31 Mrz

Interview mit Beat Frank, Physiotherapeut bei Swiss Ice Hockey

Während des Spiels treten sie kaum in Erscheinung. Doch abseits des Spielfelds sind Physiotherapeuten die heimlichen Stars im Eishockey-Sport. Wir haben uns mit Beat Frank, dem Physiotherapeuten der A-Nationalmannschaft von Swiss Ice Hockey unterhalten und Einblick in ein Berufsfeld am Rande des Eisfelds erhalten.

Als Verbandsphysiotherapeut von Swiss Ice Hockey werden Sie vermutlich oft mit den «gefährlichen» Seiten des Eishockey-Sports konfrontiert. Welche Verletzungen behandeln Sie bei Eishockey-Spielern besonders häufig?

Es ist unterschiedlich, man kann fast sagen abwechslungsreich. Wir behandeln die klassischen physiotherapeutischen Gebrechen wie Leistenprobleme, Rücken- und Nackenprobleme oder Verletzungen, welche direkt Gelenken, Bändern oder Sehnen zuzuordnen sind. Gleichzeitig sind wir aber auch zuständig für professionelle Tapes oder Tipps für die Erholung und die Regeneration. Auch Stretching ist ein Thema, das uns regelmässig beschäftigt.

Wann durchlebt ein Physiotherapeut, der die Schweizer Nationalmannschaft betreut, die strengste Zeit? Vor, während oder nach einem Match? Und warum?

Die strengste Zeit steht eigentlich an, wenn wir wieder im Mannschaftshotel zurück sind. Dann arbeiten wir schon fast im Akkord. Da kann es schon mal passieren, dass bis zu 12 Spieler noch unsere Dienste in Anspruch nehmen, vor allem im regenerativen Sinn. Da sind wir dann zwischen drei und vier Stunden im Einsatz. Vor allem, wenn wir am Nachmittag gespielt haben. Es sind dann auch lange Tage. Aber sie machen Spass – sonst würde ich es nicht schon so lange machen.

Greifen Sie als Physiotherapeut manchmal indirekt auch in den Trainingsplan ein, indem Sie die Trainer oder Spieler bitten, gewisse Faktoren mit besonderer Aufmerksamkeit zu trainieren? Etwa Kraft, Rumpfstabilität oder Koordination? Oder liegt so was in der einzigen Verantwortung der Trainer und Spieler?

In der Nationalmannschaft müssen wir fast davon ausgehen, dass wir Spieler in bester Verfassung kriegen. Wir haben sie ja nicht das ganze Jahr bei uns, sondern nur wochenweise. Somit haben wir hier wirklich weniger Einfluss auf das grosse Bild.

Was empfehlen Sie ihren Spielern, wenn es um die optimale Regeneration nach einem Match geht? Gibt es allgemeine Empfehlungen für die jeweilige Mannschaft (Stretching, Massage, Sauna oder so?) oder widmet sich jeder Spieler seiner Erholung nach eigenem Gutdünken?

Es ist schon so, dass jeder Spieler seine eigene Handhabung hat. Hier hat das Clubleben sicher auch einen grossen Einfluss auf die Gewohnheiten. Wir versuchen, indirekt Einfluss zu nehmen und dann und wann mal – im richtigen Moment – einen Tipp zu geben. Wenn Spiele kurz aufeinander folgen, dann kann es schon mal vorkommen, dass wir nach Rücksprache mit dem Coach in Sachen Regeneration oder regenerativer Ernährung etwas vorgeben.

Hat der Spielausgang einen Einfluss auf Ihren Einsatz nach einem Spiel? Landen die Spieler also eher auf der Pritsche des Physiotherapeuten, wenn die Mannschaft den Match gewonnen hat?

Eine sehr spannende Frage! Es ist eher umgekehrt: Gehen Spiele verloren, sind in der Tendenz mehr Spieler bei uns. Siege werden emotional einfacher abgehackt als Niederlagen. Bei Niederlagen tut eine Prellung wahrscheinlich wirklich mehr weh als bei Siegen.

Ist ein Physiotherapeut bei Swiss Ice Hockey manchmal auch ein wenig Mentalcoach oder Trostspender nach einem verlorenen Spiel?

Auf jeden Fall. Wir kennen die Spieler schon seit Jahren. Wir wissen, welche Spieler zwischendurch auch mal einen anderen Gesprächspartner als die Mannschaftskollegen brauchen. Wenn die Spieler auf der Liege sind, dreht sich auch nicht immer alles um das vorangegangene oder bevorstehende Spiel. Es ist wie im richtigen Berufsleben.

Fotos: Swiss Ice Hockey (Bild Nr. 1); Felix Guler (Bild Nr. 2) / www.pixelio.de

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