27 Sep

Beherzter Kampf wurde am Ende belohnt

Der August war turbulent und höchst spannend für Christian Brader. Mit zwei Ironman-Rennen in Folge konnte sich der Deutsche Triathlet im letzten Moment die Hawaiiqualifikation sichern. In seinem Bericht erzählt er, wie alles kam:

«Nach meinem Sturzrennen in Zürich musste ich mir Gedanken machen, ob es sich noch lohnt, für die Hawaii-Quali zu kämpfen oder ob es doch schon sinnvoller wäre, für das nächste Jahr Punkte zu holen. Dass mir ein dummer Stürz einen Strich durch die Rechnung macht, wollte ich nicht dulden und entschied mich, für die Quali 2012 zu kämpfen, so lange es eine Chance gab, war sie auch noch so gering.

Dazu musste ich allerdings meine Pläne ändern und statt dem schon länger geplanten Ironman in Schweden ein Doppelpack in Amerika vorziehen. In meinen Augen bestand die einzige Chance darin, den Ironman New York City am 11. August mit 4000 Punkten gefolgt vom Ironman Kanada am 26. August mit 1000 Punkten für Kona zu bestreiten. Die ersten 40 Profis waren bis 31. Juli schon sicher qualifiziert. Bis 31. August hatte der Rest dann noch Zeit, Punkte zu sammeln, von denen die 10 schnellsten dann noch die Kona-Qulifikation bekommen sollten.

Ich lag zu dem Zeitpunkt auf Platz 114 und musste es irgendwie in die Nähe des 50. Platzes schaffen. Mir war auch klar, dass viele andere im August noch Rennen bestreiten werden. Also mussten zwei gute Resultate sowohl in NYC als auch in Kanada her.

Ironman NYC
Mit einem schnellen Schwimmen im Hudson River fand der Ironman in der Stadt, die niemals schläft, einen erfreulichen Auftakt. Der Geschmack des Wassers allerdings schmälerte die Freude über die Strömung etwas. Mit etwas über 43 Minuten war ich aber doch sehr überrascht, wie schnell auch ich in der Lage war, die 3,8 km schwimmend zurück zu legen. Der Rückstand zur Spitze betrug nur knappe 4 Minuten, was mir eine gute Ausgangsposition für das Radfahren schaffte.

Hier konnte ich gleich von Anfang an zusammen mit Joszef Major aus Ungarn Boden gut machen, und wir sammelten einen nach dem andern auf. Leider wurde dadurch die Kette hinter uns immer länger. Major und ich als die Stärksten an diesem Tag in dieser Gruppe hielten das Tempo hoch. Auf den letzten Kilometern konnte ich sogar noch einen kleinen Vorsprung auf die Gruppe rausfahren was mich als vierter auf die Laufstrecke wechseln ließ. Ich hätte mich dann aber wohl doch mehr zurückhalten sollen und klug wie die restlichen Fahrgäste dieses Zuges hinten einreihen und Kräfte schonen.

Die schwüle New Yorker Hitze war grade auf dem Höhepunkt als ich mich den ersten steilen Anstieg gleich nach dem Wechsel hinauf quälte. 4-5 Plätze hab ich da gleich abgegeben. Mir fiel es unheimlich schwer, mich herunter zu kühlen und einen Lauf-Rhythmus zu finden, da auch das Auf und Ab nicht endete. Ich pendelte mich auf Platz 10-12 ein und sah, dass alle am Sterben waren, doch ich bin am Ende einen Tick mehr „gestorben“. Zum Schluss lief ich dann knapp hinter 8,9 und 10 als 11. ins Ziel.

Mit einer besseren Renneinteilung wäre zwar mehr drin gewesen, doch egal, ich machte 1400 Punkte und schob mich im Ranking für Hawaii kräftig nach vorne und weilte vor dem Ironman Kanada dann auf Platz 69.

Ironman Kanada zwei Wochen später
Dass dieses Unterfangen einfach wird, hab ich nie erwartet, es war allerdings die einzige Möglichkeit, nach Hawaii zu gehen. Auch hab ich kein Wunderrennen erwartet, doch ich hab mich gut genug gefühlt, dass mich ein solides Rennen in die Top 3 bringen könnte. Das war auch das mindestens Nötige, um die restlichen Punkte zu holen. In Penticton angekommen, fühlte sich alles erstmal an wie Urlaub. Das Wetter, die Umgebung, die Luft, es war einfach herrlich. Ich hatte zwei Wochen zur Regeneration, die ich auch perfekt nutzte. Deshalb fühlte ich mich auch am Renntag locker und guter Dinge.
Das Schwimmen beendete ich solide in den Top 10 und hatte danach große Lust, auf dem Rad anzugreifen. Auf der ersten Hälfte schmolz der Rückstand zur Spitze auch bis auf 2 Minuten. Doch näher kam ich auf der anspruchsvollen Radstrecke, die über den legendären Richterpass, führt nicht mehr. So hielt ich den Rückstand konstant und wechselte als vierter auf die Laufstrecke. Nachdem der an diesem Tag schnellste Radfahrer Scott Curry beim Marathon ausgestiegen war, fiel mir sogar noch die schnellste Radzeit des Tages zu!

Vorsichtig tastete ich mich beim Marathon entlang des Skaha Lakes zum Wendepunkt bei KM 21. Riskieren durfte ich an diesem Tag nicht viel, das war mir klar, deshalb hieß es auch, nachdem mich Piggin und Russel überliefen und ich auf den 6. Platz zurückfiel, geduldig zu sein und das Tempo bzw. meinen Trott weiter zu laufen. Der Schritt wurde schwerer und kurzer, was ich jetzt mal auf den Ironman zwei Wochen zuvor zurückführen würde. Umso schöner war es, als ich mich nach dem Wendepunkt wieder erholte, erstaunlicherweise passierte dies an den giftigen Anstiegen nach der Wende.

Danach fühlte es sich wieder nach Laufen an und ich kam dem mittlerweile auf 4 liegend dem 3. Platz immer näher. Zum Schluss musste ich zwar noch mal beißen, als ich versuchte den 2. noch einzuholen, was dann doch des Guten zu viel war und ich mich dadurch etwas ans Limit lief. Trotzdem sicherte ich den 3. Platz ab und war damit überglücklich.

Ich hab mir solch eine Leistung zwar ausgerechnet und erhofft, es war mir allerdings nicht klar, ob es auch funktionieren würde. Der dritte Platz gab noch mal ca. 800 Punkte auf mein Konto, und ich rückte bis auf Platz 53 vor. Nun war ich 11. von den 10 August-Qualifikanten. Also musste noch einer abspringen.

Im Vorfeld hatte allerdings Jan Raphael schon angekündigt, er wolle mal auf Hawaii verzichten und dafür in Florida im November starten. Zwischenzeitlich schien es, als hätte er sich es noch mal überlegt. Daher musste ich noch ein paar Tage zittern. Doch schlussendlich entschied sich Jan dann für den Ironman Florida!

Sprich: Ich fahre nach Hawaii! Sicher war jetzt etwas Glück dabei, doch hat mich in diesem Qualifikationsjahr auch schon viel Pech eingeholt. Jetzt bin ich glücklich, dass ich mich jetzt dann voll auf Hawaii konzentrieren kann. Ich bin mehr als motiviert und mir sicher, dass ich in Topform am Start sein werde!»

Ein Video des Sponser-Sportlers gibt’s auf: http://youtu.be/OaIlbMMzXrA oder direkt im Browser:

Einen Kommentar schreiben

Krämpfe ade!

Muscle-Relax-Sponser Das innovative Produkt Muscle Relax von Sponser hemmt und reduziert unkontrollierte Muskelkontraktionen und kann akut oder präventiv eingenommen werden.

Magnesium 375



Neue Formulierung! Magnesium 375 ist eine Trinkampulle mit hochdosierten 375 mg Magnesium sowie den Vitaminen C und B6. Erfrischend im Geschmack und ohne Kalorien.

Facebook

Power Gums Cola

Die beliebten Power Gums gibt es nicht nur im bekannten Fruchtmix-Geschmack, sondern neu auch in einer koffeinfreien Variante mit Cola.