17 Jul

Je länger und steiler, desto lieber!

Sein Motto könnte heissen: Je länger, desto lieber. Sein grosses Ziel in dieser Saison ist der Ultratrail du Mont Blanc. Doch daneben hat der Ultraläufer Florian T. Huber (33) noch viele weitere sportliche Träume, die er sich früher oder später erfüllen wird. In einem aufschlussreichen Interview verrät der Allgäuer, wie er lange Distanzen angeht und welche Ernährungsgeheimnisse er dabei anwendet.

Wie man auf Deiner Webseite lesen kann, hast Du Dir für 2012 viele grosse Ziele vorgenommen: Den Transvulcania auf La Palma (83km, 4.100Hm); den Salomon 4 Trails (160km, 10.000Hm); den Allgäu Paronama Marathon (69km, 3.000Hm) und den Zugspitz Supertrail (72km, 3700Hm). Wie sehen Deine Trainingsumfänge aus? Ist das alles in einer Saison zu schaffen?

Alle Läufe wären in der Tat etwas viel, wobei ich sicher bin, das es zu schaffen wäre und ich zugeben muss, dass es einen gewissen Reiz ausübt. Mein Ziel jedoch ist die Qualifikation für den Ultratrail du Mont Blanc. D.h. es müssen 5 Wertungspunkte erlaufen werden. Jeder der gelisteten Läufe bringt je nach Umfang und Höhenmetern mehr oder weniger Punkte. Letztlich reicht die Teilnahme an Salomon 4 Trails (3 Punkte) und dem Allgäu Panorama Marathon (2 Punkte) aus, um die nötigen Punkte zu sammeln. Aufgrund der räumlichen Nähe werde ich hier versuchen, ganz sicher teilnehmen. Allerdings habe ich gelesen, dass der ein paar Tage zuvor stattfindende Zugspitz Supertrail eine ideale Vorbereitung für den Salomon 4 Trails sein soll – und Training hat schliesslich noch niemanden geschadet. Der Transvulcania fand leider ohne mich statt. Da ich verletzungsbedingt einiges im Trainingsrückstand bin und derzeit versuche, für den 4-Trails-Lauf fit zu werden.

Wie gehst Du an derart lange Wettkampf-Distanzen heran? Machst Du mentales Training, um auch im Kopf bereit zu sein für Läufe um 100 km und mehr? Oder wie meisterst Du Krisen auf Ultra-Distanzen?

Klar muss man den Kopf in gewisser Weise trainieren, um den Willen ins Ziel zu kommen auf so langen Distanzen aufrecht zu erhalten. Der Idealfall ist ein gleichschneller Läufer, so dass man sich gegenseitig pushen kann, wenn ein Tief naht. Leider ist dies nicht immer der Fall, dann rufe ich mir immer ins Bewusstsein, dass man extra zu diesem Lauf angereist ist, darauf trainiert hat und setze mir kleine Ziele, wie z.B. das erste Viertel, die HM-Distanz, die Hälfte. Und wenn die geschafft ist, dann denke ich mir immer: Jetzt ist der Weg zurück genau so lange wie ins Ziel. Da kann ich dann auch gleich weiterlaufen! .-) Letztlich bieten so lange Distanzen die ideale Möglichkeiten, über sich selbst und gewisse Dinge nachzudenken.

Machst Du ausschliesslich Berg-, Trail- und Ultraläufe oder ab und zu auch so profane Distanzen wie einen Marathon auf Asphalt?! .-)

Ich muss gestehen, dass ich bisher noch nie einen Marathon gelaufen bin. Ich habe diese Distanz quasi übersprungen und bin momentan dabei zu überlegen, wie ich den Marathon in mein straffes Wettkampf- und Trainingsjahr für 2012 noch einbauen kann oder ob dieses Projekt auf 2013 verschoben werden muss. Schliesslich will man ja nicht nur mitlaufen, sondern auch gewisse Ziele umsetzen. Ein Marathon-Debüt unter 3 Stunden – sei es 2:59:59 wäre eine tolle Sache. Ansonsten laufe ich sehr gerne bei den lokalen Volksläufen auf der 10- oder Halbmarathondistanz mit. Man trifft einfach jede Menge bekannte Gesichter dort und ich geniesse es, nach dem Lauf bei Kaffee und Kuchen den neusten Klatsch und Tratsch aus der lokalen Laufszene zu erfahren oder zu hören, auf welche ausgefallenen Läufe es meine Laufspezl so verschlägt. So ergibt sich auch oft der nächste interessante Lauf, von dem man bisher noch nicht wusste.

Bist Du Berufs- bzw. Spitzensportler? Oder was arbeitest oder studierst Du neben dem Sport?

Ich arbeite im Rechenzentrum einer Hochschule und betreue dort die Netzwerke. Daher ist für mich Sport der ideale Ausgleich zu dieser sitzenden Tätigkeit. Dank Gleitzeit, Überstundenkonto und unkompliziertem Zeitausgleich kann ich sehr flexibel meine Trainingszeiten wählen und auf Wetter oder Wettkämpfe abstimmen.

Welches sind Deine grössten sportlichen Erfolge?

Nun, ich kann zwar leider noch mit keinen Gesamtsiegen aufwarten, habe aber schon einige Altersklassenplätze gewonnen und war auch öfters nahe an Top-10-Plazierungen. Für mich persönlich ist der Landsberger Hüttenlauf – auch wenn recht kurz, aber sehr steil – ein persönlicher Erfolg, wo ich Platz 8 gemacht habe und in der Altersklasse 30-39 Jahre Erster war. Auch den dritten Mannschaftsplatz beim Kempten Halbmarathon sehe ich als Erfolg, wenngleich hier meine Teamkollegen mit Spitzenzeiten unter 1 Stunde 20 und Top-10-Plazierungen wesentlich dazu beigetragen haben. Aber auch ich hatte nun mal eben meinen Anteil daran.

Welches ist Dein grösstes sportliches Ziel, das Du je erreichen möchtest?

Nun vorerst ist die Teilnahme am Ultratrail du Mont Blanc mein grösstes Ziel. Aber das soll nicht heissen, dass ich danach nicht nach grösseren Herausforderungen greife. Es gibt noch so viele grosse und interessante Läufe, wie 4-Desserts, Bad Water und Co., die einen gewissen Reiz ausüben, aber ich mir derzeit noch nicht vorstellen kann.

Gerade auf langen Distanzen ist eine ausreichende Ernährungsversorgung überaus wichtig. Wie verpflegst Du Dich während der Wettkämpfe?

Die Verpflegung hängt stark von der Länge des Laufes ab. Bis 10 km reicht mir ein isotonisches Getränkt vor dem Lauf und ein Recovery-Drink danach. Ab der HM-Distanz habe ich dann immer Liquid Energy Plus und Liquid Energy BCAA dabei. Wenn es dann in den Bereich von 30km und mehr geht und ich mich selbst mit Getränken versorge, verwende ich Long Energy Competition.

Hast Du ein Lieblingsprodukt von Sponser?

Ja, ich stehe voll auf Long Energy Competition mit Cola-Geschmack. Und es verfärbt zudem meine weissen Flaschen nicht. .-)

Treibst Du noch anderen Sport ausser Laufen?

Oh ja. Ich bin quasi der Prototyp eines Breitensport-Allrounders, wenn es um Outdoor-Sportarten am Berg geht und es ist wahrlich nicht immer einfach, alle Sportarten so oft pro Woche unterzukriegen, wie ich es gerne hätte. Gerade im Winter ist Skitourengehen für mich der ideale Ausgleich zum Trailrunning und die Tatsache, dass mein Vorbild Kilian Jornet im Winter ebenfalls diesem Sport frönt, ist für mich ein Zeichen, dass ich mit dieser Meinung hier nicht alleine liege. Ansonsten betreibe ich neben dem Lauftraining noch Mountainbiken, Eis-/Klettern, Bergsteigen und Wandern. Letzte Woche habe ich mir ein Rennrad gekauft, es aber leider noch nicht geschafft, dieses einzuweihen. Aber ich spüre schon gewisse Duathlon-Ambitionen in mir. Und falls ich es noch jemals mit Schwimmen auf die Reihen kriegen sollte, dann werde ich mich zu mindestens mal an einem kleinen Triathlon versuchen.

Wie schaut für Dich die perfekte Erholung nach Training und Wettkampf aus?

Ich entspanne ganz gerne in der Sauna und im warmen Wasser, lockere meine Muskeln und versuche dabei abzuschalten. Da die meisten Wettkämpfe sonntags sind, ist so ein Wellness-Nachmittag am Sonntag für mich der perfekte Ausklang der aktuellen Woche und macht mich fit für die kommende.

Deine Webseite ist mit sehr viel Liebe zum Detail (Lauftreffs, Streckenbeschriebe im Allgäu, Fotos und Links) gestaltet. Woher nimmst Du die Zeit, um neben dem umfangreichen Training auch noch eine Webseite zu unterhalten? Geht das unter «aktive Erholung»?!

Nun, da ich beruflich im IT-Bereich tätig bin, habe mich während meines Studiums mit der Materie befasst und habe daher eine gewisse Routine, was solche Dinge angeht, so dass ich meine Webseite eher so nebenher in der Mittagspause entstanden ist und auch zu diesen Zeiten gepflegt wird. Abends nach dem Sport lasse ich den PC meist aus. Ich muss schliesslich schon den ganzen Tag davor sitzen. .-)

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