13 Jul

Weit verbreitet, aber vielfach überschätzt

Viele Leute und insbesondere Sportler vermeiden Milch und Milchprodukte aus Bedenken vor einer Laktose-Intoleranz, oft bloss auf Empfehlung hin und ohne dies diagnostisch nachgewiesen zu haben. Jedoch ist dies sehr oft nicht nur unnötig, sondern kann zu einer zu geringen Zufuhr vieler essentieller Nährstoffe führen.

Der Milchzucker Lactose ist ein sogenannter Zweifachzucker (Disaccharid) und besteht aus den beiden Einfachzuckern Glucose und Galactose. Das Enzym Lactase ist verantwortlich für die Aufspaltung der Lactose in diese beiden Einfachzucker. Bei Personen mit Lactose-Intoleranz erreicht ungespaltene Lactose den Dickdarm, wo sie durch Bakterien abgebaut wird. Dies jedoch unter unerwünschten Begleiterscheinungen wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall.

Oft wird jedoch Lactose-Intoleranz, welche auch genetisch bedingt sein kann, mit Lactose-Maldigestion (unvollständige Verdauung) verwechselt. Nur bei einer echten Intoleranz können im Extremfall bereits sehr kleine Mengen Lactose Probleme bereiten, wenn dies auch bei weitem nicht der Normalfall ist. Weder bei Lactose-Intoleranz noch –Maldigestion handelt es sich um eine allergische Reaktion auf Milchzucker (Laktose), sondern es fehlt an der nötigen Menge des spezifischen Enzyms zur Verdauung von Laktose.

Neuere Studien an Personen mit diagnostizierter (!) Lactose-Intoleranz zeigten sogar eine problemlose Verträglichkeit von bis zu 12 g Lactose pro Portion. Eine Menge von rund 2 g pro Essensportion kann also mit grosser Wahrscheinlichkeit jeder Mensch verdauen, da eine so geringe Menge unabhängig von der körpereigenen Enzymproduktion von Darmbakterien abgebaut wird. Dies entspricht etwa einer Milchmenge von 240 ml. Wird die Aufnahme zusammen mit anderen Lebensmitteln, und/oder über den Tag verteilt, so können sogar Mengen bis zu 24 g Lactose täglich vertragen werden.

Wichtig zu bemerken ist dazu, dass es individuell sehr grosse Unterschiede geben kann. Es ist einzig klar, dass es meist unnötig ist, komplett auf lactosehaltige Produkte zu verzichten. Dies ist insofern von grosser Bedeutung, da Lactose in vielen Lebensmitteln natürlicherweise vorkommt und Betroffene sich oft komplett lactosefrei ernähren, was die Lebensmittelauswahl mühselig und die Ernährung mit einer genügenden Versorgung an essentiellen Nährstoffen zu einer Herausforderung macht. In jedem Fall ist es angebracht, die individuell tolerierbare Grenze an Milchzucker auszutesten und nicht komplett auf Milchprodukte zu verzichten.

Insbesondere Hartkäse sind a priori lactosefrei, da diese während der Reifung komplett abgebaut wird. Auch fermentierte Milchprodukte wie Joghurt sind natürlicherweise bereits lactosearm. Für Sportler und anderen Konsumenten von Nahrungsergänzungsmitteln auf Milchproteinbasis ist relevant, dass die noch enthaltene Lactose meist nur ein Teil der Gesamtkohlenhydrate ausmacht und pro Portion oft nur noch in unbedeutender Menge enthalten ist. Zur Veranschaulichung in untenstehender Tabelle der Lactosegehalte von Sponser-Produkten:

Diese Werte machen deutlich, dass die Verwendung von Rohstoffen auf Milchproteinbasis automatisch zu sehr tiefen Lactosegehalten führt. Darum sind diese Produkte in der empfohlenen Dosierung und Anwendung für Personen mit Lactose-Maldigestion absolut problemlos verträglich. Selbst für den überaus grössten Teil von Personen mit Lactose-Intoleranz werden sich so keine Beschwerden ergeben.

2 Kommentare zu “Laktose-Intoleranz beim Sportler”

  1. michi (laktoseintolerant) sagt

    25. Januar 2012, 09:19

    Gibt es laktosefreie Supplements von Sponser?

  2. Sponser-Team sagt

    25. Januar 2012, 13:42

    Hallo Michi, ja klar. Du kannst auf unserer Homepage im “Product Finder” gezielt mit diesem Begriff Produkte suchen – auch in Kombination mit anderen Begriffen wie z.B. “lactosefrei + Riegel” etc.
    Danke für das Interesse

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