26 Nov

«Sotschi 2014 ist mein Ziel!»

Er macht das, wozu sich andere Menschen kaum getrauen. Und ist dabei nicht nur erfolgreich, sondern auch rekordverdächtig schnell. Der Schweizer Pascal Oswald (32) ist seit letztem Winter dreifacher Schweizer Meister im Skeleton und erklärt im Interview, was es alles braucht, um sich kopfvoran in den Eiskanal zu stürzen.

Pascal, Du bist im vergangenen Dezember zum dritten Mal in Folge Schweizer Meister im Skeleton geworden. Herzlichen Glückwunsch dazu! Hast Du bereits im Vorfeld der Wettkämpfe gespürt, dass Du super in Form bist? Oder hast Du am Wettkampftag selber einfach zwei perfekte Läufe erwischt?

Vielen Dank für die Glückwünsche. Es war für mich ungewohnt schwierig, meine Chancen für eine erfolgreiche Titelverteidigung einzuschätzen. Aus beruflichen Gründen konnte ich mich nicht wie gewünscht auf die Saison und auch die Schweizer Meisterschaften vorbereiten. Ich musste die wenigen zur Verfügung stehenden Trainingsfahrten auf dem Olympia Bobrun St. Moritz vor dem Rennen besonders effizient nutzen, da ich bis dahin, anders als die anderen Teilnehmer, keine «Eiszeit» vorweisen konnte. Athletisch habe ich stets gut gearbeitet und mich für schnelle Startzeiten bereit gefühlt. Aber wie würde mein Fahrgefühl sein? Es begleiteten mich in diesem Jahr durchaus Unsicherheiten ins Engadin, wobei diese in den Trainings schnell verflogen. Meine Routine machte sich von Beginn weg bemerkbar.
Die Erleichterung und Freude über den erreichten Titel-Hattrick war umso grösser nach dem Rennen. Von perfekten Läufen möchte ich trotzdem nicht sprechen, dafür bin ich zu selbstkritisch. Es gibt immer Verbesserungsmöglichkeiten, was aber keineswegs die Freude über erreichte Erfolge trübt.

Wie bist Du überhaupt zum Skeleton gekommen? Wann hast Du mit dem Sport angefangen?

Ich kam leider erst mit 22, also relativ spät in Berührung mit dieser faszinierenden und actionreichen Sportart. Angesprochen darauf wurde ich von von der «Schweizer Skeletonlegende» Gregor Stähli im Stadion Letzigrund beim Leichtathletiktraining. Als Hochspringer (Indoor-Schweizermeister 2008) brachte ich gute Voraussetzungen für den Skeletonsport mit. Weitere Details zu meinem sportlichen Werdegang kann man, neben vielen weiteren Informationen, gerne auf meiner persönlichen Webseite www.eiskanal.ch nachlesen. Ich freue mich natürlich, wenn sich Leute dafür interessieren.

Kannst Du uns ein wenig erklären, worauf es beim Skeleton ankommt? Einen schnellen Schlitten zu haben, genügt vermutlich noch nicht, oder? Was muss ein Athlet mitbringen, um es im Skeletonsport ganz weit nach vorne zu bringen?

Selbstverständlich spielt das Material eine wichtige Rolle, aber nicht die entscheidende: Der Athlet/die Athletin steht im Mittelpunkt! Mindestens so spannend wie die Frage über die Voraussetzungen scheint mir zudem, was man durch Skeleton fördern oder gar lernen kann.
Neben mentaler Stärke sollte ein Athlet/eine Athletin über geeignete physische Voraussetzungen verfügen; so ist im Startbereich sicher Sprintschnelligkeit gefordert. Unterwegs im Eiskanal geht es dann aber in erster Linie nicht ums an- sondern ums entspannen. Skeleton erfordert zudem ein ausgezeichnetes Körpergefühl, da man Druckpunkte spüren und Steuerbewegungen richtig timen und dosieren muss. Zudem wird die Koordination gefördert, nicht nur körperlich, sondern, gerade bei diesen hohen Geschwindigkeiten, auch zwischen Körper und Geist. Man muss in höchstem Masse antizipieren können, ansonsten man stets zu spät ist. Man ist gezwungen, wenn es nicht planmässig läuft, den ursprünglichen Plan, trotz der aussergewöhnlichen Stresssituation für Körper und Geist, unglaublich schnell auf die neue Situation anzupassen. Es ist stets höchste Konzentration gefordert. Man kann nicht bremsen, keine Rennläufe streichen lassen, und unangenehme Prellungen will man natürlich auch verhindern.

Welches sind Deine Höchstgeschwindigkeiten im Eiskanal und wo liegen die grössten Gefahren in Deinem Sport?

Meine bisher höchste Geschwindigkeit im Eiskanal liegt bei 144,1 Stundenkilometern. Gelungen ist mir dies im 3. Lauf an den Olympischen Winterspielen im Februar 2010 in Whistler/Vancouver. Also Antwort zur Frage weiter oben bezüglich den perfekten Läufen: DAS wäre übrigens mein perfekter Lauf gewesen, wenn ich einen so bezeichnen müsste. Damit gehöre ich, Irrtum vorbehalten, zu den Top Ten der Skeletonfahrer mit den höchsten je erreichten Geschwindigkeiten. Eine offizielle Statistik dazu gibt es allerdings (noch) nicht.
Trotz dieser hohen Geschwindigkeiten und damit einhergehenden Kurvendrücke, ist das Verletzungsrisiko im Skeletonsport relativ gering. So gehören zwar Prellungen und blaue Flecken hin und wieder dazu, aber schwere Verletzungen sind äusserst selten. Bei mir liegt das grösste Risiko wahrscheinlich sogar beim Startsprint, denn ich bin leider ein bisschen anfällig auf Zerrungen.

Du hast Dich im Sommer auf Deine Notar- und Anwaltsprüfungen vorbereitet. Hast Du trotzdem Zeit gefunden, nebenher regelmässig zu trainieren?

Der Spagat zwischen Sport, Ausbildung und Geld verdienen ist für mich nichts Neues. Das Sommertraining beschränkte sich auf Athletiktraining, insbesondere die Bereiche Kraft, Sprint und Sprung. Das stundenlange Sitzen ist nicht mein Ding, und so freute ich mich jeweils umso mehr aufs Training. Ich habe als Schnellkraft-Sportler zudem das Glück, dass meine Trainingseinheiten zwar sehr intensiv, aber nicht sehr zeitraubend sind. Bis zu den Prüfungen stand natürlich lernen und trainieren im Mittelpunkt. Daneben hatte ich noch verschiedene weitere Aufgaben und Verpflichtungen, das füllte meine Tage weit mehr als genug. Ein Beispiel aus dem Sportbereich: Ich bin in der Swiss Olympic Athletenkommission engagiert.

Welches ist Dein grösstes sportliches Ziel, das Du je erreichen möchtest?

Wegen meiner Teilnahme an den vergangenen Olympischen Winterspielen ist das Thema «Olympiateilnahme» noch nicht abgehakt für mich, ganz im Gegenteil. So ein eindrückliches Ereignis will ich in meiner Aktivkarriere unbedingt noch einmal erleben. Sotschi 2014 ist daher mein Ziel, und altersmässig auch die letzte Chance. Konkreter werde ich das Ziel zum jetzigen Zeitpunkt nicht formulieren. Und es geht ja auch nicht nur ums Wollen, sondern das Können spielt noch eine Rolle. Obwohl natürlich der Wille sich positiv auf das Können auswirken kann, schon klar. .-)

Welche Rolle spielt die spezifische Sporternährung im Skeletonsport? Musst Du Dich bewusst ernähren? Aus was achtest Du, wenn es um die Ernährung geht?

Selbstverständlich ist die Ernährung auch im Skeletonsport ein mitentscheidender Faktor. Ohne eine gesunde Ernährung und gezielte Supplementierung sind Höchstleistungen schlichtweg unmöglich. Die Ernährung hat ja nicht nur Einfluss auf die Verfassung der Muskeln, sondern auch zum Beispiel auf die Konzentration und die Koordination. Insbesondere die Supplementierung variiert bei mir zwischen Sommer-Athletik- und Winter-Technik-Training ziemlich stark. Auf Details einzugehen würde den Rahmen dieses Interviews wohl sprengen.

Wie verpflegst Du Dich während der Wettkämpfe?

Die Rennen finden in der Kälte statt. Das mögen Sprintmuskeln bekanntlich nicht, und so verbraucht man viel Energie beim ausgiebigen Aufwärmen und dann auch Warmhalten. Mit dieser Vorbereitung und der Pause zwischen den Rennläufen dauert ein Skeletonrennen ungefähr 2-3 Stunden, obschon der eigentliche Renneinsatz im Eiskanal selbst gerade mal 2×1 Minute beträgt. Ich versuche deshalb einerseits mit gut gefüllten Kohlenhydratpeichern zum Rennen zu erscheinen (für Morgenrennen eignet sich der Sponser Power Porridge), und andererseits esse ich vor und zwischen den Rennläufen jeweils Energieriegelstücke, deren Einnahme ich, um Blutzuckerschwankungen zu vermeiden, in regelmässige Zeitabschnitte verteile. Hierfür eignet sich zum Beispiel der Sponser High Energy Bar gut. Der gleiche Effekt könnte wohl mit Getränken erreicht werden, aber damit fühlt sich meine Magengegend in Kurven ab einer gewissen Anzahl weniger wohl.

Hast Du ein Lieblingsprodukt von Sponser?

Es fällt mir schwer, Produkte aus verschiedenen Bereichen zu vergleichen. Ein Favorit ist sicher Power Premium Muscle Support (chocolate). Seit ich letztens eine 5 Kilogramm-Ration bestellt habe, entgeht das auch keinem Besuch mehr, haha! .-)

Quelle und Fotos: www.eiskanal.ch / Cedric Tamani

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