02 Jun

«Der EM-Marathon in Zürich ist mein Saison-Höhepunkt»

Der Schweizer Marathon-Läufer Michael Ott wurde zeitgleich mit anderen erfolgreichen Sponser-Sportlern (Tadesse Abraham, Christian Kreienbühl, Nicola Spirig, Martina Strähl, Léa Sprunger u.a.) für die Leichtathletik-EM 2014 in Zürich nominiert. Bevor es am 17. August zum Saison-Höhepunkt über 42,195 km kommt, wollten wir von Michael Ott (LAC TV Unterstrass) hören, ob alles nach Fahrplan läuft.

Michael Ott by Zuerich Marathon 2011

Michael, hat sich Deine Motivation seit der offiziellen EM-Nominierung merklich geändert? Oder war es für Dich keine Überraschung, dass Du nominiert worden bist?

Ohne der nötigen Motivation wäre ich gar nicht so weit gekommen, insofern hat sich nichts geändert. Allerdings ist es eine Erleichterung, die EM-Nominierung schwarz auf weiss zu haben, auch wenn sie mit meiner Selektionszeit von 2:16.53 nicht überraschend kam.

Wie sieht Dein Trainingsfahrplan bis zur EM grob aus?

Ich habe das Glück, dass mich mein Arbeitgeber Misura Design AG für die Zeit bis zur EM freigestellt hat. So kann ich mich voll auf meinen Karrierehöhepunkt, den EM-Marathon am 17. August konzentrieren. Am 24. Mai geht es für vier Wochen ins Höhentrainingslager nach St. Moritz, wo ich hoffentlich von guten Trainingsbedingungen profitieren kann. Ein zweiter Aufenthalt in St. Moritz folgt dann im Juli, die letzten drei harten Trainingswochen bevor des Tapering zur Höchstform beginnt. Zwischen den beiden Trainingslagern werde ich in Zürich trainieren und an der 10 000 m Schweizer Meisterschaft in Uster teilnehmen. Dies ist voraussichtlich mein einziger Wettkampf in der EM-Vorbereitung.

Michael Ott DXA

Auf dem Bild sieht man Dich bei einer Ganzkörperzusammensetzungsmessung (DXA), welche das Zürcher Kompetenzzentrum Training & Diagnostics mit Dir durchführte. Wie läuft so etwas ab und welche Erkenntnisse gewinnst Du daraus?

DXA ist eine sehr angenehme Testmethode! Es ist nämlich die einzige, bei der man sich nicht bewegen muss. .-) Via Röntgenabtastung wird die Körperzusammensetzung gemessen. Mit einer sehr detaillierten Auswertung ist die Verteilung von Fett und Muskelmasse in den einzelnen Gliedmassen ersichtlich. Bei mir wurde eine leichte muskuläre Dysbalance in den Beinen festgestellt, welche ich nun durch gezielte Kräftigung ausgleichen kann.

Stehen andere wichtige Leistungstests an, die Du bei Training & Diagnostics machen wirst?

Nach meinem ersten Aufenthalt in St. Moritz werde ich bei Training & Diagnostics einerseits die DXA-Messung wiederholen, um die Fortschritte zu sehen, und auch einen Leistungstest mit Spiroergometrie auf dem Laufband absolvieren. So erhalte ich ein gutes Leistungs-Feedback auf dem Weg zur EM und kann meine Trainings im letzten Trainingszyklus entsprechend steuern. Sehr interessant ist für mich beim Spiroergometrietest zu sehen, wie gut meine Fettverbrennung funktioniert, ein wichtiger Aspekt für Ausdauerathleten. Kurz vor der EM gibt es nochmals einen Leistungstest, um die EM-Form bestimmen zu können.

Die EM-Marathonstrecke ist sehr coupiert. Liegt Dir das?

Ein Marathon an sich ist schon sehr anspruchsvoll. Trotz guter Vorbereitung ist über diese lange Distanz nicht alles kalkulierbar. Mit den Steigungen und dem Gefälle auf dem EM-Rundkurs kommen nun noch weitere erschwerende Elemente hinzu. Zum Glück kennen wir Schweizer die Strecke und können uns so entsprechend vorbereiten und auf die Details einstellen. Aber eines steht fest: Nach dem coupierten EM-Marathon werde ich mich wieder flachen, schnellen Marathons widmen!

Michael Ott WM-Marathon 2013

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