16 Apr

«Auf meinem Rad kann man sogar einen Handstand machen!»

Sie macht zur Kunst, was andere nur dann machen, wenn sie beim Singletrail unfreiwillig vom rechten Weg abkommen: Rückwärts pedalen und dabei noch die Beine und Arme spektakulär über dem Lenker ausstrecken. Jeannine Martens (17) aus Hinwil gehört zu den besten Juniorinnen der Schweiz im Kunstrad fahren und hat den Blick bereits auf internationale Podestplätze gerichtet.

Viele Sportler wissen nur wenig über den Wettkampfsport Kunstrad. Kannst Du uns erklären, worum es da geht?

Die fünfminütige Kür im Kunstradfahren besteht aus maximal 30 Figuren. Diese werden je nach Können und Risikobereitschaft aus etwa 1500 frei wählbaren Elementen ausgewählt. Im Kunstrad-Reglement ist genau beschrieben, wie jede einzelne Figur ausgeführt werden muss. Je schwieriger eine Figur ist, umso höher wird der Punktwert, den man dafür erhält. Der Punktwert abzüglich der Fehler ergibt ein Schlusstotal. Aus diesem Schlusstotal entsteht die Rangliste. Mit diesem Bewertungssystem versucht man, willkürliche Wertungsentscheide auszuschliessen.

Was ist speziell an Deinem Rad? Mit einem normalen City-Bike hat es vermutlich nur wenig gemeinsam, oder?

Das Kunstfahrrad ist ein Spezial-Fahrrad, das sehr wenig gemeinsam hat mit einem normalen Fahrrad. Die klassische Rahmengeometrie ist mit einer geraden, starren Gabel versehen, um den Lenker 360° drehen zu können. Der Starrlauf und die fehlende Gangschaltung erleichtern das Vorwärts- und Rückwärtsfahren. Ein speziell geformter Sattel ermöglicht das Stehen und Springen auf dem nach oben gebogenen Lenker, auf dem man wiederum zum Beispiel auch einen Handstand machen kann. Die Collé sind mit einem Reifendruck von bis zu 16 bar aufgepumpt.

Hast Du verschiedene Räder, die Du im Wettkampf einsetzt?

Für Wettkampf und Training habe ich immer das gleiche Fahrrad. Ich besitze aber Ersatzteile für ein komplettes zweites Fahrrad. So bin ich auf der sicheren Seite, wenn etwas kurzfristig kaputt geht, um den Trainingsbetrieb oder auch einen Wettkampf fortsetzen zu können.

Wie bist Du überhaupt zur Sportart Kunstrad fahren gekommen?

Mit vier Jahren startete ich eine sechsjährige Ballettausbildung. Während dieser Zeit betrieb ich gleichzeitig einige Jahre Kunstturnen. Dort wurde ich entdeckt als Trampolinspringerin. Nach vier Jahren im Schweizerischen Nachwuchskader stieg ich dann – motiviert durch meines Bruders Trainerin – aufs Kunstrad um.

Kannst Du uns beschreiben, wie Dein Training aussieht?

Im Moment sind die etwa 15 Stunden Techniktraining auf dem Rad das Wichtigste. Weil ich eine hervorragende Körperschulung durch Ballett, Kunstturnen und Trampolin hatte, muss ich vor allem Kunstradtechnik trainieren. Trotzdem kommen noch vier Stunden Kräftigung und Ausdauer dazu, daneben auch Physiotherapie und Regenerationsübungen.

Welches sind Deine grössten Erfolge?

Der 3. Rang an der Junioren Schweizermeisterschaften 2012 in Altdorf. Mein grösster Erfolg ist aber mein erreichtes Niveau von zurzeit ausgefahrenen 129.35 Punkten innert dreieinhalb Jahren, was noch nie jemand erreicht hat. Normalerweise rechnet man für eine solche Performance zehn Jahre.

Was machst Du neben dem Sport?

Ich bin in der Lehre als Coiffeuse im Coiffure Relax Stäfa.

Welche wichtigen Wettkämpfe stehen bei Dir im Jahr 2013 an?

Die Qualifikation für die Junioren Europameisterschaften und die Junioren Schweizermeisterschaften.

Musst Du Dich als Kunstrad-Fahrerin speziell ernähren? Oder kannst Du vor dem Training oder Wettkampf essen, worauf Du Lust hast?

Ich achte immer auf die Ernährung und esse vor allem gesund und ausgewogen. Vor dem Wettkampf eher wenig, weil ich keinen grossen Hunger habe.

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