24 Sep

Duo aus dem Vorarlberger Ländle holt sich den Sieg beim Race Around Austria

Michael Petter hat im Facebook mit einem Foto von sich aufmerksam gemacht, welches den Untertitel trug: «Duo aus dem Vorarlberger Ländle holt sich den Sieg beim Race Around Austria». In einem spannenden und sehr persönlichen Interview beschreiben die beiden Radfahrer ihre 85 Stunden im Sattel, lassen den Leser am Gänsehaut-Feeling bei den La-Ola-Wellen teilhaben und verraten ihren grössten sportlichen Traum.

Michael, kannst Du in kurzen Worten erklären, was das Race Around Austria ist?

Das Race Around Austria (kurz RAA) ist ein Nonstop-Radrennen. Das heißt, wer am wenigsten Schlaf benötigt und doch am schnellsten fährt, gewinnt das Rennen. Gefahren wird Tag und Nacht. Schlafpausen muss man sich selbst einteilen. Die Navigation erfolgt aus dem sogenannten Pace-Car, der sich ständig in der Nähe des Rennfahrers befindet. Nachts muss sich der Rennfahrer immer im Lichtkegel des Pace-Cars befinden. Ansonsten bekommt das Team Zeitstrafen. Diese werden auch verteilt, wenn man die StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) nicht einhält oder sich einen anderen Vorteil verschafft. Die Regeln sind dieselben wie beim Race Across America (kurz RAAM). Das RAA ist zudem auch eines der Qualifikationsrennen für das RAAM.

Du hast das Race Around Austria gemeinsam mit Rene Illigasch im Zweierteam «Radcult» bestritten und souverän mit über 7 Stunden Vorsprung und einem neuen Streckenrekord gewonnen. Woher diese unfassbare Überlegenheit? Wart Ihr beide in der Form Eures Lebens? Oder habt Ihr in Training und während des Wettkampfs auch einfach vieles richtig gemacht?

Woher diese Überlegenheit wirklich kam, weiß niemand so genau. Im Grunde hat einfach alles gepasst. Das Team war wirklich spitze. Abgesehen von kleinen Problemen mit der Navigation und einer Panne beim Rennrad zu Beginn, hat das Team einwandfrei harmoniert und funktioniert, was auch der Schlüssel zum Erfolg war. Man muss klar sagen: Ohne ein funktionierendes Team hätte das alles sowieso nicht geklappt. Die Form unseres Lebens war es bestimmt noch lange nicht. Wir haben ohne Trainingsplan und Trainer trainiert. Zudem betreiben wir erst seit drei bzw. vier Jahren aktiven Radsport. Trainiert wurde sehr hart für das Rennen. Die Vorbereitung dauerte ein ganzes Jahr. In diesem Jahr haben wir auf unsere Ernährung geachtet und sehr viel Grundlagen trainiert, was das Wichtigstes bei so einem Rennen ist und uns auch bestätigt wurde. Um schnell und spritzig zu werden, haben wir auch noch die eine oder andere harte Intervall-Trainingseinheit eingelegt. Im Nachhinein gesehen, haben wir bestimmt vieles richtig gemacht. Sei es im Training als auch im Wettkampf. Wir sind uns aber sicher, dass mit Expertenunterstützung sowie mit den Verhältnissen angepasstes Material noch viel mehr Potenzial in uns steckt!

Wie lange wart Ihr insgesamt unterwegs? Hattet Ihr auch mal Krisen zu bewältigen?

Wir benötigten für die Strecke von 2200 km und knapp 30 000 Höhenmeter bergauf drei Tage 12 Stunden und 39 Minuten. Hinzu kam noch die Zeitstrafe von 10 Minuten wegen zweimaliger Missachtung der StVO (Stopp-Schild). Krisen gab es immer wieder. Das größte Problem: das Sitzen und schmerzende Fußsohlen. Die Probleme machten sich nach gut halber Strecke bemerkbar. Offenes Gesäß und taube Zehen waren die Begleiterscheinungen. Ansonsten sind wir mehr oder weniger von gesundheitlichen Problemen verschont geblieben. Das Einzige, mit dem wir am Schluss noch zu kämpfen hatten, war die Müdigkeit. Obwohl wir den Wettkampf im Zweier-Team bestritten haben und Intervalle von 6 -7 Stunden gefahren sind, konnten wir beide nicht mehr als 4-5 Stunden Schlaf in diesen dreieinhalb Tagen erlangen.

Kriegt man von der schönen Landschaft während des Rennens überhaupt etwas mit? Welches war optisch die schönste Strecke für Euch?

Von der Landschaft selbst bekommt man nicht viel mit. Sonnenauf- und Untergänge entgegenzufahren ist immer wieder traumhaft, jedoch spielt sich das Ganze wie in einem Traum ab. Optisch die schönste Strecke war bestimmt von der Steiermark über die südsteirische Weinstraße nach Kärnten dort über das Lesachtal in das Zentrum der Alpen. Über den Grossglockner, Gerlospass, das Kühtai, die Silvretta-Hochalpenstrasse, wo wir in unsere Heimat «das Ländle» geführt wurden. Hier genossen wir bei strömendem Regen den Heimvorteil und konnten die mit Nebel «verstopften» Anstiege und Abfahrten, wie das Faschinajoch und den Hochtannbergpass. mehr oder weniger blind fahren.

Wie habt Ihr Euch während des Rennens verpflegt?

Verpflegt haben wir uns unter anderem mit Flüssignahrung, Eiweißriegel, High Energy Riegel, Competition, Eiweißpulver-Whey mit Milch. Liquid Energy Gels halfen uns über die Berge. Auch der Activator war ein treuer Begleiter von uns. Außerdem gab es noch ein paar verkochte Nudeln und das ein oder andere Schinkenbrot. Mit diversen Nahrungsergänzungsmittel wurde der Verlust von Vitaminen, Spurenelementen etc. ausgeglichen. Am Ende des Rennens hatten wir trotzdem gut seiben Kilogramm weniger auf unseren Hüften.

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Welches war – abgesehen von der Zieleinfahrt und dem Sieg – das schönste Erlebnis am Race Around Austria?

Es gab einige schöne Erlebnisse während der 85 Stunden. Zweifelsohne ist das zufriedenstellende Gefühl, alles gegeben zu haben eines der schönsten. Und natürlich das familiäre Verhalten aller Teilnehmer und Teams. Gegenseitige Anfeuerungsrufe, Laolawellen und dergleichen in einem Wettkampf von deinen Gegner zu empfangen, verlieh und immer wieder eine «Gänsehaut» und beflügelte uns!

Was sind die weiteren Pläne des Teams «Radcult»?

Weitere Pläne sind auf alle Fälle die Titelverteidigung RAA2012. Die Weltmeisterschaft im Ultraradsport – Glocknerman. Vielleicht noch ein paar diverse 24 Stunden Rennen. Falls es sich terminlich ausgeht, den Highlander bei uns hier im Ländle und vielleicht noch den ein oder anderen Radmarathon zur Vorbereitung. Das größte Ziel, ja sogar der größte Traum: das Race Across America!

Fotos: ZVG von Privat

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