21 Nov

Erste Versuche auf dem Bike der Mutter

Die Schweizer Mountainbikerin Nathalie Schneitter gehört seit Monaten zu den erfolgreichsten Fahrerinnen der Welt. Eben hat sie wieder ein mehrtägiges Etappenrennen in Malaysia gewonnen. Ein Porträt der Teamfahrerin bei «Colnago-Farbe-Südtirol».

Nathalie Schneitter hat als Kind duzende Sportarten ausprobiert, war Mitglied des örtlichen Turnvereins und Skiclubs. Richtiger Ehrgeiz und grosses Talent war jedoch für keine dieser Sportarten gegeben. Das Ausdauertalent blitzte erstmals bei einem lokalen Inlineskate-Wettkampf auf, und Nathalie wurde vom Sportfieber gepackt. Auf der Suche nach einem Inlineclub stiess Nathalie auf den Mountainbike Club «Mauna Loa Bikers» in Solothurn. Dort entschied sie sich, das neue Bike der Mutter zu schnappen und es einmal mit Mountainbike-Trainings zu probieren.

Schnell wurde sie vom Virus gepackt und wurde noch im selben Jahr zu einem ersten Rennen mitgenommen (1999). Der erste Renneinsatz endete jedoch in einer Katastrophe, besser gesagt mit null Erfahrung im Schlamm. Nathalie wurde Letzte. Sie schwor sich gleich nach Zieleinlauf, dass dies ihr erster und letzter Renneinsatz gewesen war. In der Saison darauf versuchte es Nathalie jedoch wieder und wurde im dritten Rennen Zweite. Das war der Moment, wo sie definitiv vom Rennfieber gepackt wurde. Zunehmende Erfolge folgten. Von Anfang an waren die Eltern die wichtigsten Unterstützer. Immer noch stehen sie bei fast allen wichtigen Renneinsätzen als Fans am Streckenrand.

Nathalie Schneitter ist eine komplette Rennfahrerin, professionell auf der Strecke und mit ihrem Umfeld, bei Fans und Sponsoren. Ihre Stärken sind kurze knackige Aufstiege und technisch anspruchsvolle Strecken. Ihre grösste Schwäche ist die Ungeduld. Sie sagt selbst: «Oftmals würde es mir gut tun, nicht immer gleich mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.»

Wichtiger Meilenstein in der Karriere von Nathalie Schneitter war der Juniorinnenweltmeistertitel in Les Gets (F) 2004. Nathalie erinnert sich rückblickend: «Erstmals habe ich gedacht, dass ich es wirklich drauf habe, um es an die Spitze in der Elite schaffen zu können. Der Weltmeistertitel liess mich auch die danach folgenden zwei Jahre mit relativ wenig Erfolg überstehen, ohne das Mountainbiken an den Nagel hängen zu wollen.»

2008 folgte der Vorstoss in die Top 10 im Weltcup. Der 7. Rang beim Weltcupauftakt in Houffalize (BEL) war beeindruckender Ausdruck für das Erfolgspotential. Nathalie Schneitter: «Dieses Rennen war eines der wichtigsten in meiner Karriere, weil es mir half, mit der Gewissheit an den Start zu gehen, dass alles möglich ist und mir enorm Selbstvertrauen vermitteln konnte»

Emotionalster Moment in der Karriere der Solothurnerin war der Weltcupsieg in Champéry (CH) 2010. «Nicht nur, weil 70 eigens für mich angereiste Fans am Streckenrand waren, sondern auch weil meine Teamkollegin Eva Lechner Zweite wurde und wir gleichzeitig noch die Teamwertung für uns entscheiden konnten.» Auf derselben Strecke konnte Nathalie Schneitter den fünften Rang bei ihrer Heim-WM 2011 einfahren.

Im kommenden Jahr geht es nicht nur für die 25-Jährige um eine ganz besondere Herausforderung. 2012 steht alles im Zeichen des Olympiarennens am 11. August. «Ich muss mich aber im Frühjahr noch bei den ersten vier Weltcups zuerst gegen die Schweizer Konkurrenz im Kampf für einen der beiden Olympiaquotenplätze durchsetzen. Dann will ich nach bestandener Quali auch bei Vergabe der Olympiamedaillen ein Wörtchen mitreden», sagt Nathalie Schneitter hoffungsvoll. Dass sie es schaffen kann, zeigen ihre grosse Einsatzbereitschaft und ihre Professionalität. Im darauffolgenden Jahr 2013 findet die Europameisterschaft in der Schweiz auf dem Berner Gurten statt. «Da möchte ich gerne Europameisterin werden.» Und weiter: «Falls ich gesund und verletzungsfrei bleibe, möchte ich meine Bikekarriere gerne für weitere vier Jahre planen.»

Im Juni 2011 konnte Nathalie Schneitter ihr Bachelorstudium mit dem Bachelor of Arts in Bussines and Economics abschliessen. Doch derzeit steht alles im Zeichen des Sports: «Bis zu den olympischen Spielen in London werde ich mich fortan voll und ganz dem Bikesport widmen», sagt Nathalie Schneitter. Und was macht die ehrgeizige Nathalie, wenn sie einmal nicht Rad fährt oder studiert? «Wenn ich zu Hause bin, verbringe ich meine Zeit am liebsten mit meinen Freunden, gehe Kaffee trinken oder an Konzerte. Neben meinem Training bleibt relativ wenig Zeit für andere Sportarten. Ich verbringe aber gemütliche Regentage gerne mit einem guten Buch auf dem Sofa und im Sommer geh ich gerne in Seen und Flüssen Baden.»

Website: www.nathalieschneitter.chch
Lieblingsessen: Salat in allen Variationen
Lieblingslied: Ich bin Musikfreak. Jeden Tag gibt’s ein neues Lieblingslied von The Sounds, The Bianca Story, etc. Mein Lieblingslied kurz vor dem Rennen ist jedoch «Kids» vom MGMT.
Lieblingsbuch: Lesen ist mein Hobby. Ich habe tausende Bücher, die ich mag.
Vorbilder: Gibt es eigentlich keine. Ich bin ich und ich verfolge meinen eigenen Weg auf meine eigene Art.
Motto: Never bend your head. Always hold it high. Look the world straight in the eye. – Helen Keller. Work will win when wishing won’t. – Todd Blackledge.

Tags

Einen Kommentar schreiben

Sponser@Eurobike

Krämpfe ade!

Muscle-Relax-Sponser Das innovative Produkt Muscle Relax von Sponser hemmt und reduziert unkontrollierte Muskelkontraktionen und kann akut oder präventiv eingenommen werden.

Gesunder Snack



Whey Protein Chips sind ideal für gesundheitsbewusste Chips-Liebhaber: 48% Protein, low carb und fettarm. Im Vergleich zu handelsüblichen Chips enthalten die Whey Protein Chips 8 x mehr Eiweiss, rund 35% weniger Fett und 65% weniger Kohlenhydrate.

Facebook

Power Gums Cola

Die beliebten Power Gums gibt es nicht nur im bekannten Fruchtmix-Geschmack, sondern neu auch in einer koffeinfreien Variante mit Cola.