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18 Sep

Erfolgreiche Titelverteidigung für den Sponser-Sportler

Einmal mehr hat er es geschafft und gezeigt: Er ist der Beste in der Schweiz! Ruedi Wild, Sponser-Mitarbeiter und Profi-Triathlet, hat seinen Schweizermeister-Titel im Triathlon erfolgreich verteidigt! In seinem Bericht beschreibt er das perfekte Rennen und verrät, wie es weitergeht.

Gut 20 Sekunden hinter der Schwimmspitzengruppe stieg ich aus dem Murtensee, wo ich die letzten beiden Austragungen des internationalen  Seeland Triathlon jeweils für mich entscheiden konnte. Durch den SM Status in diesem Jahr waren sämtliche Spitzenathleten am Start, u.a. auch der Favorit Sven Riederer, gegenwärtige Welt Nr. 4 im Triathlon.

Nach wenigen Radkilometern konnte ich zur Spitze aufschliessen und versuchte bald danach, bereits eine erste Vorentscheidung herbeizuführen, als ich im Anstieg das Tempo erhöhte und nur zwei Konkurrenten die Pace mitgehen konnten. Geduld war nun gefordert, denn die Konkurrenten liessen sich nicht abschütteln. Der entscheidende Vorstoss erfolge dann erst knapp 7 km vor dem Ende des Radabschnittes, wo ich jedoch noch vorentscheidende  50 Sekunden auf Sven herausfahren konnte und die Pedalen meines schnellen Zeitfahrrades bis aufs letzte strapazierte!

Der Laufabschnitt war nach diesem Effort umso härter;  Sven holte nach den ersten 5km bereits die Hälfe seines Rückstandes auf, so dass ich nur mit etwas mehr als 20 Sekunden Vorsprung auf die letzten 5km ging. Jedoch gelang es mir, mit dem Sieg vor Augen noch die letzten Energiereserven anzuzapfen und den Vorsprung bis ins Ziel zu verteidigen, wo ich überglücklich (dafür komplett ausgepumpt) meinen zweiten SM Titel bei den grössten Buben feiern konnte ;-) So gab es also auch in der Schweiz noch einen grossen Blumentopf zum Saisonabschluss.

Harte Siege sind immer die schönste und ich war selber positiv überrascht von meiner tollen Leistung und dem erneuten Gewinn der Schweizermeisterschaft. Die letzten beiden Wochen seit der Rückkehr aus den USA, wo ich vom Pech verfolgt war, habe ich nur noch nach Lust & Laune trainiert. Die Lust war nicht besonders gross  und so waren es dann auch nur wenige Einheiten, wobei ich zunächst gar nicht mehr antreten wollte (weil ich mich derart müde fühlte). Erst zwei Tage vor dem Rennen entschloss ich mich dennoch, an den Start zu gehen. Mein persönlicher Hauptgrund war, dass ich so guten Gewissens nochmals weitere zwei trainingsfaule Tage einschieben konnte!

Nun möchte ich nochmals 5 Wochen gezielt an der Basis arbeiten, um dann in Australien die Saison mit einem Halbironman abschliessen zu können. Dazu wir auch die Vorbereitung etwas anders wie gewohnt aussehen. Speed sollte ich genügen haben, nun stehen vermehrt längere Einheiten auf dem Programm. Ich freue mich jetzt schon auf die zahlreichen längeren Radausfahrten, wo der Kaffeehalt quasi obligatorisch ist.

Viele Grüsse, Euer Ruedi

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