18 Okt

Läuft Phosphatidylserin bald Koffein den Rang ab?

Heutzutage weiss fast jedermann um die Wirkungen von Koffein auf verbesserte Aufmerksamkeit sowie erhöhte kognitive und mentale Leistung. Es existiert dazu eine ausreichende Datenlage und die Anpreisung «erhöht die Aufmerksamkeit und Konzentration» wurde – eine genügende Dosierung vorausgesetzt – vom wissenschaftlichen Gremium der EFSA (European Food Safety Agency) genehmigt. Gleichermassen ist in der Schweiz die Auslobung «kurzfristige körperliche Leistungssteigerung» für Koffein erlaubt.

Ein Rätsel bleibt, wieso die Formulierung nicht geschickter gewählt wurde. Eine aerobe Leistungssteigerung durch Koffein wird von der EFSA zwar ebenfalls bestätigt, doch scheint es objektiv verfehlt «Konzentration und Aufmerksamkeit» als «körperliche Leistungsfähigkeit» zu bezeichnen. Weniger bekannt ist eine andere Substanz, welche aber ebenfalls eine behördlich genehmigte Aussage (Schweiz) für «verbesserte geistige Leistungsfähigkeit» trägt, allerdings nur im Einzelzulassungsverfahren. Es handelt sich um Phosphatidylserin (PS), einer spezifischen Phospholipid-Fraktion von Lecithin.

Der Name Lecithin ist wahrscheinlich besser bekannt, da es sich dabei um eines der ersten Nahrungsergänzungen in Apotheken und Reformhäusern überhaupt handelt. Lecithin, vom griechischen Wort «lekithos» für Eigelb, ist in einigen Ländern sogar als Medikament registriert. Die Wirkung von Lecithin ist aber vermutlich v.a. durch die darin enthaltenen Phospholipide bedingt, wie neuere Studien nahelegen. Auch ist heutzutage Phosphatidylserin sogar im Supermarkt erhältlich. Natürlicherweise findet man Phospholipide v.a. in Eigelb, Innereien, Hirn, aber auch Muskelfleisch, Milch und Erdnussbutter. Industriell werden Lecithin und seine verschiedenen Fraktionen aus Soja gewonnen. Phosphatidylserin kann – im Gegensatz zu Koffein – die kognitive und mentale Leistung verbessern – ohne den potentiell unerwünschten Effekt einer erhöhten Nervosität. Dies ist auf den unterschiedlichen Wirkmechanismus zurückzuführen.

Phosphatidylserin reduziert die stressbedingte Erhöhung von ACTH (Adrenocorticotropin) im Gegensatz zur koffein-induzierten erhöhten/verlängerten Adrenalinwirkung. Viele Studien mit Phosphatidylserin wurden an über 50-jährigen Personen durchgeführt. In einer späteren Studie wurden ADHS-Kindern (Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom) von 3-19 Jahren behandelt und zeigten positive Resultate bezüglich Aufmerksamkeit, Konzentration, Lernfähigkeit, Verhalten und schulischer Leistung. Allerdings ist eine solche Studie bei einer komplexen, multifaktoriellen Verhaltensauffälligkeit sicherlich kein endgültiger Beweis.

Wie dem auch sei, neue Studien mit Phosphatidylserin konzentrieren sich auf verbesserte kognitive und mentale Leistung bei Sportlern. So konnte zum Beispiel eine Studie in Golfern mit Handicap 15-40 bei einer Supplementierung mit 200 mg Phosphatidylserin während 42 Tagen vielversprechende Resultate vorlegen. Die Golfer schlugen 20 Mal ab auf ein Green in 135 m Entfernung. Supplementierung mit Phosphatidylserin verbesserte die Anzahl guter Bälle signifikant (p

Vorteile bieten sich sicherlich nicht nur in typisch fein-motorischen und kognitiv fordernden Sportarten wie Schiessen und Golf, sondern generell dort, wo kognitive Funktionen und Lernen gefragt sind, wie Schule oder auch für technische/koordinative Fähigkeiten vieler Sportarten. Die vermehrte Verfügbarkeit von speziell für Sportler entwickelte Phosphatidylserin-Supplemente scheint nunmehr vor allem eine Frage der Marktakzeptanz.

Foto: Rainer Sturm (Bild Nr. 1), CFalk (Bild Nr. 2) / www.pixelio.de

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