falls das mit der Schokolade mal nicht klappt, dann ist es auch kein Drama.

Adrien.Briffod

Was würdest Du nie vor einem Wettkampf zu Dir nehmen?

Fettige Produkte oder alles, was schwer verdaulich ist. Aber eigentlich bin ich nicht so heikel.

Hast Du in der unmittelbaren Vorbereitung auf einen Wettkampf-Start auch schon mal richtig «Mist gebaut», über den Du Dich hinterher geärgert hast?

Ich habe einmal vergessen, meinen Fahrrad-Sattel fest anzuziehen. Gegen Ende des Wettkampfs löste er sich ein wenig, was ziemlich unangenehm war, mir aber zum Glück keine Plätze gekostet hat.

Macht Dir die Nervosität vor wichtigen Kämpfen zu schaffen? Wie gehst Du damit um?

Ja, ich bin immer ein wenig nervös vor dem Start. Aber das geht fast allen so. Um mich zu entspannen, scherze ich immer mit meinen Konkurrenten, das lockert mich. Im Moment des Starts bin ich dann ganz bei mir und konzentriere mich auf mein Rennen.

Hast Du ein bestimmtes Ritual, das vor einem wichtigen Wettkampf zum Einsatz kommt? Oder einen Glücksbringer, der immer dabei sein muss?

Nicht wirklich. Ich habe zwei, drei kleine Ticks, die ich immer anwende, aber davon bin ich nicht abhängig.

Adrien Briffod

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