10 Apr

Auf Speedskates von Erfolg zu Erfolg

Sie bilden das derzeit stärkste Speedskating-Team von Deutschland und wissen Rekordhalter und Deutsche Meister unter sich. Das Team mit dem klingenden Namen «Team der-rollenshop.de BONT» stellt sich im Interview vor und zeigt: Hier ist niemand «völlig von der Rolle». Im Gegenteil!

Skatehalbmarathon Cottbus

Hinter dem «Team der-rollenshop.de BONT» verbirgt sich eine junge, professionelle Mannschaft, die auf Inline-Skates von Erfolg zu Erfolg rollt. Wer seid Ihr, woher kommt Ihr?

Zu Beginn der Saison 2013 hatten Cornelius Rossbach und ich, Hendryk Winkler, die Idee, ein eigenes Team mit Sportlern aus der Region zu gründen, da die Anzahl an professionell organisierten Speedskating-Teams in Europa in den letzten Jahren sehr rückläufig ist und wir unsere Trainingsgruppe in Leipzig fördern und den Nachwuchssportlern eine Perspektive geben wollten. Mit unserem langjährigen Trainingspartner und Trainer, Patrick Täubrecht, haben wir einen Athleten mit EM- und WM-Erfahrung gefunden, der gut in unser Team gepasst hat. Zusätzlich haben wir den sehr erfolgreichen polnischen Sportler Pawel Ciezki für unser Team verpflichtet, der zur Mitte der Saison nach Leipzig gezogen ist, um die hervorragenden Trainingsbedingungen zu nutzen, sein Deutsch zu verbessern und sich hier auf sein Studium in Leipzig vorzubereiten. Um auch den jungen Sportlern eine Perspektive zu geben, haben wir den sehr ambitionierten Cadetten Janis Löwenstein aufgenommen und eine Nachwuchsförderung zukommen lassen. In 2014 haben wir uns mit drei Sportlern aus dem Raum Bielefeld verstärkt. Mit Markus Pape, Deutscher Rekordhalter über 10 km auf der Straße, Jörg Wecke, Europameister im Marathon in der Master 40-Klasse, und Dirk Rüter wollen wir für Straßenrennen noch breiter aufgestellt sein. Somit bleibt die Leipziger Trainingsgruppe erhalten und wurde um einen weiteren Stützpunkt in der Nähe von Bielefeld erweitert.

Setzt sich Euer Team vorwiegend aus Amateursportlern zusammen oder habt Ihr auch reinrassige Spitzensportler unter Euch, die keiner anderen Arbeit nachgehen?

Unsere Sportler haben alle einen festen Job oder befinden sich noch in der Schule oder im Studium. Somit ist keiner ein echter Vollblutprofi, der nichts anderes macht, als zu trainieren. Genau das ist unsere Herausforderung, dass wir neben dem eigentlichen Alltag auch den großen Trainingsumfang leisten müssen. Da bleibt leider für Freunde und Familie oft viel zu wenig Zeit.

Welches sind Eure größten sportlichen Erfolge in der vergangenen Saison?

Unter anderem zwei neue Deutsche Rekorde über 2000 m auf der Bahn in der Aktiven- und Masters 30-Klasse, ein Deutscher Meistertitel im Marathon in der Masters 30-Klasse, Bronzemedaillen bei der Deutschen Meisterschaft im Teamzeitfahren und der Teamverfolgung, zahlreiche Polnische Meistertitel und zahlreiche Siege an Einzelveranstaltungen. Mit unserer Verstärkung ist es natürlich das Ziel, an diese Erfolge anzuknüpfen und vielleicht mit Hilfe unserer Sponsoren den einen oder anderen Leistungssprung unserer Sportler zu erreichen.

Patrick Täubrecht

Wie setzt sich das Training eines professionellen Inline-Skating-Athleten zusammen? Woran arbeitet Ihr alles?

Unser hauptsächliches Trainingsmittel während der Saison sind natürlich unsere Speedskates. In der Vorbereitung auf die Saison laufen wir viel, fahren Rad und legen auch Wert auf ein gutes Krafttraining. Da wir alle Allrounder sind, also von den Kurzstrecken bis zur 100-km-Langstrecke alles fahren, muss man mit dem Training alles abdecken, auch wenn wir eher die Langstreckensportler sind.

Trainiert Ihr alle zusammen oder erledigt das jeder Fahrer für sich?

Wir haben unsere Leipziger Trainingsgruppe, die so oft wie möglich zusammen trainiert. Genauso machen es die Bielefelder. Je nachdem, wie sich Beruf, bzw. Schule/ Studium und Training vereinbaren lassen, trainieren wir bis zu fünf Mal gemeinsam in der Woche.

Welche wichtigen Wettkämpfe stehen bei Euch in den nächsten Monaten an?

Ende März steht für uns der Auftakt des German-Inline-Cups, einer deutschlandweiten Rennserie, im Rahmen des Berliner Halbmarathons auf dem Plan. Danach folgt am 12./13. April das internationale LE-Skate Race, unser Heimbahnrennen gekoppelt mit dem Leipzig-Marathon. Die weitere Rennplanung wird erst in Kürze abgeschlossen sein.

Landeskaderlehrgang in Meißen

Welches große sportliche Ziel möchtet Ihr als Team zusammen erreichen?

Natürlich haben wir das gleiche Ziel wie wohl alle anderen Athleten auch: Wir wollen so viele Rennen wie möglich für uns entscheiden! So können wir das in uns gesetzte Vertrauen unserer Sponsoren auch zurückzugeben. Es ist heutzutage schließlich nicht selbstverständlich, dass wir als Teammanager ein so professionelles Umfeld in einer bisher nicht-olympischen Sportart schaffen konnten.

Inline-Skating ist in der Schweiz vor allem durch die Swiss Skate Tour und den Gigathlon bekannt. Gibt es in Deutschland eine große Inline-Szene und zahlreiche Wettkämpfe? Oder ist das auch eher eine Randsportart?

Grundlegend ist Inline-Speedskating in Deutschland immer noch eine Randsportart. Der erste Boom in den 90er Jahre in unserer Szene ist vorbei. Aber der Trend geht wieder aufwärts. Es gibt viele Wettkämpfe überall in Deutschland. Wenn man möchte, kann man jedes Wochenende woanders am Start eines mehr oder weniger großen Straßen- oder Bahnrennens stehen. Die bereits schon angesprochene Cup-Serie, der German-Inline-Cup, ist die deutschlandweite Serie, die vergleichbar mit dem Swiss Skate Tour ist. Dort starten auch viele internationale Topathleten und -teams. Zusätzlich gibt es noch unabhängige Rennserien wie den Mitteldeutschen-Skating Cup, den Westdeutschen-Skating-Cup oder den Bayern Inline Cup.

Hendryk und Cornelius

Wie verpflegt Ihr Euch während der Wettkämpfe? Habt Ihr da ein geheimes Mannschaftsrezept?

Seit der Saison 2013 werden wir ja schon von Sponser unterstützt. Ein richtiges «Mannschatsrezept» haben wir aber nicht. Jeder hat so seine eigenen Vorlieben. Wir haben zum Beispiel mit den Power Gums vor einem Wettkampf gute Erfahrungen gemacht. Bei langen Radfahrten vertrauen wir auf die Oat Packs und den Competition Sportsdrink. Viel Trinken und Energy-Riegel oder Gels während des Wettkampfes gehören natürlich wie bei allen anderen Sportlern auch bei uns zum Standard.

Seid Ihr nur auf Facebook aktiv oder habt Ihr auch eine Homepage?

Hauptsächlich sind wir auf unserer Facebookseite www.facebook.com/TRSB2014 aktiv. In den kommenden Tagen wird dann aber auch die Teamseite auf www.speedskating.tv aktualisiert und angepasst.

Alle Fotos stammen vom Team der-rollenshop.de BONT

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