10 Aug

«Das wird ein harter Tag!»

Am 11. August wird Norbert Görres (22) 24 Stunden lang in die Pedalen treten. In Sontra-Weißenborn gibt er seine Premiere als Ultrabiker. Wie er das anpacken will, verrät der sympathische Freiburger im Interview.

Norbert, solo an einem 24-h-Rennen in Sontra-Weißenborn: Wie kamst Du auf so eine verrückte Idee?

Diese Frage ist recht einfach beantwortet: ich habe schon immer zu viel Ausdauer trainiert und zu wenig im hochintensiven Bereich. Daher war ich nach jedem Rennen mit meiner Leistung  unzufrieden! Ich habe immer das Gefühl, dass ich nicht viel schneller fahren kann, aber noch den ganzen Tag so weiter fahren könnte. Als mich ein Bekannter nach einem Marathon über 6 Stunden mal darauf angesprochen hatte, weshalb ich noch so frisch aussehe, habe ich ihm genau das erklärt. Daraufhin meinte er: Fahr 24h-Rennen! Also probiere ich das in Sontra-Weißenborn aus und wenn ich gut durchkomme, dann reicht es bestimmt für einen Platz auf dem Treppchen. Aber ich weiß auch, dass mit jeder gefahrenen Stunde mehr Gründe für einen Abbruch in meinem Kopf auftauchen werden: Selbst wenn die Beine, die Verpflegung und das Wetter passen, sind die drei größten Gegner die Gedanken, der Nacken und der Rücken. Es wird also ein harter Tag!

Bist Du Berufs- bzw. Spitzensportler? Oder was arbeitest / studierst Du neben dem Sport?

Wenn ich jetzt sage, was ich neben dem Sport studiere, dann bekomme ich schön Ärger von meinen Professoren und meinen Eltern! Ich studiere Volkswirtschaftslehre an der ALU Freiburg und treibe nebenbei Sport!  Ich würde mich selbst als ambitionierten Mountainbiker bezeichnen, der noch viel zu lernen hat und am Anfang eines langen Wegs steht – aber was nicht ist, kann noch werden. Ich besitze durchaus das Potenzial zum Spitzensportler im Bergradsport, da ich von Natur aus schlank bin und schon immer einen niedrigen Puls hatte.
Zur Zeit versuche ich weitere Sponsoren zu gewinnen, damit ich mehr Rennen fahren kann. Letztlich machen nur Rennen hart und schnell, aber als Student kann man sich allein nicht mal die Verschleißteile für das Training leisten – geschweige denn die Kosten für Wettkämpfe. Daher bin froh über jede Unterstützung, sei es durch meine Eltern, meine Co-Sponsoren oder Sponser. Noch bin ich auf meinem eigenen Bike unterwegs, das technisch nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Aber mit etwas Glück darf ich nächstes Jahr APACE Bikes zu meinen Unterstützern zählen, dann werde ich öfter als bisher bei den Marathonrennen in Süddeutschland antreten können.

Wie viel Zeit hast Du in die Vorbereitung für das 24-h-Rennen gesteckt und wie sieht Dein Training im Allgemeinen aus?

Bis Juni habe ich im Sattel praktisch nur Ausdauer trainiert, dadurch bin ich allerdings etwas langsamer geworden als zu Jahresbeginn. Nach einem Leistungstest im Radlabor Freiburg habe ich mein Training umgestellt: Seitdem fahre ich viel mehr Intervalle im hochintensiven Bereich und nur noch selten lange Einheiten im Ausdauerbereich. Das hat sich schon bezahlt gemacht: beim 15. Black Forest Ultra Bike Marathon in Kirchzarten bin ich auf dem Speed-Track (52km und 1130hm) in 2:14 Stunden auf den 18. Platz von 474 Finishern gefahren (Platz 9 der Herren), dabei hatte ich gerade erst angefangen im hochintensiven Bereich zu trainieren. Das macht natürlich Mut und ist auch ein gutes Feedback, dass ich auf meinem Ausdauertraining aufbauen kann. Im ersten Halbjahr 2012 habe ich etwa 170 Stunden trainiert und dabei über 3600km zurückgelegt.

Wovor hast Du am meisten Respekt, wenn Du an die 24 Stunden denkst?

Worst case: schlechtes Wetter! Wenn die Strecke aufweicht und man so langsam auskühlt, verliert glaube ich jeder die Lust am Radfahren. Außerdem könnten ergonomische Probleme eine Rolle spielen: Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht, auch nicht auf dem Rad! Ich kann mir gut vorstellen, dass nach 17 oder 20 Stunden Rücken, Hände und der Nacken keine Lust mehr haben. Mir wurde auch schon oft gesagt, dass man abstumpfen muss, um möglichst viele Runden zu absolvieren. So wirklich kann ich das nicht, ich muss dann immer mit den Gedanken ans Aufgeben kämpfen und einfach weitermachen. Wenn die 24 Stunden dann langsam dem  Ende entgegen gehen, wird die Motivation schon wieder kommen. Der Biss auf den letzten Kilometern ist neben einem schnellen Start und den Kletterkünsten an Steilhängen sicher meine größte Stärke.

Hast Du Dir bereits Gedanken gemacht, wie Du Dich am Rennen verpflegen wirst? Welche Produkte von Sponser und auch sonst wirst Du einsetzen?

Wenn es möglich ist hätte ich am liebsten Chili und Nudeln zwischendurch, aber so genau ist die Betreuung noch nicht geplant. Fette sind wichtig – also werde ich bspw. Laugenbrötchen mit Käse mitnehmen, ansonsten was man unterwegs essen kann: Brötchen, Obst, Riegel. Damit ich mich nicht „schwarz“ fahre, habe ich bereits Liquid Energy Gels, BCAA Gels, Isotonic Drink und Cereal Energy Riegel gebunkert, für den schnellen Energiekick wird auch Activator im Gepäck sein. Am Vorabend des Rennens und zwischendurch gibt es Carboloader und Recovery-Shakes – geschüttelt, nicht gerührt!

Hast Du ein Lieblingsprodukt von Sponser?

Das ist eine schwere Frage. Da ich keinen Kaffee trinke, hilft im Alltag ab und zu der Activator, wenn ich mal völlig übermüdet in die Uni muss. Wenn ich mich schlapp fühle oder nach hartem Training gefällt mir der Recovery-Shake, aber mein Lieblingsprodukt für unterwegs ist und bleibt das Liquid Energy Gel, das mir sehr langen und sehr harten Einheiten noch den benötigten Energieschub gibt, damit ich es in die heimische Dusche schaffe.

Kann man Dich und Dein Rennen irgendwo im Internet verfolgen? Führst Du einen Blog oder twitterst Du?

Man findet mich auf Facebook. Dort poste ich alles Mögliche rund ums Radfahren: was mir gefällt, was ich erlebe, was mich bewegt und auch kleine Berichte zu Rennen. Super professionell ist das nicht, aber vielleicht unterhaltsam. Davon kann sich jeder selbst ein Bild machen: www.facebook.com/NJGRacing

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