09 Mai

3. Rang am Halbironman auf St. Croix / Virgin Island

Den Schwung von Florida konnte ich gleich in die Karibik mitnehmen, wo ich mir nach einer meiner besten Leistungen über die Mitteldistanz (1.9 km Swim, 90 km Rad, 21,2 km Run) den starken dritten erkämpfen konnte.

Ruedi Wild

Hitze, Berge und Wind – dies die Chrakteristik des Halbironman Triathons auf den US Virgin Island, welcher mit seinen bereits 26. Austragungen nicht nur in den USA zu den prestigeträchtigsten und vor allem auch härtesten seines Faches gehört. Wiederum stand ein starkes Feld am Start, wobei jedoch wie jedes Jahr davon ausgegangen werden konnte, dass fast die Hälfte der Profis aufgrund der extremen Bedingungen das Ziel nicht erreichen würde…

Das Schwimmen im Karibischen Meer war trotz des hohen Wellenganges sehr schnell und ich kam nach einem soliden Start mit der ersten Verfolgergruppe hinter den 5 Führenden aus dem Wasser. Vorne wurde von Anfang an extrem aufs Tempo gedrückt und in der neuen Rolle als einer der Favoriten konnte ich bei der Verfolgung nicht gross auf die Unterstützung anderer zählen. Unsere Gruppe wurde nochmals kleiner, als wir uns den bekannten Anstieg, «the beast» genannt, mit 15-27 Steigungsprozenten hochkämpfen und dies bei Temperaturen bereits jenseits der 30 Grad Marke. «The beast» war zwar nur etwas mehr als einen Kilometer lang, gefühlsmässig fühlte es sich jedoch eher wie deren 10 an! Die Wattleistung auf dem Rad konnte ich bis zum Ende des Radpartes hochhalten, jedoch summierten sich bereist über 5 Minuten Rückstand auf die Führenden, als ich den abschliessenden bergigen Halbmarathonabschnitt in Angriff nahm.

Ruedi Wild Swim

Von den letzten Austragungen wusste ich, dass noch viel passieren konnte und vor allem Geduld gefragt war. Position um Position konnte ich mich weiter nach vorne kämpfen und versuchte bei den zahlreichen Verpflegungsstationen, meinen Körper etwas runterkühlen. Mit einer wiederum sehr starken Laufleistung (wie ich später erfuhr: der schnellste Laufpart ever bei diesem Wettkampf!) konnte ich mich sogar noch bis auf den dritten Rang nach vorne schieben.

Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Zum ersten Mal überhaupt hatte ich auf der längeren Distanz keinen Durchhänger oder sonstwelche Probleme beim Laufen. Ich hoffe, dass ich den Dreh nun auch hier definitiv raus habe und beim kommenden Heimrennen in Rapperswil Anfang Juni nahtlos an diese letzten Leistungen anknüpfen kann. Bis bald und sonnige Grüsse aus der Karibik, euer Ruedi

Ruedi Wild Rad

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