11 Sep

Perfektes Jahr für den Schweizer Top-Biker

Was für ein sensationelles Jahr für Nino Schurter vom Scott Swisspower Team! Nach knapp verpasster Goldmedaille an den Olympischen Spielen in London holt er dies an der Weltmeisterschaft in Saalfelden nach und krönt sich zum verdienten Weltmeister 2012.

Nino Schurter kann wohl auf den intensivsten Monat seines Lebens zurückblicken. Und das mit grosser Genugtuung. Erst der Gewinn der Silbermedaille an den Olympischen Spielen in London, welche jedoch auch eine gewisse Enttäuschung über verpasstes Gold in sich hatte. Es war nicht einfach für Nino, sich innerhalb nur eines Monats nochmals für die Weltmeisterschaft aufzuraffen.

«Ich muss zugeben, nach Olympia war die Luft draussen. Da arbeitet man so lange auf ein Ziel hin und plötzlich kommt der Tag, an dem alles, was einen die Jahre über angespornt hat, weg ist. Diese Leere hatte nicht mal so stark mit dem Ausgang der Olympiade zu tun. Es war einfach alles vorbei, vom einem auf den anderen Tag. Ich habe es dann bewusst ruhig angegangen und mir im Gegensatz zu Olympia nicht viel vorgenommen. Doch als ich an der WM-Startlinie stand, war die Motivation, die Konzentration sowie die Anspannung zurück. Ich konnte wieder mein volles Potential ausschöpfen!» meinte der frisch gebackene Weltmeister.

Das Rennen entwickelte sich von Beginn weg ganz zugunsten der Schweizer. Olympiasieger Jaroslav Kulhavy hatte nie den Hauch einer Chance, ins Rennen einzugreifen. Burry Stander ist sehr verhalten gestartet, Jose Antonio Hermida hatte einen Sturz zu Beginn des Rennens. Als einziger der Top-Fahrer von London konnte Marco Aurelio Fontana mit den Schweizern mithalten. Es war aber, mit Ausnahme von Nino, das Rennen der an Olympia nicht Startberechtigten. Lukas Flückiger, Mathias Flückiger sowie Fabian Giger konnten sich wegen verpasster Olympiaquali voll und ganz auf die WM konzentrieren. Mit Erfolg. Fabian Giger war es, der mit Schurter und Fontana bis über Rennhälfte die Spitze inne hatte. Er fiel gegen Ende des Rennens auf den immer noch sehr guten 5. Platz zurück. Das perfekt harmonierende Brüder-Duo Flückiger dagegen drehte in der zweiten Rennhälfte auf und konnte Fontana aus den Medaillenrängen verdrängen und komplettierten den Schweizer Totalerfolg.

Auch Julien Absalon zeigte nach seinem Olympia-Out ein beherztes Rennen. Doch zu mehr als Platz 4. reichte es ihm gegen die starken Schweizer nicht. Florian Vogel befand sich die erste Rennhälfte zusammen mit Absalon auf der Verfolgung der Spitze. Leider brach er gegen Ende ein und belegte schlussendlich den enttäuschenden 19. Rang.

Die Saisonbilanz von Nino Schurter ist kaum zu übertreffen. Und sie lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er der beste Mountain Biker der Gegenwart ist. 15 Mal ist er dieser Saison an den Start gegangen. Elf Mal als Erster über die Ziellinie gefahren.

Zweimal war er Zweiter (Welt-Cup Houffalize und London), einmal Vierter (Swiss Bike Trophy) und einmal wegen eines Defekts ausgeschieden. Nebst dem WM- und Schweizer Meister Titel hat er den Welt Cup gewonnen und ist mit Abstand Nr. 1 in der Weltrangliste. Hoffen wir, der Höhenflug hält noch lange an!

«Ich kann es kaum glauben, wie ich dieses Jahr eine beinahe perfekte Saison hingelegt habe. Dieser Titel ist für mich eine sehr, sehr grosse Genugtuung. Obwohl ich schon eine super Saison hinter mir hatte, wusste ich im Geheimen, dass ich meine absoluten Ziele, die Weltmeisterschaft in Champèry letztes Jahr und die Olympischen Spiele dieses Jahr, knapp verpasst hatte. Nicht, dass ich daran gezweifelt hätte, wieder Weltmeister werden zu können, aber dass es nun schon hier in Saalfelden gereicht hat, ist für mich einfach auch eine grosse Erleichterung und eine süsse Revange für Olympia zugleich. Ich freue mich, nun wieder für ein Jahr lang das begehrte Trikot mit den Regenbogenstreifen tragen zu dürfen. Auch die Tatsache, dass ich meinen Erfolg mit weiteren Schweizern aus einem unglaublich starken Team teilen kann ist sehr schön!»

Die beiden Junioren des Scott Swisspower Teams, Dominic Zumstein und Andri Frischknecht, mussten eine grosse Niederlage einstecken. Eine Platzierung in den ersten fünf war ein sehr hochgestecktes Ziel, doch anhand der Resultate in diesem Jahr nicht ausgeschlossen.


Beide blieben aber weit weg von ihrem Können. Dominic konnte zwar 2/3 des Rennens um Platz 6 mithalten, fiel aber zum Schluss mit Beinkrämpfen auf den 16. Rang zurück. Andri war die ganze letzte Woche krank und kämpfte von Beginn weg mit Atemproblemen. Auch er kam nicht über einen 18. Rang hinaus. Dies war für beide mit Abstand das schlechteste Resultat dieser Saison.

Schade, konnten sie ihre Chance nicht nutzen, bei ihrem letzten Rennen bei den Junioren zu glänzen. Die nächsten zwei Jahre bei den U23 werden eine gewisse Durststrecke beinhalten. Doch werden sie sich längerfristig mit ihrem Potential sicher noch durchsetzen.

Gegen den neuen Weltmeister Anton Cooper aus Neuseeland hätten sie ohnehin keine Chance gehabt. Dieser fährt wie von einem anderen Stern. Mit seinen Rundenzeiten hätte er es bei der Elite in die Top-10 geschafft und wäre bei den U23 Weltmeister geworden. Er musste zwar weniger Runden bewältigen als die Elitefahrer, doch eine solche Leistung eines Juniors hat man seit Miguel Martinez nicht mehr gesehen.

Der Fernsehbeitrag zum WM-Titel auf SF: www.sport.sf.tv/Nachrichten

Bilder: Marius Maasewerd, Andres Jaramillo, TF

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