01 Sep

Laura und Caro als Damen-Zweierteam 

Laura Stoessel und Caroline von Allmen haben als Zweierteam namens «The Ladies» an der Tortour 2011 teilgenommen. Als einziges Damen-Zweierteam fuhren sie auf ihren Rennrädern 1000 km und 13 000 Höhenmeter rund um die Schweiz – und kamen erfolgreich ins Ziel. Höchste Zeit, die beiden Sportlerinnen persönlich zu ihrem Tortour-Erlebnis zu befragen.

Laura und Caroline, Ihr habt als einziges Damen-Zweierteam an der Tortour 2011 teilgenommen und das Rennen sehr souverän nach Hause gefahren. Seid Ihr Profi-Radsportlerinnen oder einfach extrem angefressene Rennrad-Fans?

Von Profi kann man noch lange nicht sprechen, aber angefressen und ein wenig übermütig muss man wohl für solch ein Tortour-Rennen bestimmt sein. Wir fahren beide schon seit längerer Zeit Rennvelo und haben schon an diversen anderen Rennen (v.a. Triathlons) gemeinsam teilgenommen.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, zu zweit an der Tortour 2011 mitzufahren? Was hat Euch so gereizt an diesem Non-Stop around Switzerland?

Laura: Mein Freund hat das letzte Jahr an der Tortour gearbeitet und ich habe ihn am Ziel besucht. Die Stimmung des ganzen Anlasses hat mir so gefallen, dass ich auch mitmachen wollte. Caro für das «Projekt» zu gewinnen, war nicht schwer.
Caro: Laura hat mich kurz nach der Tortour 2010 gefragt, ob wir mitmachen wollen. Zuerst hatten wir die Idee, die Tortour zu viert zu meistern, aber das hat sich dann schnell erübrigt. Gereizt hat mich das Non-Stop und einfach die Herausforderung, sich vorzubereiten und es ins Ziel zu schaffen.

Wie lief Eure Vorbereitung auf das Rennen ab? Seid Ihr tage- und nächtelang auf dem Rennrad gesessen und habt einen Trainingsplan abgespult?

Tagelang schon, nächtelang eher weniger, wobei ein Nachtfahrttraining um den Zürichsee um 2 Uhr Morgens nach dem Ausgang schon mal ein Projekt war, das wir dann aber schlussendlich nicht in die Realität umgesetzt haben. Ein Nachtfahrttraining gab es dann aber doch. Sobald der Entschluss zur Teilnahme für das Rennen klar war, legten wir mit dem Training los. Im Winter haben wir uns eher auf alternative Sportarten, die man drinnen machen kann (schwimmen, rudern und laufen) konzentriert. Die Veloeinheiten haben wir auf der Rolle abgespult. Im Februar gingen wir für zwei Wochen nach Lanzarote in den Club la Santa ins Trainingslager und absolvierten die ersten langen Einheiten. Den Trainingsplan für die ganze Vorbereitung hat uns der Profi-Triathlet Jan van Berkel geschrieben. Die vielen harten Trainings haben sich gelohnt.

Ihr habt Eure Tortour-Teilnahme auf einer Facebook-Seite minuziös kommuniziert. War das von Anfang an geplant oder hat sich das spontan ergeben? Das Echo auf Eure Posts war riesig.

Im Zusammenhang mit der Suche nach Sponsoren hatten wir die Idee einer Fanpage auf Facebook, damit auch Freunde, Familie und Bekannte unser Tun verfolgen konnten.

Auf einigen Bilder sieht man Euch inmitten von Sponser Sportnahrung. Welche Produkte habt Ihr in Training und Wettkampf eingesetzt?

Gels, Bars, Competition Getränk, Isotonic, Proteinshake, Regenartionsshake.

Habt Ihr ein Lieblingsprodukt von Sponser?

Caro: Das Competition orange finde ich sehr angenehm für Veloausfahrten.
Laura: Mein Lieblingsgetränk war das Isotonic mit Blutorangen-Geschmack. Obwohl man mir davon abgeraten hatte, ein isotonisches Getränk während des Wettkampfes zu mir zu nehmen – wegen der Säure – habe ich es super vertragen. Ausserdem mag ich die Gels sehr gerne.

Welche Aspekte der Tortour würdet Ihr im Nachhinein als besonders hart bezeichnen?

Caro: Ich hatte schon ab der 3. Etappe (von insgesamt 10) mit meinem Magen zu kämpfen. Das hat mich ziemlich ans Limit gebracht. Und: Sich nach einer kurzzeitigen Erholung zwischen den Etappen wieder anzuziehen und für die nächsten 55 km bereit zu machen, das war hart. Kaum auf dem Velo, war das schon wieder vergessen und es galt, so schnell wie möglich die nächste Timestation zu erreichen.

Hattet Ihr unterwegs auch mal Krisen zu durchleben oder lief alles immer wie geplant?

Caro: Eine Krise für mich war die Etappe über Flims/Laax. Diese wurde kurz vor Beginn der Tortour abgeändert. Zuvor führte die Etappe nicht über Flims, sondern war etwas flacher. Ich war in meinem Kopf nicht genug auf dies eingestellt, das hat mir die Kräfte geraubt. Mir war es immer wichtig, ein kurzes wiederholtes Etappenbriefing von meinen Supportern zu erhalten, bevor ich aufs Velo stieg. Zu dieser Stunde war ich entweder zu müde oder die Kommunikation hat nicht gut funktioniert. Eine zweite Krise habe ich auf der Abfahrt vom Nufenenpass erlebt, als ich auf dem Velo immer wieder einschlief und schliesslich kurze 5 Minuten anhalten musste, um Chips und Cola zu verdrücken.
Laura: Ich hatte zum Glück keine Krisen gehabt. Ich habe immer darauf gewartet, dass eine kommt, aber irgendwie habe ich das ganze Rennen perfekt durchgestanden. Für mich waren die Bedingungen optimal. Das Betreuerteam funktionierte perfekt, das Wetter war super, ich fühlte mich gut und konnte von Anfang an richtig essen, um mir die nötige Energie nach jeder Etappe wieder zuzuführen. Ausserdem habe ich nie lange geschlafen, meist nicht länger als eine halbe Stunde und dies auch nicht nach jeder Etappe. Ich glaube das war für mich genau richtig, so bin ich nie wirklich aus dem Tiefschlaf gerissen worden, um wieder aufs Velo zu steigen. Während des Rennens war ich wahrscheinlich so vom Adrenalinschub angetrieben, dass ich den Schlaf nicht gebraucht habe. Die Müdigkeit kam dann am Tag nach der Zeileinfahrt.

Wenn Ihr an der Tortour etwas ändern dürftet – was sollte das sein?

Laura: Ich würde nichts ändern. Da bei uns alles so super gelaufen ist, gibt es nicht wirklich Kritikpunkte.

Was war Eure ganz persönliches Highlight an der Tortour – mal abgesehen von der Zieleinfahrt?

Caro: Highlights für mich waren das Teamwork mit unseren persönlichen Supportern und allen externen Helfern. Ausserdem die schönen Bilder der Natur, die man auf dem Velo zu sehen bekommt. Und es war toll, die eigenen Grenzen zu erreichen und weiterzukämpfen.
Laura: Da kann ich mich Caro nur anschliessen, es war einfach super, wie unsere Betreuer sich um uns gekümmert haben. Es funktionierte alles ohne grosse Worte. Was mir auch super gefallen hat, war die Stimmung unter den Athleten und deren Betreuern. Man hat sich auf der Strecke gegenseitig angefeuert und geholfen, falls ein Problem bestand, manchmal konnte man sogar einen kleinen «Schwatz» halten. Auf der Strecke wurde man auch immer wieder aus den Autos von den Betreuern anderer Teams angefeuert.

Wie erging es Euch ein paar Tage nach der Tortour? Seid Ihr da in ein Loch gefallen oder habt Ihr schon wieder Pläne für weitere Extrem-Leistungen geschmiedet?

Laura: Ich hatte bereits ein Tag nach der Zieleinfahrt wieder das Bedürfnis, aufs Velo zu steigen. Aufgrund der geistigen Müdigkeit habe ich dies aber unterlassen. Zwei Tage nach der Zieleinfahrt sind Caro und ich zusammen ins Tessin, um uns ein paar Tage zu erholen. Für dieses Jahr habe ich noch 3 Rennen auf dem Programm und fürs nächste Jahr haben wir auch schon einiges vor.
Caro: Der Beinmuskelkater war ziemlich schnell weg und gar nicht so schlimm. Leider hat mein Magen erst fünf Tagen nach der Tortour aufgehört zu schmerzen. Der war einfach überlastet. Weitere Herausforderungen haben wir schon vor der Tortour für nächstes Jahr zusammen geschmiedet. Als wir letzte Woche im Tessin die Radler auf den Strassen fahren sahen, hat es uns beide schon wieder gejuckt.

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