08 Sep

«Luta Livre ist wie Schach, Kopf und Strategie sind entscheidend.»

Sponser Sport Food ist erfreut, eine neue Zusammenarbeit im Bereich Kampfsport bekannt zu geben. Seit Kurzem vertraut die Kampfsportschule «Luta Livre Academy Bern» auf unsere Produkte. Höchste Zeit, dass uns Schulinhaber Stefan Wüthrich den Kampfsport Luta Livre erklärt.

Luta-Livre

Stefan, auf der Webseite Deiner Schule erfährt man, dass Luta Livre aus Brasilien stammt und heute ein eigenständiges strukturiertes Kampfsportsystem darstellt, das auf der ganzen Welt Anhänger kennt. Was ist Luta Livre genau und wie unterscheidet es sich von bekannteren Kampfsportarten wie etwa Judo oder Boxen?

Luta Livre wird häufig auch Grappling, Submission Wrestling oder BJJ genannt. Im Grappling sind nur Techniken erlaubt, die den Gegner ringerisch dominieren und zur Aufgabe des Kampfes zwingen. Dabei ist das Ziel des Sportlers, den Gegner schliesslich durch Gelenkhebel oder Würgegriffe schachmatt zu setzen. Der Kampf beginnt im Stand, dort versucht man den Gegner mit einem Wurf (Judo, Ringen, Luta Livre) auf den Boden zu bringen. Auf dem Boden ist es das Ziel jedes Kämpfers, eine dominierende Position zu erlangen, um den Gegner zu kontrollieren. Luta Livre ist wie Schach, der Kopf und die Strategie spielen eine entscheidende Rolle. Neben dem Positionskampf geht es aber natürlich darum, den Kampf durch einen Hebelgriff oder Würger frühzeitig zu beenden.

Stefan WüthrichWie lange dauert ein Wettkampf in Luta Livre und welches sind die wichtigsten Regeln, die man kennen muss, um den Sport zu verstehen?

Die Dauer eines Kampfes ist abhängig vom jeweiligen Verband und Veranstalter. Normalerweise dauert ein Kampf 1 x 5 oder 1 x 10 Minuten. Im Grappling sind keine Schlagtechniken erlaubt. Der Gegner wird ringerisch dominiert und man versucht, ihn zur Aufgabe zu zwingen. Der Kampf am Boden wird jedoch nicht unterbrochen wie beispielsweise im Judo. Der Kampf am Boden ist im Luta Livre die Hauptdisziplin, respektive das Ziel jedes Fighters. Es gibt jedoch auch Mixed Martial Arts Kämpfe wo auch sämtliche Schlagtechniken aus dem Muay Thai erlaubt sind. Im Gegensatz zu Boxen oder Kickboxen darf man in MMA-Kämpfen mit dem Gegner auch zu Boden gehen und dort weiterkämpfen.

Gibt es bei Luta Livre auch Europa- und Weltmeisterschaften? Oder welches sind die wichtigsten Wettkämpfe für Spitzensportler?

Der Schweizer Spitzenverband für Grappling ist die «Swiss Grappling League». Sie bieten mehrmals im Jahr Turniere an, welche unter dem Namen «Submission Only» starten. An diesen Veranstaltungen wird gekämpft, bis der Gegner aufgibt. Schlagtechniken sind nicht erlaubt. Die Swiss Grappling League ist aber nicht der einzige Verband. «Strengh and Honor» ist in der Schweiz ein führender Verband für professionelle MMA-Kämpfe. Sowohl in der Schweiz wie auch in Europa und sogar weltweit vertreten und bekannt ist der Verband ADCC, was für «Abu Dhabi Combat Club» steht. Seit 1998 veranstaltet der ADCC die Submission Wrestling Weltmeisterschaften, welche in Abu Dhabi, Brasilien oder Portugal stattfinden. ADCC ist vom Regelwerk her vergleichbar mit Swiss Grappling League.

Du führst eine eigene Luta Livre Schule in Bern. Bietest Du Trainings für alle Stufen an? Erwirbt man sich im Luta Livre auch Gürtel mit entsprechenden Farben?

Ja, wir bieten sowohl Trainings für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene an. Das Luta Livre System ist aufgebaut in Gurten. Neue Schüler beginnen als Weiss-Gurt, anschliessend folgen Orange, Blau, Purple, Braun und schliesslich Schwarz-Gurt.

Wettkampf

Wie sieht ein «normales» Luta Livre-Training aus?

Zu Beginn des Trainings setzen wir uns in einem Halbkreis auf die Matte. Danach informiere ich die Schüler über das bevorstehende Training, über Events und Kämpfe. Anschliessend starten wir mit einem «Gruppenschrei» ins Aufwärmen. Das Aufwärmen beinhaltet Rolltechniken am Boden sowie Koordinations- und Schnellkraftübungen. Anschliessend repetieren wir kurz die Techniken aus dem letzten Training. Danach folgt der Ausbildungs- und Technikteil des Trainings. Wir haben in unserer Schule immer ein definiertes Monatsthema. Dies kann eine Position sein, Befreiungstechniken, Hebel- oder Würgegriffe. Wir konzentrieren uns also einen Monat lang auf ein festgelegtes Thema und bauen den nächsten Monat auf dem letzten auf. Im Technikteil des Trainings werden je nach Level der Schüler 1-3 Techniken eingeübt. Dabei gehen wir stufenweise vor. Zu Beginn wird die Technik durch Vormachen, Mitmachen und Nachmachen geübt. Anschliessend beginnen wir damit, dass sich der Trainingspartner leicht wehrt. Ausserdem legen wir viel Wert darauf, dass die Technik im Zusammenhang mit einer Strategie steht. Schüler der Luta Livre Academy Bern entwickeln also einen Gameplan. Sie provozieren beispielsweise eine Aktion, um eine geplante Reaktion des Gegners hervorzurufen. Diese wird dann ausgenutzt, um den nächsten «Spielzug» vorzunehmen. Nach dem Technik-Teil erfolgt ein freies Rollen, Sparring oder auch lockeres Kämpfen genannt. Dies ist auch der Konditionsteil. Das Ziel ist es, das Auge und den Körper zu vereinen und zu schulen. Ausserdem sollen die erlernten Techniken im Sparring ausprobiert und geübt werden. Danach folgt ein spezifisches Dehnen. Am Schluss des Trainings sitzen wir wieder zusammen, sprechen über die vergangen eineinhalb Stunden und schliessen es wieder mit unserem «Kampfschrei» ab.

Welche Rolle spielen der Kraftaufbau und die Ernährung im Luta Livre?

Eine sehr wichtige und zentrale Rolle. Unsere Schüler trainieren nicht «nur» den Sport Luta Livre. Wir treffen uns auch mehrmals die Woche, um in den Bereichen Kraft, Ausdauer, Koordination und Geschicklichkeit weiterzukommen. Dazu nutzen wir unter anderem Trainingsutensilien wie Snake Trainer, Kettlebells, Bulgarien Bags, TRX und Power Tubes. Diese Hilfsmittel erlauben ein kampfsportspezifisches Training, da alle Bewegungen dynamisch ausgeführt werden und den ganzen Körper in Anspruch nehmen. Ein Luta Livre-Kämpfer muss in folgende Bereiche intensiv trainieren: Schnellkraft, Explosivkraft sowie Maximalkraft, Ausdauer und Kondition. Das Training beinhaltet also sowohl die anaeroben sowie die aeroben Bereiche. Ein starker Nacken und Schultern, kräftige Hände und Unterarme sowie eine durchtrainierte Rumpfkraft. Ausserdem muss viel Wert auf Beweglichkeit und Koordination gelegt werden. Ein Lutador kämpft im Stand wie ein Panther und am Boden wie eine Schlange. Die Anforderungen an unsere Schüler sind also sehr hoch und vielseitig. Auf die Ernährung sollte jeder Sportler achten, der in seinem Bereich erfolgreich sein will. Wir besprechen die Ernährung zusammen im Team und verteilen den Schülern individuelle Unterlagen zur optimalen Ernährung vor allem in der Workout-Phase (Kampfvorbereitung).

Luta_Livre

Welche Sponser-Produkte liegen bei den Lutadors hoch im Kurs?

Activator: Teilweise im Training, jedoch mehr an Wettkämpfen! Activator macht wach und fit!
BCAA: Unser Brennstoff für starke Belastungen mit Valin, Leucin und Isoleucin.
Creatine Pyruvat: Vergrösserung der Zellvolumen und Reduzierung des Körperfettanteils.
Amino 12500: Regeneration und Muskelaufbau.
Lactat Buffer: Ausgleich der Säure-Anstiege im anaeroben-Bereich.

Kennst Du ein tolles Video von Luta Livre, das Du empfehlen kannst, um sich einen Eindruck Deiner Sportart zu beschaffen?

Anbei ein Youtube-Link eines Videos von meinem Trainer, Andreas «Andyconda» Schmidt aus Köln, welcher mit diesem Video einen guten Einblick in den Sport Luta Livre bietet:

Video Andreas «Andyconda» Schmidt
(Falls das Video nicht angezeigt wird, Browser aktualisieren oder hier klicken.)

Du führst nicht nur die Luta Livre Academy Bern, sondern hast noch eine zweite Schule namens Ambo Training Martial Arts. Worin unterscheiden sich diese?

Bei Ambo Training Martial Arts unterrichte ich hauptsächlich das Produkt Ambo Combat & Defense System. Es beinhaltet vor allem Techniken im Bereich Standkampf. Luta Livre kann also als Bodenkampf definiert werden und wer zusätzlich noch Interesse hat, den Standkampf zu erlernen, der trainiert ACDS. ACDS ist eine Mischung aus Boxen, Thaiboxen, Sanda, Kickboxen und Selbstverteidigung. Die Berner Zeitung hat kürzlich über beide Schulen berichtet. Hier geht’s zu den Artikeln.

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