29 Jan

Wer gesund altern will, braucht genug Vitamin D

Genau gesehen ist das Thema Vitamin D eher ein gesundheitliches, als dass es mit Ernährung zu tun hat. Denn obwohl die meisten wissen, dass Vitamin D hauptsächlich in Milchprodukten und tierischen Fetten enthalten ist, kann man die mit unserer typischen Ernährung eingenommen Mengen dieses Vitamins als unbedeutend bezeichnen.

Die entscheidende Vitaminmenge (rund 90 % des Bedarfs) nehmen wir über unsere Haut auf. Unser Körper ist fähig, Vitamin D und auch die anderen fettlöslichen Vitamine in unserem Körperfett zu speichern, was uns erlaubt, über die sonnenarmen Wintermonate zu kommen. Problematisch dabei ist nicht so sehr das Risiko einer Überdosis, sondern viel mehr unsere Abhängigkeit von ausreichend Sonnenstrahlung, um genügend Vitami D zu produzieren. Ein latenter Mangel ist in unseren Breitengraden daher geografisch fast schon vorprogrammiert. Denn erstens verbringen wir heutzutage einen Grossteil unseres Tages drinnen, zweitens lässt uns die von Ärzten und Medien geschürte Angst vor Hautkrebs exzessiv Sonnencrème und -Blocker verwenden, und drittens besteht die wissenschaftliche Meinung, dass unsere Breitengrade selbst bis auf die Höhe von Rom nicht südlich genug sind, um genügend Sonneneinstrahlung für eine im Jahresschnitt ausreichende Vitamin D Bildung in der Haut zu bieten. Dies nicht aufgrund zu geringer Sonnenscheindauer, sondern weil schlicht und einfach der Einfallswinkel der Sonnenstrahlung zu flach ist.

Der oft gehörte Rat, Gesicht und Unterarme im Winter während 20 Minuten der Sonne auszusetzen, ist schlicht wirkungslos, die Vitamin D-Bildung ist gleich null! Im Winter leben wir nur von den Vitamin D Depots, welche wir uns im Sommer aufbauen. Weiter ist ein tiefer Körperfettanteil – und damit geringe Vitamin D-Depots – für einmal ein gesundheitlicher Nachteil. Die Situation wird natürlich noch viel kritischer für dunkelhäutige Ethnien, welche in nördlichere Regionen ziehen, da dunkle Haut weniger Vitamin D bildet. Am kritischsten wird es für Personen, die aus religiösen Gründen den grössten Teil des Körpers mit Kleidern bedecken.

Die Konsequenz: Vitamin D-Mangel und seine Folgen sind weit verbreitet und nehmen stetig zu. Nicht nur Knochenkrankheiten wie Rachitis und Osteoporose, sondern die Erhöhung des Krankheitsrisikos von Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Grippe, Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose oder einige Krebsarten werden mittlerweile in Zusammenhang mit ungenügender Vitamin D-Versorgung gesehen. Dies, weil Vitamin D in bis zu 30 Geweben und Organen Gene aktiviert, was seine vielseitigen Einflüsse erklären kann.

Aus einer puristischen und kritischen Sichtweise könnte man jetzt argwöhnen, dass die Evolution doch nicht so versagen kann und es Gründe gibt, warum es so ist, wie es ist. Schliesslich kann Vitamin D im Körper gespeichert werden und zu hohe Gehalte sind genauso im Verdacht gesundheitsgefährdend zu sein, wie zu geringe. Wie passt es also, dass 60-75% der Deutschen Bevölkerung mit Vitamin D-Spiegeln von 20-30 ng/ml als massiv unterversorgt gelten (optimale Spiegel bei 40-70 ng/ml)?

Nun, zuerst muss man sich vor Augen führen, dass der Mensch biologisch nur für ein Alter von vielleicht 40-50 Jahren gemacht ist, nicht 70 Jahre und mehr! Deshalb geht es auch nicht mehr primär nur um eine Mangelvermeidung, sondern um eine «Altersoptimierung» (Knochengesundheit) und, wie oben ausgeführt, eine Risikominderung von mit zunehmendem Alter auftretenden Krankheiten. Dazu reichen die minimalen Gehalte nicht, welche an sich ein Überleben im Zeitrahmen unseres vorgesehen biologischen Alters problemlos sichern.

Die moderne Medizin und heutige Ernährung erlauben uns überhaupt erst, in diese Altersbereiche vorzudringen. Aber gesundheitsoptimierende und lebensverlängernde Aspekte von Nährstoffen sind kein Auslöser für evolutionäre Anpassungen, da die natürliche Selektion hier nicht mehr spielt. Es gilt weiter zu berücksichtigen, dass die Sonnenexposition und auch die Nahrung unserer Jäger- und Sammler-Vorfahren deutlich mehr Vitamin D lieferte. Man kann also sagen, dass die Evolution durchaus so spielt, wie es zu erwarten ist. Man beachte die dunkle Haut von Völkern aus Gebieten mit starker Sonnenstrahlung und auch die Eskimos, welche sehr viel weniger abhängig vom Sonnenlicht sind, da ihre Nahrung aus Fisch und Meeressäugetieren viel mehr Vitamin D enthält.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass heutzutage in unseren Breiten Vitamin D alleine durch eine ausgewogene Ernährung und gesunden Lebensstil (auch mit viel Sonne!) in nicht ausreichender Menge zugeführt werden kann. Unter unseren heutigen Lebensumständen und der Absicht, gesund ein hohes Alter zu erreichen, ist vermutlich eine Supplementierung zur Sicherstellung eines optimalen Vitamin D-Spiegels nicht zu vermeiden. Erst recht nicht für Frauen, in der Kindheit sowie in der 2. Lebenshälfte. Dagegen ist eine Supplementierung unnötig, wenn sie nur dazu dient, das «biologisch programmierte Überlebensalter» zu erreichen.

Fotos: Arno Nehlsen (Bild Nr. 1) / Andrea Kusajda (Bild Nr. 2) / Waldili (Bild Nr. 4) auf www.pixelio.de

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