31 Jul

Vorbereitungen: katastrophal. Wettkampf: super!

In der Sponser-Hall of Fame melden sich erfolgreiche Sportler, die auf Sponser-Produkte vertrauen, gleich selber zu Wort. Heute: Die deutsche Triathletin Rebekka Trukenmüller aus Hamburg, der am Ironman Nizza ein hervorragendes Rennen gelungen ist! 2. in der AK 30-34, Hawaii-Quali geschafft und Overall 10. Frau. Chapeau!

Um den Wettkampf in einem Satz zusammen zu fassen: die Vorbereitungen liefen katastrophal und der Wettkampf lief super!

Meine Vorbereitungen für den Ironman Nizza liefen alles andere als rund. Im Vorwege hatte ich dieses Jahr mit vielen Verletzungen und Erkältungen zu kämpfen. Und genau eine dieser Erkältungen fing ich mir auch zwei Wochen vor dem Wettkampf ein. Gleichzeitig zwang mich die Sehne im Fuß dazu, mein Lauftraining abzubrechen. Und das war erst der Anfang.

Ein Woche vorm Start bekamen wir eine E-mail, dass unser Flug am Freitag von 14:25 Uhr auf 10:10 Uhr vorverlegt wurde! Für mich ein Drama, denn vor 12:00 Uhr würde ich nicht von der Arbeit wegkommen. Und die Alternative sah schlecht aus: Am Samstagmorgen um 6:00 Uhr zu fliegen, um gegen 14:00 Uhr in Nizza zu sein. Dumm nur, dass ich meine Startunterlagen nur bis 13:00 Uhr abholen konnte und mein Rad aufgebaut bekommen musste, um rechtzeitig einzuchecken…

Nach zwei langen Tagen des Fluchens konnte ich doch noch eine Lösung des Problems finden: Eine andere Fluggesellschaft hat mich umständlich am Freitag über Brüssel geflogen, um dann gegen 22:00 Uhr in Nizza zu landen. Nächstes Problem: Die Busse fuhren nicht mehr und die Taxis weigerten sich, mein Rad mitzunehmen. Nur gut, dass sich schließlich doch noch einer erbarmt hat.

Die nächste Freude traf mich, als ich dann am Samstag meinen Radkoffer öffnete und sich meine 2-kg-Müslipackung flächendeckend über mein gesamtes Rad verteilt hatte! Aus allen Ecken konnte ich Haferflocken, Himbeerstaub und Schokoraspeln heraussammeln. Besonders gut haben sich die Haferflocken in der Kette gemacht!

Weiter ging es kurz darauf beim Einchecken, als ich von einem Helfer aus der Schlange gezerrt, und in einen extra abgesperrten Bereich geschoben wurde. Dabei redete sie ohne Pause auf Französisch auf mich ein. Meine Versuche, ihr klar zu machen, dass ich nicht ein Wort verstand, brachten sie nur dazu, einen weiteren Schwall an Worten auf mich nieder zu lassen. Jetzt fragte ich mich natürlich: Was hat das zu bedeuten? Irgendwann konnte ich dann mit den anderen aussortierten Athleten herausfinden, das wir einfach etwas zu früh waren – also kein schlimmes Verbrechen. Nur eine lange Wartezeit bei über 30°C in der prallen Sonne.

Als letztes Hindernis des Tages stand uns jetzt nur noch die Bestellung eines Taxis für den Wettkampfmorgen an. Keine leicht zu bewältigende Aufgabe. Aber schließlich hieß es nur noch, die letzte Nacht vorm Wettkampf gut überstehen und hoffen, dass das Taxi auch wirklich um 4:30 Uhr vor der Tür stand…

Morgens um 5:00 Uhr öffnete die Wechselzone. Mit der Startnummer 97 hatte ich mein Rad gleich ganz vorne hinter den Profis. Also besonders nach dem Schwimmen, wenn dann schon alle Räder weg sind, würde ich kein Problem haben, mein Rad wieder zu finden. Anders sah es für einige andere Athleten aus. Die Wechselzone war nämlich mindestens 500 m lang, bei 2200 Athleten!

Wir machten uns auf den Weg zum Start, um noch kurz einzuschwimmen. Und schon wieder wurde ich von einem Helfer am Arm zur Seite gezerrt. Warum und weshalb konnte ich nicht herausfinden – er sprach wieder nur französisch – aber es gelang mir, ihn davon zu überzeugen, mich meinen Weg fortsetzen zu lassen.

Die Startzone bestand aus einem Steinstrand, der es einem nicht leicht machte, sich darauf verletzungsfrei fortzubewegen. Ich war nur froh, die Startlinie erreicht zu haben und kümmerte mich deshalb nicht weiter darum, zeitlich falsch einsortiert zu sein. Schnell ließ ich mich von einem anderen Athleten noch darüber aufklären, dass wir anders herum schwimmen würden, als ich erwartet hatte und dann erfolgte um 6:30 Uhr auch schon der Startschuss.

Die erste Schwimmrunde konnte ich ohne schlimmere Tritte überstehen und als ich mich bei der Strandüberquerung in die zweite Runde lang machte, half mir sofort ein anderer Athlet wieder auf die Beine. In der zweiten Runde befiel mich ein leichtes Übelkeitsgefühl, dass tendenziell zum Ende hin schlimmer wurde. Die Ursache konnte ich nicht ergründen. Vermutlich waren die hohen Temperaturen im Neo, in Verbindung mit einer leichten Unterzuckerung schuld. Jedoch kam mir dieses Gefühl schon aus Japan bekannt vor und ich machte mir ernsthaft Sorgen ums Radfahren.

Nach 1:05:38h kam ich als 28. Frau aus dem Wasser. Mit der Zeit war ich höchst zufrieden.

Das Radfahren ließ ich vorsichtig beginnen. Genau ein Wochenende bin ich in diesem Jahr im Harz Berge gefahren. Den Rest habe ich in Hamburg trainiert und da ist, es wie man ja weiß, tendenziell flach.

Die Nizza-Radstrecke hingegen hat 2500 Höhenmeter. Dies ließ mich im Vorwege einigen Respekt und Furcht haben. Und nach den ersten 20km kam dann auch gleich eine Rampe von 12% Steigung. Wenig später schloss sich ein Anstieg über 20 km an. Doch zu meinem Glück hatte Ahmed mir noch ein Bergritzel angeschraubt. So konnte ich ohne großes Fluchen die Hindernisse überstehen.

Ich machte mir keinen Druck und genoss die Strecke. Nur als ich bei Kilometer 80 dann mal aufs Tacho schaute und dort sah, dass ich schon seit drei Stunden auf dem Rad saß, machte ich mir doch ein wenig Gedanken. Sollte ich wirklich 6:30h für die Radstrecke brauchen? Doch dann begannen die ersten Abfahrten. Und dafür hatte ich mir einiges Vorgenommen: Ich zählte auf den Abfahrten jeden Überholer und es waren insgesamt nur 10 Stück! Und dass, wo mir ja immer nachgesagt wird, was für ein schlechter Bergabfahrer ich bin.

Da die Strecke aus einer großen Runde bestand, sah man wenig von den anderen Athletinnen. Auf den ersten fünf Kilometern überholte ich einige. Ansonsten sah ich auf der Strecke noch zwei weitere Athletinnen, die ich überholte – mehr nicht.

Nach 160km waren die Berge überwunden und ich stellte mich auf 20 km Beine-locker-fahren ein. Dem sollte nicht so sein. Heftigster Gegenwind machte auch dieses Stück der Radstrecke zur Herausforderung. Nach 5:45:03h hatte ich alle Radkilometer hinter mir gelassen und konnte mich auf den Marathon freuen. Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich als 14. Frau im Rennen.

Der Marathon begann damit, dass ich mich in der Wechselzone nach einer Toilette erkundigte und mir mitgeteilt wurde: Ja, zwei Kilometer die Straße hoch gibt es eine. Dieser Stopp blieb leider nicht der einzige. Auf den ersten der vier Laufrunden suchte ich die Toiletten fünfmal auf, und da es davon definitiv zu wenige gab, war anstehen nicht zu umgehen.

Doch ab der dritten Laufrunde ging es mir richtig gut. Der Marathon brachte plötzlich Spaß. Habe ich zuvor mit einigen Athleten, durch meine ständigen Stopps, Hase und Igel gespielt, konnte ich jetzt mehrere Athleten überholen.

Noch nie zuvor hatte ich auf der 2. Marathonhälfte bei einem Ironman plötzlich so viel Energie. In wie weit ich auch schneller gelaufen bin, kann ich jedoch nicht sagen, da ich weder meine Uhr zu Beginn gestartet hatte, noch unterwegs darauf geschaut habe. Aber als drei Runden hinter mir lagen und ich wusste, dass es jetzt nur noch eine zu bewältigen gab, habe ich noch einmal alles daran gesetzt, um weitere Athletinnen zu überholen.

Überglücklich und erstaunlich frisch, konnte ich die Ziellinie nach einem 3:33:58h Marathon und einer Gesamtzeit von 10:33:19h als 10. Frau überlaufen.

Der Wettkampf hat großen Spaß gemacht. Vermutlich gerade, weil ich mir im Vorwege keinen Druck gemacht habe und mir genügend Energie fürs Laufen bewahrt habe. Die Quali hätte ich als 2. meiner Altersklasse 30-34 auch gehabt. Doch für dieses Jahr werde ich erst einmal Pause machen.

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