31 Aug

Swiss Regional Team East freut sich über gelungene Bike Jugend-EM

Bereits gehören die European Youth Mountainbike Championships 2012 der Vergangenheit an. Das Schweizer Team blickt auf ausserordentlich erfolgreiche Wettkämpfe zurück. Einzig Defekte am letzten Renntag verhinderten eine Sensation (alle Fahrer in den Top10 und 3. Rang in der Teamwertung). Trainer Martin Lauener vom «Swiss Regional Team East» berichtet:

Die zwei Fahrer (Ramon Lauener und Casey South) sowie eine Fahrerin (Michelle Andres) bilden das Swiss Regional Team East. Wir haben dieses Team ins Leben gerufen, um einigen hoffnungsvollen Schweizer MTB-Talenten, welche den Sprung in die beiden Nationalmannnschaften nicht schafften, die Möglichkeit zu geben, an diesem internationalen Anlass Erfahrungen zu sammeln. Was Michelle, Casey und Ramon daraus gemacht haben, verdient höchsten Respekt!

Die Schweizer Bike-Jugend zeigte bereits am ersten Tag der European Youth Mountainbike Championships, dass sie zu den ernstzunehmenden Bike-Nationen gezählt werden darf. Im Team Relay erreichten die Athleten den sensationellen 7. Rang von 65 Teams. Mit den Nationalteams Switzerland 1 auf dem 5. Rang und Switzerland 2 auf dem 9. Rang ist die Schweiz bei der Siegerehrung hervorragend vertreten.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Technikparcours. Pro Fehler wurden im Rennen 20 Strafsekunden aufgebrummt. Den Parcour meisterte Casey hervorragend mit 0 Fehlern und durfte dementsprechend früh ins Rennen starten. Aber auch Ramon mit zwei und Michelle mit vier Fehlern waren noch weit vorne im Starterfeld eingereiht.

Im Rennen der Damen konnte Michelle schnell viele Ränge gut machen und erreichte den tollen 10. Rang Im Rennen der Männer (in Anbetracht der vielen, grossen und muskulösen Teilnehmer verzichte man auf den Begriff «Jungs») konnte Casey im ersten Block ins Rennen starten und verteidigte die Position perfekt bis am Ende des Rennens. Der 10. Rang und somit bester Schweizer war der Lohn.

Ramon startete mit 40 Sekunden Rückstand. Da die Teilnehmer pro Block im Alphabet des Landesnamen (von A wie Austria bis S wie Switzerland) eingereiht wurden, stand Ramon nur in der 3. Reihe seines Startblocks. Die suboptimale Ausgangslage schreckte ihn jedoch nicht ab und legte eine sehr schnelle Startrunde hin, in welcher er fast zu Casey aufschloss. In den folgenden zwei Runden musste er jedoch für das schnelle Starttempo büssen und fiel wieder einige Ränge zurück. Am Schluss resultierte der hervorragende 21. Rang von 128 Fahrern.

Am dritten Tag verpasste Michelle bei den Damen mit einem starken 12. Rang die Diplomränge nur sehr knapp und befand sich in der Zwischenwertung auf dem 9. Rang. Casey und Ramon lieferten bei den Männern ein phantastisches Rennen ab. Von Beginn weg fuhren sie gemeinsam und pushten einander über die vielen Höhenmeter. Position um Position konnten sie in der ersten Runde gut machen. In die zweite Runde starteten sie zusammen mit dem sehr starken dänischen Leader, der die ersten zwei Rennen gewonnen hatte, auf den Plätzen 3 bis 5. Auch auf dem höchsten Punkt sind sie noch zusammen. Bevor es in die Singetrail-Abfahrt ging, sprachen Ramon und Casey die Taktik ab. Da Casey in der Zwischenwertung vor Ramon lag, bot ihm Ramon an, dass Casey als erster in den Single-Trail fahren solle und er dann in zweiter Position den Dänen etwas bremsen würde. Die Rechnung ging voll auf. Casey konnte sich absetzen und belegte klar den 3. Rang. Ramon musste nach dem Trail den Dänen ziehen lassen, konnte aber ungefährdet den 5. Rang erreichen. Beide freuten sich im Ziel riesig über das gemeinsam Erreichte. Eine taktische Meisterleistung! In der Zwischenwertung belegten Casey und Ramon die Plätze 6 und 8. Auch hier hofften wir auf ein guten, letzten Renntag.

Aber auch bei den Damen gab es den ersten Podestplatz für die Schweiz durch Sina Frei. Nicole Koller komplettierte mit dem 5. Rang das super Ergebnis und machte den dritten Tag an der EM zum Schweizer Tag.

Der letzte Renntag brachte das ersehnte Schlussfeuerwerk an der Jugend-EM. Die Ziele von Michelle, Casey und Ramon für den letzten Wettkampftag an der Jugend EM waren bereits am Vorabend klar. Alle wollten nochmals unbedingt unter den Top10 klassiert sein, um an der Siegerehrung unter frenetischem Beifall der Schweizer Delegation auf das Podium steigen zu können.

Den Anfang machte Michelle. Es war wiederum sehr heiss. Die besten vier Schweizer Fahrerinnen und Fahrer wurden mit Kühlwesten ausgestattet, welche der Nationaltrainer Beat Müller von Swiss Cycling mitgebracht hatte. Michelle konnte sich gleich in etwa der 10. Position festsetzen. Konstant zog sie das Rennen durch und klassierte sich zum Schluss auf dem ausgezeichneten 8. Rang. Die Freude war riesig – das Ziel erreicht. Super gemacht, Michelle!

Wenig später waren Ramon und Casey an der Reihe. Die Fahrer wurden entsprechend dem Zwischenklassement aufgestellt. Der Start gelang vor allem Ramon sehr gut – Casey folgt einige Positionen weiter hinten. Nach der ersten von drei Runden war alles im grünen Bereich. Casey und Ramon passierten in etwa auf der 10. Position. Beide sahen noch sehr frisch aus. Wenig später jedoch der Funkspruch – Ramon hatte vor dem Aufstieg einen platten Hinterreifen eingefangen und musste den ganzen Aufstieg hochrennen. In der oberen Tech-Zone erhielt er schnell ein Ersatz-Hinterrad. Ein Top10-Rang war jedoch bereits ausser Reichweite. Nach der zweiten Runde passierte Casey immer noch um die Position 10. Viel Zeit verging, bis Ramon endlich auftauchte. Der Grund dafür war schnell klar. Das Hinterrad hatte wiederum einen Platten und Ramon rannte erneut eine grosse Strecke. Wie sich später herausstellte, war das Ersatzrad von einem wesentlich leichteren Fahrer und hatte deshalb einen geringeren Druck, was zu einem weiteren Durchschlag führte. Doch auch das dritte Hinterrad war nicht optimal. Es streifte an der Bremsscheibe so stark, dass in der nächsten Zone wiederum ausgewechselt werden musste. Da bei diesem Rennen die 80%-Regel gilt (Fahrer, welche mehr als 80% länger als die schnellste Rundenzeit für eine Runde benötigen, werden aus dem Rennen genommen), wurde Ramon bei Start/Ziel nach der zweiten Runde aus dem Rennen genommen und konnte keine Aufholjagd mehr starten. Die Enttäuschung war enorm. Casey zog wie schon die ganze Woche sein Rennen durch und klassierte sich auf dem hervorragenden 7. Rang.

Nach den Siegerehrungen der Tagessieger folgte die Ehrung der Europameister und den Top10. Bei den Damen ging der Sieg an Österreich. Michelle klassierte sich auf dem sensationellen 8. Schlussrang. Weitere Schweizerinnen waren Nicole Koller (4.), Sina Frei (9.) und Aline Seitz (10.). Ein tolles Bild!

Bei den U17-Herren ging der Titel ebenfalls an Österreich. Casey klassierte sich als bester Schweizer auf dem unglaublichen 4. Schlussrang. Der amtierende Schweizermeister Roger Aeberli wurde 9. Ramon, der sich vor dem Hinterrad-Debakel auf dem 8. Zwischenrang befand, rutschte leider auf Rang 34 ab. Ohne die Defekte und einer weiteren Top10-Platzierung, hätte sich Ramon auf dem 6. oder 7. Schlussrang klassiert.

In der Teamwertung belegte das Team Schweiz den hervorragenden 5. Rang von 67 Teams.

Aber nicht nur die Ergebnisse waren wichtig. Eine besondere Herausforderung waren die vier aufeinander folgenden Wettkampftage und die damit verbundene Regeneration. Richtiges Essen, sauberes Einfahren, sich kühl halten, Regenerations-Shake, Ausfahren nach den Rennen, kalte Duschen und genügend Schlaf waren unsere stetigen Begleiter. Des Weiteren mussten Enttäuschungen schnell verarbeitet werden, um für den nächsten Wettkampf wieder einen klaren Kopf zu haben. All diese Erfahrungen werden auf dem weiteren Weg wertvoll sein.

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Ein Kommentar zu “European Youth Mountainbike Championships”

  1. Ramon Krebs sagt

    31. August 2012, 09:01

    Cool gratuliere, da hat das Trainingscamp im Berner Oberland ja gewirkt ;)

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