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Akribisch, professionell, erfolgreich: Der amtierende deutsche Vize-Meister im Kanuslalom Florian Breuer gewährt uns in seinen spannenden Schilderungen einen Einblick in die letzten Stunden vor dem Wettkampfstart. Lesen! »

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20 Sep

«Hawaii , ich komme! Ein scheinbar nicht zu erreichendes Ziel wurde Wirklichkeit!»

In der Sponser-Hall of Fame melden sich erfolgreiche Sportler, die auf Sponser-Produkte vertrauen, gleich selber zu Wort. Heute: Gerhard Neye (70) der Tri-Wölfe vom LC Hansa Stuhr, der sich bei der Ironman-EM für Hawaii qualifiziert hat und nach dem Finish erfreut ausrief: «Hawaii, ich komme!». Sein Bericht liest sich wie ein Krimi!

Gerhard-Neye

Der 7. Juli 2013 war als «der längste Tag des Jahres» vom Veranstalter der Ironman European Championship angekündigt. Er war es! Und er war auch der härteste für mich. Denn es ging diesmal nicht nur ums Ankommen, sondern auch um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Kona, Hawaii. Sechs Teilnehmer waren mit mir in meiner Altersklasse gemeldet, doch nur ein Slot bzw. Startplatz für Hawaii war zu vergeben. Im Vorfeld wurde schon eifrig recherchiert, wie stark denn die Konkurrenz ist.

Mit Guenter Pressler und Walter Lehr waren zwei Starter dabei, die je bereits zwei Mal auf Hawaii gefinished hatten und dabei vordere Plätze erzielten. Ein Japaner war ebenfalls dabei, über den allerdings nichts zu erfahren war. Zwei weitere Deutsche komplettierten unser Starterfeld, wobei Harald Meyer als Vorjahres-Zweiter in der AK 70 mit der Zeit von 14: 30 h nicht antrat und Horst Gremminger, der vereinslos aber mit einem 3- köpfigen Fernsehteam anreiste, nicht einzuschätzen war.

Start und Schwimmen
Der längste Tag begann mit dem Wecken um 4:00 Uhr. Ein kurzes Frühstück auf dem Zimmer mit einem Käsebrötchen, einem Riegel und drei Tassen Kaffee. Mit dem Schwimmbeutel in der Hand ging es zum Shuttle- Bus, der uns Athleten dann zum Langener Waldsee brachte. Die Zeit bis zum Schwimmstart, der um 7:00 Uhr erfolgte, wurde knapp. Kurze Begrüßung der Konkurrenten. Letzte Maßnahmen am Rad erledigen. Luft aufpumpen, denn am Vortag hatten wir aufgrund der hohen Temperaturen den Reifendruck reduziert. Dann dick Sonnencreme aufgetragen, ebenso Öl für geschmeidiges rein und raus aus dem Neo. Mit Schwimmbrille, Nasenklammer, Ohrenstöpsel und Schwimmkappe gings zum Schwimmstart. Nach dem Start der Profis um 6:45 h begaben sich nun mit mir die 2700 restlichen Athleten zum Massenstart. Das Gedränge, vor allem am Start, war nicht so schlimm wie befürchtet, jedenfalls kam ich unversehrt aus dem Wasser. Mit meiner Schwimmzeit von 1:35 h war ich zufrieden.

Gerhard_NeyeRad
Der Wechsel aufs Rad klappte gut und ich fühlte mich schnell wohl auf meinem neuen «Cucuma» und rollte das Feld von hinten auf. Nach kurzer Zeit hatte ich bereits die 3. Position erreicht und den vermeintlichen Favoriten, Guenter, vor mir. Nach einer kurzen Stärkung mit Gel, Salz und Iso-Getränk zog ich dann an Guenter vorbei. Von nun an gab es ein ständiges Hin-und Her. Guenter musste mein Tempo mitgehen, er tat es, sonst wäre ich weg gewesen. Dann setzte er sogar noch einen drauf und zog zu Beginn der zweiten 90 km-Runde davon. Meine Verpflegungs- Abstände wurden in der Phase insbesondere aufgrund der hohen Temperaturen von bis zu 30 °C im Schatten immer kürzer, und mein Long-Energy-Drink ging langsam zur Neige, doch diese Pausen waren notwendig, denn es mussten noch ca. 90 km bewältigt werden. Aber dann: Nach Beginn der 2. Runde, auf eine 90 °- Kurve zufahrend, sah ich Guenter auf der Fahrbahn sitzen, sein Rad lag im Straßengraben. Helfer eilten herbei. Ihm war nichts Schlimmeres passiert, aber er musste aus dem Rennen aussteigen. Nach dem Aus von Guenter war nun nur noch Horst vor mir. Nach wenigen Kilometern konnte ich auch seinen Vorsprung, den er durch die bessere Schwimmzeit hatte, wettmachen. Nun begann auch hier ein ständiges Hin- und Her. Nach Kilometer 150 zuckte es bei mir erstmals in den Oberschenkeln. Mit der Angst vor heftigen Krämpfen versorgte ich mich ausgiebig mit Gels, Iso und Salz. Aber Horst fuhr mir davon! Mit hoher Trittfrequenz, bei kleiner Übersetzung, versuchte ich die restlichen Kilometer ohne Krämpfe mit einem ordentlichen Tempo zu Ende zu bringen. Das ist mir gut gelungen, und ich konnte noch etliche Teilnehmer überholen, die mit «dicken Beinen» unterwegs waren. Plötzlich tauchte auch Horst wieder vor mir auf. Schnell zog ich an ihm vorbei. Mit 6:28 h für die 180 km war ich bei diesen Verhältnissen, viel Gegenwind und Hitze, durchaus zufrieden.

Laufen
Nun ging es ins Wechselzelt. Eigentlich ist das der schnelle Wechsel, doch beim Versuch die Socken anzuziehen krampfte der jeweilige Oberschenkel so stark, dass es mir nicht gelang, die Socken anzuziehen! Inzwischen traf auch Horst im Wechselzelt ein. Auf die Frage seines Filmteams, ob er denn jetzt noch den Marathon schafft, antwortete er mit «selbstverständlich». Dann rannte er vor mir auf die finale Marathonstrecke. Nach einigen Dehnungen der Muskulatur, der Einnahme eines Gels, Iso, Flüssig-Magnesium und Salztabletten konnte auch ich die Wechselzone verlassen. Für mich ging es aber erst aufs Dixi – das habe ich von Faris al-Sultan abgeschaut und hatte damit bereits in Roth mehrfach selbst gute Erfahrungen gemacht.

Dann ging es aber hinterher. Nach ca. 5 km konnte ich bereits Horst einholen und mir war beim Ansehen seines Laufstils klar, dass er für mich keine Gefahr mehr bedeuten kann. So zog ich dann vorsichtig meine Kreise. An jeder Verpflegungsstation machte ich Halt, um mich mit Wasser zum Trinken und Abkühlen zu versorgen, nahm jeweils Iso, ein Gel und Salz sowie Eis. Mein Service- Team versorgte mich zusätzlich, direkt hinter einer Versorgungsstation, pro Runde mit meiner Energie-Hausmarke. Da ich mit max. ca. 40 km Laufleistung pro Woche in der Vorbereitung wirklich wenig gelaufen war, brachte ich jetzt vorsichtig den Marathon, unterhalb der Krampfgrenze laufend, zu Ende. Meine Laufzeit lag am Ende bei 5:12 h, eine Ewigkeit. In Anbetracht der vielen Zuschauer und der damit verbundenen Abwechslung sowie dem freundlichen Zuschauer-Zuspruch, schien mir die Zeit aber schnell vergangen zu sein.

Finish
Meine Endzeit für diese Hitzeschlacht lag bei 13:31:27 h. Damit war ich um 56:58 min. schneller als der zweit platzierte Walter Lehr, der auch noch Horst überholen konnte. Der Japaner gab nach dem Radfahren auf. Im Ziel kam dann der legendäre Satz von der eigens aus USA eingeflogenen Ironman- Sprecherlegende, Mike Reilly: «You are an Ironman!»

Mit Gesamtsieger Eneko Llanos

Die Sicherheit, dass ich tatsächlich Europameister in der M70 geworden war, hatte ich dann beim Abholen der Urkunde. Große Freude! Die Siegerehrung und Hawaii-Slotvergabe am Montag war dann ein weiterer Höhepunkt. Als ich mit Walter als einzige Vertreter der ältesten teilgenommenen Altersklasse M70 aufs Podium stieg, gab es Standing Ovations der gesamten Halle, es war überwältigend.

Den Startplatz für die WM in Kona, Hawaii am 12. Oktober 2013 habe ich natürlich angenommen – ein scheinbar nicht zu erreichendes Ziel wurde damit Wirklichkeit.

Siegerehrung mit Walter

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