07 Sep

Langer Atem für die Frauen im Kongo

In der Rubrik «Sponser-Sportler stellen sich vor» bitten wir erfolgreiche Sportler, die sich in Training und Wettkampf mit Sponser-Produkten verpflegen, zum Interview. Heute: Ultraläuferin Eva Hofmann (31) aus Bad Waldsee, die an der Ulmer Laufnacht 2012 über 100 km Spenden für das Projekt «Neubeginn für Frauen im Nordosten des Kongo» sammeln will.

Du bist Ultraläuferin. Wie bist Du zum Ultralauf gekommen und worin liegt für Dich die Faszination, stundenlang zu laufen?

Naja, ich bin sozusagen angehende Ultraläuferin. (In den Genuss, mich jenseits der 50-km-Marke in Richtung 100-km-Marke zu bewegen, bin ich dieses Jahr leider noch nicht gekommen, dafür aber hoffentlich 2012!) Früher bin ich nur gelegentlich gejoggt, vor ein paar Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört, habe begonnen mich gesund zu ernähren und bin das Laufen dann bewusster angegangen. Natürlich habe auch ich die typischen «Anfänger-Fehler» gemacht und mich so übertrainiert, dass ich zuerst oft Verletzungen hatte, die mich immer wieder ausgebremst haben. Aber das hat mich im Grunde immer mehr angespornt dran zu bleiben. Das Gefühl stundenlang laufen zu können, gibt mir immer wieder solche enorme innere Stärke und Antrieb, dass ich in meinem Leben so viele Dinge regeln konnte, wie das davor nicht der Fall war. Die Verbindung mit der Natur und die Einsamkeit gefallen mir. Ich laufe das ganze Jahr im Dunkeln, ganz früh morgens, da genieße ich das Laufen noch mehr, weil ich dann die ganze Welt für mich alleine habe.

Bist Du Berufs- bzw. Spitzensportler? Oder was arbeitest Du neben dem Sport?

Ich sehe mich als «ziemlich fanatischen Hobby Sportler». (Angeblich laufe ich ja auch im Schlaf…) Ich baue meinen ganzen Tagesablauf um den Sport herum. Ich bin sozusagen durchorganisiert wie ein Manager, sonst würde ich nicht alles unter einen Hut bekommen. Ich arbeite mit meinem Mann zusammen Vollzeit im eigenen Damenmoden-Geschäft in Bad Waldsee. (www.hofmann-mode.de)

Welches sind Deine grössten sportlichen Erfolge?

Ich fand es ziemlich cool, dass ich letztes Jahr in vier Marathon-Läufen jedes Mal eine neue Bestzeit gelaufen bin, und mich in einem Jahr im Marathonlauf um 20 min von 4:10:00 auf 3:51:51 verbessern konnte. (Meinen ersten Marathon bin ich in 4:25:00 gelaufen.) Tendenz weiter steigend! Außerdem wurde ich letztes Jahr beim Bad Waldseer Lauffieber Stadtmeisterin. Auch beim Ulmer Nachtlauf über die Fünfzig Kilometer bekam ich mit dem fünften Gesamt-Platz und dem 1. Platz in der W30 eine Platzierung mit 4:59:37.

Welcher wichtige Wettkampf steht bei Dir in den nächsten Monaten an?

Ich möchte im Herbst noch einen Marathon laufen, aber ich bin mir noch nicht ganz klar darüber welchen, da ich momentan versuche, über diesen Marathon Spenden für Ostafrika (siehe News auf www.welthungerhilfe.de) zu sammeln. Das war eine spontane Idee, da die Lage wegen der Dürre-Katastrophe dort so furchtbar ist! Ich laufe den Marathon, der am meisten Spenden einbringen wird, wenn überhaupt, ich bin da gerade erst dran… Vielleicht mache ich dann noch einen Marathon im Winter und unbedingt dieses Jahr den Neujahrsmarathon in Zürich. Den wollte ich letztes Jahr schon laufen, das hatte aber leider nicht geklappt.

Wie bereitest Du Dich auf einen Ultralauf vor? Wie lange sind Deine Trainingseinheiten? Machst Du auch Alternativsportarten oder gehst ins Fitnesszentrum?

Ich lege immer im zwei Wochen-Takt Trainingseinheiten, die sich gegenseitig begünstigen zusammen. D.h. schnelle, kurze Läufe und Krafttraining packe ich mit nur einem langen Lauf in eine Woche. Viele Kilometer und damit die langen Ausdauerläufe packe ich in die andere Woche. Dann wechsle ich immer ab. Das funktioniert super und ich baue so viel mehr auf! Für die 100 km Strecke bin ich dann auch immer wieder Strecken bis 50 km gelaufen. Für Marathon ist es schon sinnvoll, ab und an Tempotraining zu machen, auch wenn die Verletzungsgefahr größer ist. Für die 100 km bringt das aber nicht viel, da muß man hauptsächlich Kilometer abspulen und im eigenen Rhythmus laufen. Je nachdem was ansteht, variiere ich dann mein Training. Wenn ich mich nicht gut fühle, lasse ich Einheiten ausfallen. Erholung ist mir sehr wichtig. Ich trainiere immer alleine. Alles was ich weiß, habe ich mir zusammengelesen und selbst ausprobiert. Einen Trainingsplan gibt es noch nicht lange. So bekomme ich aber alle Arten von Training besser unter und erhole mich besser. Ich lege sehr viel Wert auf das Krafttraining. Ich gehe dazu ins Fitnessstudio. Ich bin dort für eine Einheit so ca. zwei bis drei Stunden.

Welches ist Dein grösstes sportliches Ziel, das Du je erreichen möchtest?

Im Moment der 100 km Lauf im Rahmen der Ulmer Laufnacht. Danach die 100 km in Biel und unbedingt irgendwann den Transalpine-Run und den Ultra-Trail du Mont-Blanc. Das sind meine absoluten Träume! Wenn ich die Hälfte davon laufen kann, ist das super! Mein Motto ist «man gewöhnt sich an alles», also an jede Form von Stress und Belastung, wenn man es langsam angeht und dabei bleibt. Ich bin aber sehr vorsichtig mit mir, will nichts erzwingen. Mein Körper gibt das Tempo vor, wie schnell ich meine Ziele erreichen kann.

Wie bist Du auf die Idee des Sponsorenprojekts «Neubeginn für Frauen im Nordosten des Kongo» gekommen? Hast Du persönliche Beziehungen in den Kongo?

Ich dachte mir, wenn ich schon immer nur laufe, dann kann ich doch gleich noch nebenher Spenden sammeln. Ich wollte ein Projekt, wo ich anderen Frauen helfen kann. Mein Empfinden ist, dass es mit der Emanzipierung nicht so weit her ist. Auf der ganzen Welt werden Frauen unterdrückt, missbraucht und klein gehalten. Je nach Land und Tradition mehr oder weniger offensiv. Das stinkt mir gewaltig! Wenn ich zum Arzt gehe, werde ich jedes Mal wegen meinem Sport herunter gemacht. Warum ich das überhaupt mache, und ob ich nicht lieber Kinderkriegen will. Ich werde als Frau, die ihren Sport betreiben will, nicht ernst genommen. Ich bekomme keine Hilfe, sondern nur Kritik, und mir wird nahe gelegt, «mit dem Unsinn» aufzuhören. Bei sämtlichen Wettkämpfen, die über die 25 km Marke gehen, sind Frauen rar, geschweige denn bei Ultra Läufen! Ich habe mir fest vorgenommen, diesen Weg weiter zu gehen. Alles was ich wissen muss, bringe ich mir selber bei! Das Projekt «Kongo» hat zu dem gepasst, was zu unterstützen ich mir vorgenommen hatte. Mich hat es dann aber dann doch noch ganz schön «gebeutelt», als ich mich dann näher mit der Geschichte, dem Schicksal des Kongo befasst habe. Vieles wusste ich gar nicht. (Sehr informativ die Doku oder das Buch «Schatten über dem Kongo») Es hat mich darin bestätigt, mich für das richtige Projekt entschieden zu haben. Ich konnte Zusammenhänge besser verstehen, aber letztendlich hat das Projekt mich gefunden. Der Ausgleich zu diesen schweren Themen ist das Blog-Schreiben für mich. Wo ich bewusst versuche, mit ein bisschen Selbstironie und Humor über das Laufen zu schreiben. Ziel ist, dass dies möglichst viele Leute gerne lesen und ich somit vielleicht auch noch weitere Sponsoren finden kann.

Wie verpflegst Du Dich während der Ultra-Wettkämpfe, was ist für Dich wichtig?

Ich lege generell Wert auf eine sehr gesunde Ernährung. Während der Wettkämpfe nehme ich am liebsten das Liquid Energy plus-Gel von Sponser (seit meinem ersten Marathonlauf habe ich kein anderes Gel genommen!). Bei längeren Läufen esse ich auch feste Nahrung wie Riegel, Bananen etc.

Hast Du ein Lieblingsprodukt von Sponser?

Ja, das Liquid Energy plus-Gel und den super leckeren! Eiweiß- Shake Multi Protein 180 Vanille und Schoki! Ich mag auch die Eiweiß-Riegel, die ich im Alltag gerne mal zwischendurch esse, da am liebsten Vanille und Banane.

Treibst Du noch anderen Sport?

Ja, ich mache sehr viel Krafttraining! Das entspannt mich total, und ich mag sehr gerne Muskeln an mir, (auch wenn ich eher «Typ Spargel-Tarzan» bin). Ich schwimme auch ab und an zur Entspannung. Sehr effektiv ist auch Ergometer-Training mit hohem Wiederstand über zwei Stunden. Das ist aber so langweilig, dass ich das nur selten mache! Meistens, wenn ich wegen einer Sehne, «die gerade zwickt» nicht so viel laufen kann.

Wie schaut für Dich die perfekte Erholung nach Training und Wettkampf aus?

Essen und Schlafen natürlich! Ich esse außerordentlich gerne, und koche zum Glück auch gerne. Auch Kochen entspannt mich, und auch so« doofe» Sachen wie z.B. Bügeln machen, dass ich wieder ein bisschen «runterkomme». Auch Kuchen backen, und dann Kuchen essen ist toll! Ganz gut ist auch auf dem Sofa liegen, «Basen-Tee» trinken, und «Pink Konzert gucken»! «Basen Bad» ist auch super, und während dem Baden einen Liter Buttermilch trinken ist genial! Und natürlich Sauna! Lange saunieren mache ich aber nur, wenn ich nicht schon am selben Tag hart trainiert habe, oder ein hartes Training ansteht. Das powert sonst aus.

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