PIC OF THE MONTH

Akribisch, professionell, erfolgreich: Der amtierende deutsche Vize-Meister im Kanuslalom Florian Breuer gewährt uns in seinen spannenden Schilderungen einen Einblick in die letzten Stunden vor dem Wettkampfstart. Lesen! »

Krämpfe ade!

Muscle-Relax-Sponser Das innovative Produkt Muscle Relax von Sponser hemmt und reduziert unkontrollierte Muskelkontraktionen und kann akut oder präventiv eingenommen werden.
29 Nov

Platz 8 und neue persönliche Bestzeit

Mit viel Geduld und Kampfgeist konnte der deutsche Triathlon-Profi Christian Brader beim Ironman Arizona wieder eine Topleistung abrufen. Nach 8:18 Stunden überquerte der Sponser-Sportler als Achter die Ziellinie in der Down Town von Tempe. Der Bericht von einem Rennen, mit dem der Memminger zufrieden sein darf.

Christian Brader IM Arizona

«Das Schwimmen im Tempe Town Lake, welcher mehr einem breiten Kanal gleicht, sollte eigentlich keine Orientierungsprobleme bereiten. Trotzdem schoss ich hier einen Bock und konnte nicht die richtige Linie finden. Der Kurs ging eben nicht nur gradeaus, sondern folgte einer S-Kurve, die vom Kanal vorgegeben wird. Das hatte ich ein wenig vermasselt und dadurch den Anschluss an die zweite Gruppe verpasst, in der sich etliche Schwimmer meines Niveaus und zudem starke Radfahrer befanden. Über 56 Minuten im Wasser und 8 Minuten Rückstand auf die Spitze ist für mich mittlerweile mehr als inakzeptabel. Trotzdem musste ich damit leben und das Beste draus machen.

Swim IM Arizona

Die eigentlich flachgehaltene Radstrecke war dennoch nicht ganz einfach. 30 Kilometer «out and back», was so viel heißt wie 30 Kilometer fast grade aus raus in die Wüste, Wende und zurück. Das ganze Spielchen drei Mal in Folge, um die 180 Kilometer zu erreichen. Bis zum Wendepunkt steigt die Strecke leicht aber stetig an. Gerade hier blies der Wind kräftig von vorne, sodass der Hinweg immer langsam, dafür der Rückweg sehr schnell war. Das machte die Strecke nicht grade langsam, man konnte sich aber ganz schön aufarbeiten daran. Leider hab ich ja den Sprung in die zweite Radgruppe durch die schlechte Schwimmleistung verpasst, was im Nachhinein sehr ärgerlich war, da diese zur Spitzengruppe aufschloss. Hinten allein, manchmal zu zweit, hatte man keine guten Karten einen 10-15-köpfigen Zug einzuholen, wenn man nicht grade Kienle mit Nachnamen heißt. Also hielt ich mich einfach an meinen eigenen Rhythmus und versuchtem die Wattwerte konstant zu haltenm um mich nicht abzuschießen. Mit 4:25 Stunden lag ich dennoch voll in meiner persönlichen Zielvorstellung. Nur die Platzierung war mir ein Dorn im Auge. Zwanzigster nach dem Rad!

Christian-BraderAber noch war ja nicht aller Tage Abend und ein kompletter Marathon stand bevor. Mit meinem Coach Wolfram hab ich vorher besprochen, dass ich anfangs nicht zu schnell angehen und eher auf der zweiten Hälfte zulegen sollte. Das ist immer ein schwieriges Unterfangen, da man dann ja schon 6-7 Rennstunden hinter sich hat. So rannte ich in etwa im 4-Minuten-Tempo (4 min/km) los. Auf der Strecke gibt es auch mehrere Wendepunkte, wodurch ich feststellte, dass durchaus die Möglichkeit bestand, noch einen Sprung nach vorn zu tun. Die Abstände waren nicht sehr dicht, aber auch nicht zu groß. Trotzdem machte ich auf den ersten 15 km kaum einen Platz gut. Das gab mir zu knabbern. Das Tempo schlief dadurch auch ein wenig ein. Nach 7 Rennstunden braucht’s hin und wieder auch ein «Zuckerli», damit der Gaul läuft. Demm wird man für sein Ackern und Schinden nicht hin und wieder belohnt in Form von Überholmanövern, fällt es mental schwer, das Tempo hoch zu halten. Bis Kilometer 30 tat sich dann immer noch nicht so viel. Ich wusste nur, dass meine Laufzeit bis dahin nicht ganz so schlecht war und die Beine noch relativ gut. Ich ging dann einfach mehr Risiko ein und legte etwas Tempo zu. Mit einem Mal machte ich in kurzer Zeit 3-4 Plätze gut und lag plötzlich auf Platz 12. Von da an lief es noch besser und am letzten Wendepunkt kamen mir Platz 9-11 innerhalb von 2 Minuten entgegen. Daran hab ich eine halbe Stunde früher nicht im Traum gedacht!

Jetzt lief der Motor rund und kurze Zeit später lag ich auf 9 und Platz 8 war in Sichtweite. Doch es handelte sich um Matt Russell, ein ausgesprochen guter Läufer und mehrfacher Ironmansieger. Doch die Lücke schmolz und auf der letzten Meile setzte ich noch mal alles auf eine Karte und zog vorbei – immer mit der Angst im Nacken, auf der langen Geraden zum Ziel nochmals überspurtet zu werden. Doch es reichte und ich konnte mit persönlicher Marathon-Bestzeit von 2:52 Stunden auch persönliche Bestzeit im Gesamten von 8:18 Stunden aufstellen. Nach den vorausgegangen zwei Monaten hätte ich diese Leistung fast nicht mehr für möglich gehalten.

Die Last-Minute-Vorbereitung in Tucson mit meinen Trainingskumpanen Nils Frommhold, Horst Reichel, Marc Dülsen und Niclas Bock trug doch sehr zu dieser Leistung bei. Ständig gute Stimmung vor, während und nach dem Training verschafften mir einen freien Kopf und immer gute Laune. Das ist in unserem Sport nicht zu unterschätzen. Jungs ich freu mich schon aufs nächste Mal!»

Christian_Brader

Einen Kommentar schreiben

Geheimwaffe

Maximiere Deine Leistung! Der innovative NO-Booster für Blutfluss – Sauerstoff – Leistung. Nitroflow Performance² - die neue Geheimwaffe von Sponser.

Facebook

Smartshake



Der neue Smartshake™ mit Pulverreservoir eignet sich als treuer Begleiter für die Zubereitung von Eiweissshakes im Fitnesstudio oder zu Hause. Fassungsvermögen: 600 ml.