18 Aug

Alexandra Engen sorgt für Olympiasensation – Lisi Osl und Katrin Leumann im Pech

Für mehr als ein Jahr stand die Saison 2012 unter dem Motto «Way2London». Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit und die drei Elitefahrerinnen des Ghost Factory Racing Teams konnten mit Ihren Nationalteams die Anreise und Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Angriff nehmen.

Für die Damen waren es jeweils nicht die ersten olympischen Spiele. Katrin Leumann durfte in Athen 2004 als Nachrückerin am Vorabend des Rennens anreisen und ohne Streckenbesichtigung in das Rennen starten, konnte sich aber aufgrund der starken Konkurrenz nicht für Peking qualifizieren. Lisi Osl und Alexandra Engen erlebten eben dort Ihre ersten Spiele im Jahre 2008. Dort konnte jedoch nur Lisi Osl am Rennen teilnehmen, Alexandra brach sich beim Training auf der Strecke das Schlüsselbein und musste vorzeitig abreisen.

Der «Way2London» hingegen stand für die drei Fahrerinnen unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen. Katrin Leumann nutzte Ihre letzte Chance zur Qualifikation beim Weltcup in La Bresse/FRA. Damit zeigte sie, dass sie, nach einer schwierigen Saison 2011, wieder den Anschluss an Ihre Topform aus dem Jahr 2010 finden und auch ihrem persönlichen Anspruch auf ein Diplom, also eine Olympia Top 8-Platzierung, gerecht werden kann. Lisi Osl’s Qualifikation stand dabei schon zu Beginn der Saison relativ sicher fest, ganz anders erging es Alexandra Engen. Bis zum letzten Rennen des Qualifikationszeitraums musste sie für Schweden Punkte sammeln und erst mit der Veröffentlichung des Nationenrankings war klar, auch die Schwedinnen haben sich einen Startplatz verdient.

So knapp die Qualifikation auch war, bewies Alexandra Engen, dass sie sich den Startplatz verdient hatte und wurde vom Streckensprecher beim Olympiarennen als «happiest person on a mountainbike» bezeichnet – diese Einschätzung sollte an diesem Tag wohl sehr genau zutreffen. Alexandra konnte beim letzten Weltcup in Windham/USA ihr bis dahin bestes Weltcupergebnis (Platz 15) pulverisieren und beendete das Rennen als sechste. Mit dem Teamwechsel zu Saisonbeginn, dem Bewusstsein einer guten Konstitution und einer perfekten Vorbereitung in Schottland – mit dem schwedischen Nationalteam und ihrem Teammechaniker Theo Münster als Mechaniker für Schweden an der Seite – gelang ihr die Sensation in London.

Alexandra startete verhalten ins Rennen und konnte mit Glück allem Gerangel aus dem Weg gehen. Von Platz 15 zu Beginn steigerte sie sich von Runde zu Runde. «Wie in Windham ging mein Plan voll auf. Wir haben genau dieses Szenario durchgespielt, ich wollte kontrolliert losfahren und zum Ende nochmal richtig aufdrehen.» Dieses «aufdrehen» bedeutete für die 24jährige Schwedin die schnellste letzte Rennrunde überhaupt und den Sprung vom bis dahin zehnten auf den sechsten Rang. «Ich sah Pendrel vor mir fahren und wusste nicht wo ich liege. Ich frage mich, warum sie heute so langsam fährt, da sagte mir jemand ‚Platz sechs‘ und ich konnte es nicht glauben bis am Ende tatsächlich mein Name auf dem sechsten Platz aufleuchtete».

Bereits vom Start weg zeigte Katrin auf einer Strecke, die nach eigenen Worten wie für sie gemacht war, ihre Ambitionen auf und reihte sich in den Top5 ein. «Irgendwann spürte ich, dass fast alle um mich herum überziehen, ich nahm etwas Tempo raus und wusste, die kommen alle zu mir zurück». Damit hätte sie recht behalten, wäre ihr nicht ein Platten zur Rennmitte dazwischen gekommen. «Von da an wollte ich zu viel, bin zweimal gestürzt und habe meinen Rhythmus nicht wieder gefunden. Aber besser am Ende 19te mit dem Bewusstsein, dass die Form stimmt, als zu wissen, dass ich nicht mehr drauf habe. Die Vorbereitung war perfekt, ich habe es anders gemacht als alle anderen und bin damit für mich goldrichtig gelegen, lediglich das Rennglück fehlte mir», resümierte die Baselerin und schaut damit bereits in Richtung WM Anfang September.

Lisi Osl konnte beim Weltcup in Val d’Isere/FRA wieder Selbstvertrauen tanken und vom letzten Formtest vor Olympia einen Motivationsschub mitnehmen. Platz sieben bedeutete Ihr bestes Weltcupergebnis der Saison und vor allem ein gutes Renngefühl. «Das Höhentrainingslager hat gut angeschlagen und ich stand mit einer guten Verfassung am Start», so die Tirolerin.

Dennoch konnte man ihr die Enttäuschung nach dem olympischen Rennen deutlich ansehen. Platz 15 stand am Ende auf der Anzeigetafel – nicht die Erfüllung der eigenen gesteckten Ziele. Lisi musste gezwungenermaßen bereits auf der ersten Runde von ihrer Taktik abweichen, nachdem zunächst Gunn Rita Dahle direkt vor ihr stürzte und sie später, von einer weiteren Fahrerin abgedrängt, selbst schwer zu Boden ging. Ihre Aufholjagd, vom Ende des Feldes ausgehend, endete schließlich auf Rang 15. «Ich bin so dankbar für den Support und die Unterstützung, die ich von allen Seiten bekommen habe und bin deshalb etwas enttäuscht, dass heute nicht mehr zurückgeben konnte», sagte die Tirolerin bei einem Empfang des ganzen Teams im Österreichhaus vor ihren Teamkolleginnen und den österreichischen Vertretern.

Fotos: Armin Küstenbrück, Rob Jones und Cerveny

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