06 Jan

Silvan Zehnder: «Ergos schwimmen nicht!»

Am 26. Januar finden in Zug die Swiss Rowing Indoors, die Schweizermeisterschaften auf dem Ruder‐Ergometer, statt. Spitzen-Ruderer und Sponser-Sportler Silvan Zehnder (im Sommer an den Olympischen Spielen in London dabei) erklärt, worum es sich bei diesem Anlass handelt.

Welche Strecken werden an den Swiss Rowing Indoors gerudert? Auf welchen Strecken?

Also an den Swiss Rowing Indoors werden bei den Jüngsten (U15) die Strecken über 1000 m, bei den U17 die Strecken über 1500 m und bei allen anderen (U19, Elite und Masters) die Strecken über 2000 m gerudert. Es sind dieselben Distanzen wie sie auch an den Schweizermeisterschaften auf dem Wasser gefahren werden. Diese Strecken sind also vom Alter abhängig und deshalb startet man nur in einer Kategorie. Insbesondere da die Erschöpfung nach den ca. 6 Minuten Belastung doch beträchtlich ist, würde sich kaum einer diese Qualen so schnell wieder antun wollen.

Was ist der «Witz» an einem Ruder-Wettkampf auf Maschinen? Kann man diese Werte wirklich vergleichen mit dem Wettkampf auf dem See?

Das eigentlich Ironische an Ergometer-Wettkämpfen ist, dass man sich auf diesem Gerät abquält und dabei keinen Meter vorwärts kommt. Wo man sonst den Fahrtwind spürt, merkt man in dieser Sporthalle eigentlich nur den Luftmangel und die unnatürliche Wärme, die halt in solchen Räumen entsteht. Aber die Ergowerte haben schon eine sehr hohe Korrelation zur Leistungsfähigkeit auf dem Wasser. Eigentlich immer findet man die Gewinner von Ergomeisterschaften auch auf dem Siegertreppchen der Schweizermeisterschaften wieder. Doch Ruderer belieben zu sagen «Ergos schwimmen nicht». Also eine 100% Korrelation besteht nicht, deshalb tragen wir die Wettkämpfe schon auch noch auf dem Wasser aus und vielleicht auch noch, weil es auf dem Wasser einfach mehr Spass macht.

Ist so eine Indoor-Meisterschaft für Publikum überhaupt interessant? Auf dem See sieht man wenigstens, welches Boot die Nase vorn hat. In der Halle fällt das ja weg. Warum sollte das Publikum diesen Wettkampf in Zug trotzdem nicht verpassen?

Während den Indoors werden alle Ergometer mit einander verlinkt und jede Maschine ist einem digitalen Boot zugemessen. Diese werden dann auf eine grosse Leinwand projiziert, so dass die Zuschauer genau mitverfolgen können, wo sein Athlet steht. Daher: Spannung ist genug da. Ein anderer Vorteil besteht darin, dass man bei normalen Wettkämpfen niemals so nahe beim Athlet sein kann. Hier an den Indoors sieht man den Gesichtsausdruck und spürt richtig, was der Athlet gerade am Durchmachen ist. Deshalb ist es sicher ein empfehlenswerter Anlass zum Zuschauen, denn so sieht man den Rudersport auch mal von seiner weniger ästhetischen Seite.

Und: Wenn Du wählen kannst zwischen einem Wintertraining auf dem See und dem gleichen Training auf dem Ergometer: Was würdest Du wählen und warum?

Die Wahl zwischen Ergotrainings und Rudern muss ich eigentlich jeden Tag treffen. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Wenn ich rudern gehe, bin ich wenigstens auf dem Wasser und kann an meiner Technik arbeiten, dafür friere ich mir aber die Hände und meine Nase ab. Der Ergometer ist dafür im Warmen und ich erkälte mich beim Training sicher nicht, aber stattdessen schau ich 90 Minuten lang abwechselnd auf die graue Wand und meinen Display vor mir. Somit schaue ich also hauptsächlich darauf, dass ein guter Ausgleich zwischen diesen beiden Trainings besteht.

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