09 Jul

Dominic-Meier«Mental Focus hilft mir, beim Parcours einen klaren Kopf zu haben»

Dominic Meier ist mehrfacher Schweizer Meister im «dynamischen Schiessen» und stellt seine physisch und psychisch anspruchsvolle Sportart im Interview vor. Beim Schiessparcour geht es nicht nur um Treffer ins Schwarze, sondern auch um eine möglichst schnelle Zeit, bei der Hundertstel-Sekunden entscheiden. Mentaltraining gehört deshalb täglich auf den Trainingsplan des 43-Jährigen Berners.

Dominic, Dein Sport nennt sich «dynamic shooting». Kannst Du uns erklären, worum es da geht? Wo liegen die Unterscheide zum Sportschiessen, das man gemeinhin kennt?

Im Gegensatz zum Sportschiessen bewegen wir uns auf einem Parcour. An einem Wettkampf können dies bis 30 unterschiedliche Stages sein, welche nicht standardisiert sind. Das heisst, der Veranstalter hat freie Hand bei der Gestaltung. Zudem werden bei uns nicht nur die Punkte, sondern auch die Zeit gemessen und zwar auf die Hundertstel-Sekunde. Man muss also so schnell wie möglich mit bestmöglichen Punkten durch den Parcour rennen.

Wie lange dauert Dein Wettkampf in der Regel? Schlaucht einen das vor allem psychisch oder auch physisch?

Es gibt Wettkämpfe, die dauern einen halben Tag. Die Weltmeisterschaft hingegen wird an 6 Tagen durchgeführt. Da die Pausen zwischen den Stages bis eine Stunde lang sind und ein Parcour zwischen 3-40 Sekunden dauert, ist die psychische Belastung die grössere Herausforderung.

Dominic MeierWie schwer ist Deine Wettkampf-Waffe? Schiesst man den ganzen Wettkampf mit der gleichen Waffe?

Mein Sportgerät wiegt 1,4 kg und wird den ganzen Wettkampf gebraucht. Ein Tausch muss vorgängig mit den Verantwortlichen besprochen werden.

Wie trainiert ein Sportschütze? Welchen Anteil im Training hat das eigentliche Schiesstraining und welchen Anteil haben Mental- und Krafttraining?

Da beim Dynamic Shooting viele Bewegungsabläufe immer wieder vorkommen, wende ich die Drill-Technik im Training an. Das bedeutet, dass ich stundenlang dieselben Bewegungen, z. B. die Ziehphase oder den Scheibenwechsel, das Schiessen aus dem Laufen trainiere. Immer und immer wieder. Dann, zum Schluss der Trainingseinheit, werden die einzelnen Komponenten in einen Parcour zusammengefasst. In der Vorbereitungsphase (dauert von Dezember bis April) trainiere ich drei Mal pro Woche auf dem Schiessplatz, zwei Mal Fitness und täglich mental. Zudem müssen für die Waffenpflege und die Herstellung der Munition nochmals 3-5 Stunden pro Woche gerechnet werden. So kommt man locker auf 15 -20 Stunden pro Woche.

Was muss man trainieren, um am Wettkampftag selber eine ruhige Hand zu haben und völlig fokussiert zu sein?

Neben der Wettkampfroutine, welche man sich über die Jahre aneignet, ist die mentale Bereitschaft am wichtigsten. Da der Match einen ganzen Tag dauert und die Pausen zwischen den Stages lange sind, ist es wichtig, dass man immer an sich glaubst, sich nicht von den Konkurrenten ablenken lässt und auf die Sekunde beim Start ready ist. Da hilft nur mentales Training.

Bist Du Berufs- bzw. Spitzensportler?

Ich arbeite zu 100% als Vorsorgeberater bei der Firma Swiss Life im Emmental. Hier habe ich die Möglichkeit, die Arbeitszeit selbständig einzuteilen und meinem Trainings- sowie Wettkampfplan anzupassen. Dafür bin ich meinem Arbeitgeber sehr dankbar.

Welches sind Deine grössten sportlichen Erfolge?

Neben den sieben Schweizermeistertiteln und diversen internationalen Siegen ist der 3. Rang mit der Mannschaft an der Europameisterschaft 1995 ein wichtiger Erfolg.

Dominic Meier

Welche Rolle spielt die spezifische Sporternährung in Deinem Sport? Ist das ein wichtiger Faktor im Schiesssport?

Natürlich ist die Gewichtskontrolle eine normale Sache. Es ist mir wichtig, dass ich den ganzen Tag «leicht» unterwegs bin, da wir nicht statisch Schiessen, sondern eben Parcours von 0-200 m in kürzester Zeit schiessen müssen und dabei über Hindernisse jumpen oder aus der Bewegung im Laufen schiessen.

Wie verpflegst Du Dich während der Wettkämpfe?

Neben einem ausgewogenen Frühstück esse ich nach jedem Parcour einen Cereal Energy Plus-Riegel sowie eine Tube Liquid Energy. Zudem trinke ich viel Wasser.

CH-Meister 2013

Eines Deiner Lieblingsprodukte von Sponser ist der Mental Focus. Inwiefern profitierst Du von diesem Konzentrations-Shot?

Da jeder Parcour unterschiedlich und vor dem Wettkampftag nicht bekannt ist, haben wir nur fünf Minuten Zeit, die jeweiligen Stages zu begehen und den Ablauf einzuprägen. Und dies bis 10 Mal pro Tag! Der Mental Focus hilft mir, einen klaren Kopf zu haben, um mich auf das Wesentliche – nämlich den Parcourablauf – zu konzentrieren. Da ich nur eine Chance habe, muss ich sicherstellen, dass mein Lösungsweg der schnellste ist, wobei ich ein Maximum an Punkten schiessen werde. Und weil ein Parcour zwischen 3 bis 40 Sekunden dauert, ist jede Hundertstel-Sekunde wichtig.

Video von Dominic Meier am Extreme Euro Open 2012
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