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19 Sep

«Radtrainings in der Sauna gehören zur Vorbereitung!»

Der 220 Kilometer lange Dschungel-Lauf «The Coastal Challenge» Anfang 2014 ist sein großes Ziel. Sechs Tage durch den Regenwald von Costa Rica, über aktive Vulkane, Flüsse, ausgesetzte Felsen und Riffe. Nicht nur das schwierige Gelände, sondern auch die hohen klimatischen Bedingungen (45 Grad Lufttemperatur, 95% Luftfeuchtigkeit) werden Stefan Jung alles abverlangen. Im Interview erklärt der Extremläufer aus dem Saarland, was es damit auch sich hat.

Stefan, wie bist Du auf die Idee gekommen, in Costa Rica 220 km durch den Dschungel zu rennen? Sind Dir normale Ultraläufe nicht genug?!

Seit ich mit Laufen angefangen habe, setzte ich mir in den Kopf, dass ich mir meine Welt erlaufen möchte. Ich will dort laufen, wo keine, freiwillig Leben möchte auf Grund der extremen Bedingungen. Es gibt viel zu entdecken, und so kann ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und Kultur, Land und Leute kennen lernen und dabei ein schönes Abenteuer erleben. Zu Costa Rica kam ich wie folgt: An einem Abend hatte ich Langeweile. Da setzte ich mich vor meinen Laptop und fing an, im Internet zu surfen. Per Zufall fand ich die Seite der «Coastal Challenge». Die Landschaft, die ich auf den Bildern sah, hat mich gleich in den Bann gezogen. Und als ich den Preis für die Anmeldung fand, war ich erstaunt. Sofort sagte ich zu mir: da meldest du dich an für 2014! (Für 2013 war es bereits zu knapp mit der Vorbereitung).

Und wurdest Du sogleich aufgenommen?

Kurz nachdem ich die Bewerbung geschickt hatte, wurde ich «approved». Dann habe ich gleich bezahlt, sodass ich keine Ausreden mehr fand. Also ich hörte das Christian Schiester, einer der besten Extremläufer auf der Welt, dort teilnimmt, hat mich der Lauf vollends gepackt.

Warst Du schon immer ein Extremläufer? Welches sind Deine sportlichen Hintergründe?

Nein, ich war nicht immer Sportler. Ich früher ein kleiner «Meatball». Ich kam also mehr aus gesundheitlichen Gründen dazu, Sport zu betreiben. Daraus wurde dann die Lust, sich zu quälen, um seinem Körper alles abzuverlangen.

Wie bereitest Du Dich auf dieses Abenteuer im Dschungel von Costa Rica vor?

Ich werde alles in meiner Heimat simulieren, wie ich es dort auch habe. Für Flussdurchquerungen muss die heimische Blies herhalten. Hitzetraining simuliere ich, indem ich auf einem Ergometer in der Sauna radele. Laufen abseits der Wege in den heimischen Wälder, Krafttraining, Mountainbiken und Schwimmen gehören dazu.

Hast Du schon ein Ernährungskonzept? Was kannst und willst Du während des Dschungel-Laufs alles essen und trinken?

Grundsätzlich esse ich, was mir schmeckt. Von Haus aus esse ich schon viele Bioprodukte. Da der Lauf ein «supported race» ist, werde ich mich abends an den reich gedeckten Tisch setzen können. Während den Etappen kommen ausschließlich Sponser-Produkte zum Einsatz. Ein Proteingetränk wird mir bestimmt nach jeder Etappe nicht schaden. Wie meine Verpflegung im Einzelnen aussehen wird, muss ich im Training noch austesten. Ich habe ein gutes Jahr Vorbereitung, da bleibt genügend Zeit, alle Situation ausgiebig durchzuspielen.

Das Video zum Coastal Challenge-Ultralauf

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