04 Sep

Eines seiner besten Rennen gefahren

Er hat alles richtig gemacht. Zum Weltmeistertitel reichte es Nino Schurter trotzdem nicht. Jaroslav Kulhavy war stärker, ist verdienter Weltmeister. Auf den Vize-Weltmeistertitel darf Nino stolz sein. Er war der Akteur des Titelkampfs in Champéry. In einem der besten WM Rennen schlechthin holte er sich mit seiner attraktiven Fahrweise viele Sympathien. Auch Florian Vogel zeigte ein starkes Rennen. Um die Medaillen konnte er jedoch nur im ersten Renndrittel mitfahren. Er wurde 6.

Der Saisonverlauf 2011 deutete klar auf Kulhavy. 5 der 7 Weltcup Rennen standen auf seinem Konto. Die technisch sehr anspruchsvolle Strecke, eine der weltweit besten schlechthin, sowie der Heimvorteil liessen trotzdem Hoffnungen auf Nino Schurter wecken. So fokussiert und bestimmt er ins Rennen ging, war zu erkennen, dass auch er 100% die Überzeugung hatte, den Dominator bei der Heim- WM bezwingen zu können.

Die Taktik war schnell auszumachen. Kulhavy vom Start weg in die Defensive zu drängen. Unterstützt wurde Nino durch seinen Teamkollegen Florian Vogel. Auch er war super ins Rennen gestartet. Obwohl beide meinten, das SCOTT Spark 26“ Fully wäre über die ganze Renndauer die bessere Wahl, um über die mit Wurzeln gespickte Runde zu kommen, wählten sie das SCOTT Scale 26“. Sie wollten Kulhavy in den steilen Aufstiegen attackieren, setzten darum auf das leichte Scale (7.9 kg).

Anfangs war es ein Rennen der Giganten. Nebst Welt Cup Sieger Jaroslav Kulhavy und unseren SCOTT Fahrern befanden sich auch Olympiasieger Julien Absalon sowie Titelverteidiger Jose Antonio Hermida in der Spitzengruppe. Auch Maxime Marotte schaffte es zu Beginn mitzuhalten. Der Einzige, welcher (noch) nicht zu den grossen Koryphäen des Sports gehört.

Nino nutzte jede Steigung, um seinen Gegnern weh zu tun. Auch die technisch anspruchsvollen Abfahrten schien er souverän zu meistern. Zumal er immer wieder mal einige Sekunden zwischen sich und den anderen rausholen konnte. Es kam zur Zerlegung der Spitzengruppe. Florian Vogel konnte die Pace nicht mehr halten, Julien Absalon verzeichnete einen Sturz, Jose Antonio Hermida einen Platten.

Der Kampf um den WM Titel wurde von da weg in einem Duell ausgetragen. Zwei wesentliche Faktoren spielten ab nun eine Rolle. Zum Vorteil von Nino begann stark zu regnen. Als Folge verwandelte sich die ohnehin schon technisch schwierige Strecke in eine grosse Herausforderung auch für die besten Profis. Die Ausrutscher und Stürze häuften sich. Immer wieder war Nino ein wenig im Vorteil, doch eine entscheidende Differenz konnte er nie herbeiführen.

Im Gegenteil. Denn der zweite Faktor war die Renndauer, welche durch die langsameren Rundenzeiten ein sehr langes Rennen bewirkten. Ein Fact, der Jaroslav Kulhavy entgegenkam. Als er gegen Ende des Rennens immer besser in Fahrt kam, lancierte er eine Attacke, welcher Nino nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Gleich der erste Stich mit dem Schwert traf mitten ins Herz. Erst ab diesem Moment war ersichtlich, dass Kulhavy gegenüber Schurter nicht nur ebenbürtig, sondern überlegen war. Zumindest konditionell.

Kulhavy fuhr seinen verdienten Titel souverän nach Hause. Ninos Emotionen waren gemischt: «Ich habe mich stark gefühlt und glaubte an meine Chance, Kulhavy zu packen. Es war toll, vor so vielen Fans eine so starkes Rennen zu fahren. Doch bleibt mir nun definitiv die Erkenntnis, dass Kulhavy momentan nicht zu packen ist. Das will ich aber auf nächstes Jahr wieder ändern.»

Hinter Schurter holte sich Julien Absalon Bronze. Nachdem er 2010 seit Jahren keine WM-Medaille geholt hatte, war er glücklich, es wieder aufs Podest zu schaffen. Denn die Bronzemedaille hätte ohne Platten auch gut an Hermida gehen können. Er wurde Vierter. Florian Vogel stürzte in der letzten Runde und verlor den 5. Rang noch an Lukas Flückiger. Der vierte Schweizer in den Top 10 war Christoph Sauser auf Rang 8. Er drehte nach verpatzem Start mächtig auf.

Das Schweizer Fernsehen produzierte die wohl beste Liveübertragung eines Cross-Country Rennens seit jeher. Nino Schurter war am Sonntag Studiogast im Sportpanorama.

Hier die Links:

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=24e614a1-8f43-439b-b6f9-94e7de377a6f

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=1c1ddd15-88fa-47c5-bd65-9e5b61f35bc8

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=080044f6-a8f5-4e83-87f6-89558837c23c

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=3b614be4-10e6-40a8-a0d3-c6c617815f7f

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=c71b74a8-2efd-495c-91ba-f3e62d32b82c

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2940f402-d381-4ad1-8471-290237274c79

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=1ea4880b-de47-4178-b57b-2baa30e3ba2a

Photos: by Gary Perkin

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