25 Nov

Weltmeisterin der AK 25 über die ITU-Langdistanz

In der Sponser-Hall of Fame melden sich erfolgreiche Sportler, die auf Sponser-Produkte vertrauen, gleich selber zu Wort. Heute: Die deutsche Triathletin Dana Wagner, amtierende Weltmeisterin der ITU Langdistanz der AK 25.

Am Samstag, 5. November 2011 fanden in Henderson, Nevada, die ITU-Weltmeisterschaften Langdistanz statt. Ich hatte den Vorteil, dass ich bereits einen Großteil der Strecke von den Weltmeisterschaften Ironman 70.3 im September kannte. Dort hatte ich mit Platz 8 in meiner Altersklasse nicht ganz meine mir selbst hoch gesteckten Erwartungen erfüllen können, da ich einen nicht so optimalen Tag erwischte und mich starke Rückenschmerzen auf dem Rad leider nicht ganz meine Radform abrufen ließen.

Somit hatte ich noch um knappe 3 Minuten den 2. Platz und damit eine Platzierung auf dem Podium verpasst. Dies sollte mir nicht noch einmal passieren. Dieses Mal wollte ich bis zur Ziellinie kämpfen und nicht vorher schon mental aufgeben. Dieses Mal hatte ich den unbedingten Willen, mit einer Medaille nach Hause zu reisen. Doch dann am Wettkampfmorgen um 5:30 Uhr die Hiobs-Botschaft: Aufgrund von Regen und Wind am Tag zuvor war die Wassertemperatur von den 17 Grad, die uns bei der Wettkampfbesprechung am Donnerstag noch mitgeteilt worden war, auf 12 Grad gefallen. Eine Außentemperatur von derzeit 2 Grad ließ die Durchführung des Schwimmparts unverantwortlich erscheinen und somit wurde die Auftaktdisziplin gecancelt!

Ich versuchte, mich mental schnell umzustellen und mich nicht zu ärgern, dass die Disziplin, die in San Diego im Training am besten verlaufen war, wegfallen würde. Ich weiß, dass ich nach Schwimmen und Rad immer einen möglichst großen Vorsprung herausgearbeitet haben muss, um meine aufgrund meines Trainingsrückstandes durch einige Verletzungen etwas schwächere Laufleistung zu kompensieren. Nun gut, musste es an diesem Tag halt reichen, einen Vorsprung auf dem Rad herauszufahren.

Nach endlosen,  nicht enden wollenden Stunden im warmen Wechselzelt, durfte ich dann um 9:02 Uhr endlich mit dem Zeitfahren beginnen. Der Start erfolgte nach Startnummern im 5 Sekunden Abstand und somit wurde aus meiner ursprünglichen Startzeit von 7:15 Uhr eben 9:02 Uhr. Ich hatte die Nummer 705, meine Altersklasse ging von 681 bis 713. Direkt am ersten Anstieg, innerhalb der ersten 1000 m konnte ich die ersten vier Mädels aus meiner AK überholen. In der darauffolgenden Abfahrt überholte ich zwei weitere. Am folgenden Anstieg noch mal zwei. Sehr schnell verließ ich auch schon den hohen 600er Bereich und überholte die ersten Männer mit niedrigen 600er Nummern.

Ich genoss dieses Mal, im Gegensatz zu September, jede Welle, jede Abfahrt, jeden steilen Anstieg und die Schönheit der Wüste auf dem Rad. Dass ich mich schon bald in den 500ern befand, motivierte mich zusätzlich. Und ich hatte schon so viele Frauen überholt, dass ich mich fragte, wie viele wohl noch vor mir seien. Am ersten Wendepunkt nach etwa einem Sechstel der Strecke konnte ich nur eine einzige Frau vor mir erspähen, einige Zeit später hatte ich aber auch sie ein- und überholt (sie war aber auch eine Altersklasse unter mir). Ich fuhr mittlerweile an 400er und den ersten 300er Nummern vorbei und dann teilte mir nach etwas über der Hälfte der Strecke auch jemand mit, dass ich die erste Frau sei, die ihn passierte.

Das gab mir zusätzlich noch mal einen Motivationsschub für die zweite Hälfte bis zur Wechselzone, die hauptsächlich bergauf ging und mit den «Three Sisters» bei Meile 56 auch drei kurze, aber knackige Anstiege mit 15, 18 und 20% auf sich warten ließen.  An diesem Tag lief es aber einfach für mich und so konzentrierte ich mich nur darauf, nicht die Verpflegung zu vergessen.

Nach 1,5 und 2,5 Stunden aß ich jeweils einen Sponser Riegel High Energy Berry und alle 20-30 min nahm ich ein Sponser Gel Liquid Energy, Liquid Energy Plus oder BCAA, in meiner Flasche hatte ich Sponser Long Energy-Competition Formula. Da die DTU-Wettkampfbekleidung keine Rückentaschen hat, musste ich den ganzen Riegel auf einmal essen, was mir zunächst ein paar Sorgen bereitete, weil ich nicht wusste, ob ich unter der Belastung nicht Magenprobleme bekommen würde. Zum Glück bestand aber kein Grund zur Sorge, denn ich hab die Sponser Produkte super vertragen und hatte die ganze Zeit über auf dem Rad super Power, ohne zwischendrin einen Hänger zu haben.

So sah ich auch viele 200er Nummern und kurz vor dem Ziel sogar vier oder fünf Männer aus dem 100er Bereich, die über eine Dreiviertelstunde früher gestartet waren. Die letzten 10km vor dem Ziel nahm ich allerdings ziemlich stark das Tempo raus und rollte nur noch locker bis zur Wechselzone. Im September hatte ich den Fehler gemacht, bis zum Ende Anschlag zu fahren und das sollte sich beim Laufen rächen! Ich wusste nun, dass vier harte Laufrunden auf mich warten würden, bei denen es in die eine Richtung bergauf, in die andere bergab ging, aber flache Abschnitte gänzlich fehlten.

Ich kam also recht gut erholt in die Wechselzone, dennoch war gleich der erste kurze Anstieg und die darauffolgende, lange Bergabpassage schon ziemlich heftig für die Oberschenkel. Auf dem Rückweg zeigten mir dann auch meine Waden bergauf, wo an diesem Tag meine Grenzen sein würden. Die 4-mal zu durchlaufende Wendepunktstrecke gab mir gute Gelegenheit, mir einen Überblick über die Konkurrenz zu verschaffen. Außer einigen Pro-Frauen, die bereits kurz vor 8 Uhr gestartet waren, konnte ich aber keine Frauen erspähen. Ich versuchte, bergauf einen guten Rhythmus zu laufen und bergab meine Oberschenkel nicht zu sehr zu belasten und jedes Mal eines meiner Sponser Energy Gels zu nehmen.

Nach der ersten Runde musste ich allerdings kurz stoppen: von einem meiner letzten Trail-Trainings-Runs befand sich noch Sand in meinen Socken und ich war dabei, mir eine schmerzende Blase zu laufen. Also Schuhe aus, Socken aus und wieder an, feststellen, dass sich nichts verbessert hat und Zähne zusammenbeißen und versuchen, die Schmerzen zu ignorieren. Immerhin merkte ich meine Achillessehne nicht, also konnte es gar nicht so schlimm sein.

Ab dem 3. Mal bergauf wurde es dann auch richtig hart, langsam fühlte ich mich ein wenig «dizzy», alles um mich herum fing an, ein wenig zu schwanken. Aber ich sagte mir, nur noch einmal den Berg hoch, dann hatte ich schon quasi die Strecke vom letzten Mal geschafft und dann würde das eine Mal mehr auch noch gehen. Sogar die Bergabpassage war nun aber keine Erholung mehr. Meine Oberschenkel brannten und mein Schritt wurde kürzer. Das Abfangen des Vielfachen des Körpergewichts wurde bei jedem Schritt unangenehmer. Dann endlich das letzte Mal bergauf. Ich versuchte, noch einmal schneller zu werden. Am Wendepunkt sah ich schon einige Mädels in der Verfolgung. Ich lief so hart ich konnte bergauf und trotzdem waren zwei Frauen aus meiner Altersklasse recht nah hinter mir.

Die eine hatte eine niedrigere Nummer, war also vor mir gestartet. Ich rechnete aus, wie viel Vorsprung sie im Ziel haben müsste, damit sie schneller wäre als ich: 1:40 Minuten. Okay, so viel würde ich auf dem letzten Bergabstück nicht verlieren. Aber direkt auf ihren Fersen war die Nummer 712, nach mir gestartet, ich musste 35 Sekunden Vorsprung im Ziel haben. Das letzte Bergabstück war dann nur noch crazy, ich lief so hart ich konnte, wusste bei jedem Schritt nicht, ob meine Oberschenkel mitmachen würden, die Straße vor mir schwankte und meine Beine taten wahnsinnig weh. Dennoch versuchte ich, das Tempo noch einmal zu erhöhen und dann endlich, endlich: the Finishline! Nochmal alles geben und der Sprecher sagte mich als die erste aller Age-Grouper Frauen an – wow, aber würde das auch zum Sieg reichen?

Dann der bange Blick zur Uhr. Nach 30 endlosen Sekunden so langsam Erleichterung als ich die Nummer 712 noch nicht sehen konnte, nach 45 Sekunden war ich mir sicher, es reichte und konnte mich endlich richtig freuen. Aber nur kurz, dann gab mein Körper nach und mir wurde sehr schummerig vor Augen. Zwei Frauen stützten mich und brachten mich zum Medical Tent. Dort wurde mein Blutdruck gemessen, aber im Gegensatz zu europäischen Wettkämpfen wartete ich hier vergebens auf eine Infusion.

Also beschloss ich, es sei Zeit zum Feiern und noch etwas schwach auf den Beinen machte ich mich auf den Weg zum Finisher-Buffet! Dort traf ich auch die anderen unserer kleinen, aber feinen Deutschen Delegation. Von 7 Startern erreichten wir 3 x Gold, 1 x Silber und 1 x Bronze!

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