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27 Aug

Je extremer, desto lieber

Stefan Jung ist keiner, dem es schnell langweilig wird. Anfang 2014 hat der deutsche Ultraläufer den 220 km langen Dschungel-Lauf The Coastal Challenge in Costa Rica gefinisht. Nun hat er bereits neue Heldentaten im Visier. Noch extremer, noch spektakulärer! Am 14. November 2014 startet der Sponser-Sportler zum «Desert Ultra» in Namibia. Ein Wüstenlauf über 250 km in fünf Tagen, self supported. Was das bedeutet, erklärt Stefan Jung im Interview.

Stefan-Jung

Stefan, warum gerade ein Wüstenlauf in Namibia? War die Coastal Challenge nicht extrem genug?!

Costa Rica war ein tolles Erlebnis für mich und regte mich viel zum Nachdenken an. Nach einer langen Zeit wieder zu Hause, verspürte ich wieder das Verlangen nach einem Abenteuer. Ich holte eine Liste mit den Ländern raus, die ich gerne zu Fuß erkunden wollte. Diese habe ich mir irgendwann einmal erstellt. Für mich mußte eine komplette neue Erfahrung her. Wüste ist der krasse Gegensatz vom Dschungel im Bezug auf Extremitäten. Es erwartet einen ebenfalls Hitze, aber geringere Luftfeuchtigkeit und eine andere Tierwelt. Ich finde es spannend, als Eindringling in eine Natur zu kommen, die sich von selbst regelt. Es gefällt mir, mit der Natur zu laufen und seinem Körper alles abzuverlangen. Zu sehen, was der Körper im Stande ist zu leisten, ist immer wieder spannend anzuschauen.

Pressebild Ultra Desert

Wie lange wirst Du laufen?

Es ist ein Etappenlauf über 250 km. Aufgeteilt in 5 Etappen. Diese sind 43 km, 55 km, 37 km, 100 km und 15 km lang. Start zur 1. Etappe wird am 14. November 2014 sein. Gestellt wird nur Wasser und ein Zelt in den Camps bzw. Checkpoints. Die komplette Ausrüstung für das ganze Rennen ist im Rucksack mit zu führen.

Wo liegen die ganz besonderen Gefahren und Herausforderungen beim Desert Ultra?

Wüste ist es bekanntlich heiß und sehr trocken. Natürliche Gefahren gibt es bei jedem Lauf. Man kann sich verlaufen. Die Tiere, die es dort gibt, sind auch mit Vorsicht zu genießen (z. B. Schlangen, Skorpione, etc.). Extreme Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht machen die Sache nicht leichter. Die Herausforderungen liegen aber am Ende alleine darin, ob ich mental und körperlich in der Lage bin, diese zu bestehen.

Trainierst Du weiterhin in der Sauna oder hast Du Dir andere Besonderheiten ausgedacht?!

Mein Krafttraining mache ich bei Sportmed Saar am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. Dort ist auch eine Sauna, in der ich zwei Mal pro Woche trainiere. Momentan laufe ich wieder viel und mache Krafttraining, um meine Rumpfmuskulatur zu stärken, da der Rucksack mit der Zeit schwer wird. Des Weiteren mache ich einmal pro Woche eine Ausgleichsportart wie Schwimmen oder Radfahren, um einfach ein wenig Abwechslung in das Training mit reinzubringen.

Stefan Jung beim Training

Nachwort der Redaktion: In der Zwischenzeit wurde der Lauf aufgrund der Ebola-Seuche abgesagt.

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